Mit Mikrokrediten zum Erfolg

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Noch vor wenigen Jahrzehnten wurden Kredite durch Privatpersonen überwiegend zur Finanzierung der eigenen Immobilie aufgenommen. Selbst die heute so weit verbreiteten Autokredite waren früher eher die Ausnahme. Wer sich ein Auto nicht leisten konnte, musste in der Regel entweder die Ansprüche zurückschrauben oder weiter sparen. Heute findet man eine ganz andere Kreditlandschaft vor.

Minikredite für mehr Umsatz im E-Commerce

Selbst kleine Elektrogeräte wie Bügeleisen oder Spielkonsolen lassen sich bequem mit kleinen Monatsraten finanzieren. Fast immer vermittelt der Onlinehändler die Finanzierung an seine eigenen Vertragspartner. Es ist kein Geheimnis, dass durch diese Praxis primär der Produktabsatz im Vordergrund steht. Zudem winken dem Händler stattliche Provisionen für die Vermittlung von Kreditkunden.

Minikredite als interessantes Geschäftsmodell

Der Grund, warum so wenig Kleinkredite bei der eigenen Hausbank angefragt werden, liegt darin, dass diese in vielen Fällen wenig bis kein Interesse daran zeigt. Die Produkte sind häufig nicht standardisiert, sodass der Aufwand in einem ungünstigen Verhältnis zum Ertrag steht. Daher winken die niedergelassenen Filialbanken meist ab oder verweisen auf teure Dispositionskredite, wenn kleine Kreditsummen angefragt werden. Doch es gibt im Internet Anbieter, die diese Marktlücke nutzen. Minikredite lassen sich schnell und unbürokratisch zum Beispiel bei vexcash.com online beantragen. Der Spezialist für kurz laufende Minikredite zur Überbrückung von finanziellen Engpässen offeriert Kleinstkredite bis zu einer Summe von 3.000 Euro und einer Laufzeit von 90 Tagen.

Mikrokredite in Entwicklungsländern

Eine völlig andere Bedeutung hat die Mikrofinanzierung für viele Menschen in der Dritten Welt. Millionen von durch Armut geplagte Einwohner Südostasiens und Afrikas haben keinerlei Zugang zu regulären Geschäftsbanken. Die erforderlichen Sicherheiten könnten die allermeisten ohnehin nicht stellen. Muhammad Yunus gilt als Schöpfer des Mikrokreditsystems. Der Antrieb des späteren Nobelpreisträgers aus Bangladesch war, eine Welt ohne Armut zu schaffen. Seiner Ansicht nach seien Mikrokredite dafür geeignet, den Menschen eine Chance auf ein besseres Leben zu bieten. Zunächst war das Geschäft mit den Kleinstkrediten auch eine echte Erfolgsgeschichte. Vielen Menschen aus dem ärmsten Teil der Bevölkerung – interessanterweise die meisten davon Frauen – gelang es, sich mithilfe eines Mikrokredits eine Existenz aufzubauen.

Kritikpunkte am Mikrokreditsystem

Doch das System kam trotz der hohen Nachfrage an seine Grenzen. Problematisch dabei waren jedoch keinesfalls die vielleicht zu erwartenden Kreditausfälle. Im Gegenteil, die von Yunus gegründete Grameen-Bank überzeugte mit exorbitanten Rückzahlungsquoten von über 95 Prozent. Wirtschaftsexperten kritisieren, dass durch das System der Mikrokredite allenfalls eine große Anzahl Kleinstunternehmen entstünde, durch die aber niemand den Sprung aus der Armut schaffe. Zudem verschärfe sich durch die Chance, einfach an Geld für Investitionen zu gelangen, die Konkurrenzsituation. Wenn es statt zehn plötzlich zwanzig Tomatenstände gibt, drückt dies die Preise und damit die Gewinne, mit denen die Kredite eigentlich zurückbezahlt werden sollen.

Ausbeutung durch hohe Zinsen?

Auch die Höhe der Zinsen wird unter Fachleuten kontrovers diskutiert. Manche halten Zinssätze von zwanzig bis dreißig Prozent für Ausbeutung. Nach dem mitteleuropäischen Verständnis träfe dies sicher zu. Doch man muss wissen, dass örtliche Geldverleiher in den Armutsgebieten Afrikas und Asiens nochmal deutlich höhere Tarife veranschlagen und auch die Konditionen großer Banken kaum darunter liegen. Zudem ist der Aufwand für die Verleiher von Mikrokrediten teilweise beträchtlich. Zusammenfassend lässt sich sicherlich sagen, dass Mikrokredite eine Hilfe für die Menschen vor Ort sein können, jedoch werden sich signifikante Auswirkungen bei der Armutsbekämpfung nur dann zeigen, wenn Investitionen in allen Bereichen, vor allem in Bildung, vorgenommen werden.

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