Libra und Shopify – eine Finanzinfrastruktur für den E-Commerce

Nach zuletzt vielen schlechten Nachrichten für die von Facebook initiierte Währung Libra, gibt es nun eine erste positive Meldung. Die E-Commerce-Plattform Shopify tritt der Libra-Association bei. Das Ziel der Kooperation ist eine gut ausgebaute Finanzinfrastruktur, die den Einsatz von Geld im e-commerce erleichtert. Einmal auf dem Markt könnte Libra in den Shops von Shopify für Zahlungen genutzt werden, was für die Anwender und für Shopify gleichermaßen Vorteile mit sich brächte. Aktuell ist aber noch unklar, ob Libra überhaupt als Währung zulässig ist.

Libra hatte zuletzt mit Problemen zu kämpfen

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In den letzten Monaten sah es recht düster für das Libra-Projekt von Facebook aus. Zahlreiche Partner wie eBay, PayPal und Visa haben die Libra-Association verlassen. Grund hierfür waren nicht zuletzt die vielen politischen Hürden, die Libra in den Weg gelegt wurden. Deswegen haben vor allem solche Launch-Partner das Projekt verlassen, die sich auf digitale Geldgeschäfte spezialisiert haben.

Nun gibt es jedoch wieder einmal positive Nachrichten für das Projekt: Die E-Commerce-Plattform Shopify ist der Libra-Association beigetreten, berichtet Jakob Steinschaden auf trendingtopics.at. Ein Grund hierfür ist, dass die globale Finanzinfrastruktur nicht auf digitale Geldgeschäfte ausgelegt ist. Das möchte Shopify gemeinsam mit Libra ändern. Langfristig könnte die neue Währung somit in den über eine Million Onlineshops genutzt werden, die mit Shopify entstanden sind.

Shopify erhofft sich Vorteile aus der Kooperation mit der Libra-Association

Shopify verspricht sich von der Kooperation mit Libra zahlreiche Vorteile sowohl für die Händler als auch für sich selbst. So würde das neue Zahlungsnetzwerk den Händlern beispielsweise den Zugang zu Geld massiv erleichtern, was deren globale Aktivitäten unterstützen würde. Gleichzeitig wären die Nutzer der Shops durch die neue Währung weltweit besser vor Betrug geschützt und könnten verlässlicher und sicherer im Onlinehandel einkaufen.

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Für Shopify selbst könnten sich aus der Zusammenarbeit ebenfalls Vorteile ergeben. So erhofft sich das Unternehmen, sich zahlreiche Gebühren ersparen zu können, die beim Einsatz von Kreditkarten anfallen. Shopify selbst möchte für einen Knoten des Netzwerks verantwortlich sein und die hierbei anfallenden Transaktionen selbst berechnen. Deswegen ist das Unternehmen an einer engen Zusammenarbeit bei der Umsetzung der Finanzinfrastruktur interessiert.

Libras Marktreife ist noch ungewiss

Aktuell ist allerdings noch ungewiss, ob das Libra-Projekt überhaupt realisiert werden kann. Eigentlich sollte Libra in diesem Jahr an den Start gehen, doch dieser Beginn verzögert sich voraussichtlich noch. Das liegt vor allem daran, dass viele Staaten Bedenken haben, dass Facebook durch die neue Währung in Konkurrenz zu staatlichen Währungen tritt. Entsprechend haben sich die Regulierungsbehörden und Notenbanken gegen das Projekt gestellt und ihm viele Hindernisse in den Weg gelegt. Aktuell ist noch nicht klar, ob die von Facebook angestrebten Ziele rechtskonform sind. Deswegen hat das Unternehmen angekündigt, den Launch der neuen Währung zunächst zu verschieben bis „regulatorische Klarheit“ erreicht sein wird.

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