Mitarbeiter mit Schaltkreisen – immer mehr Unternehmen setzen KI ein

Die Zahl der Unternehmen, die KI (künstliche Intelligenz) für ihre Geschäftsprozesse einsetzen, steigt kontinuierlich. Vor allem im Bereich der intelligenten Automatisierung und der smarten Roboter ist viel Bewegung in den Betrieben. Bis zum Jahr 2030 wird die wirtschaftliche Bedeutung der KI laut einer aktuellen Studie noch deutlich zunehmen. Allerdings sind mit neuen Technologien immer Risiken verbunden. Diese zeigen sich aktuell an der Entwicklung und am Einsatz von Gesichtserkennung.

Die Bedeutung von KI für die Wirtschaft

Je größer die Unternehmen, desto häufiger kommt KI zum Einsatz. Während kleine Unternehmen mit weniger als 500 Angestellten gerade einmal zu 29% mit KI arbeiten, sind es bei den großen Betrieben mit mehr als 5.000 Angestellten ganze 52%. Die mittleren Betriebe erreichen demgegenüber einen Wert von 39%. Die Tendenz ist jedoch klar steigend. Die Betriebe haben die Bedeutung einer digitalen Transformation für die Erhaltung ihrer Wettbewerbsfähigkeit erkannt. Eine solche Transformation lässt sich mit KI besonders effizient und zielgerichtet durchführen.

Entsprechend steigt der Einfluss der KI auf die Wirtschaftskraft. Die aktuelle Studie „Künstliche Intelligenz in Unternehmen“ der Unternehmensberatung PwC (kostenloser Download am Ende des Artikels) hat ermittelt, dass KI im Jahr 2030 mit 15,1 Billionen US-Dollar zur weltweiten Wirtschaft beitragen wird. Wer ein Stück von diesem Kuchen abhaben möchte, muss bereits heute in digitale Technologien investieren und prüfen, in welchen Unternehmensbereichen KI einen Beitrag zu mehr Produktivität und Effizienz leisten kann.

In diesen Bereichen spielt KI schon heute eine Rolle

Die aktuelle Studie zeigt deutlich, dass KI schon heute in einer beachtlichen Zahl von Betrieben anzutreffen ist und dort zentrale Aufgaben übernimmt. Unter anderem wird sie zur Erkennung visuellen Inputs und zur Spracherkennung eingesetzt. Inhalte müssen also nicht mehr zwingend von menschlichen Mitarbeitern ausgewertet werden, sondern solche Aufgaben übernehmen Algorithmen. Außerdem kommt KI zum Einsatz, wenn es darum geht, vorhandene Daten zu ordnen und mittels Big Data Erkenntnisse zu gewinnen und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Nicht zuletzt leistet KI in den Betrieben einen wichtigen Beitrag durch kognitive Wahrnehmung. Schon heute profitieren die Unternehmen also von den Möglichkeiten, die ihnen KI bietet. Diese Entwicklung dürfte mit dem Voranschreiten der Technik und den daraus resultierenden neuen Möglichkeiten auch in Zukunft kontinuierlich weitergehen.

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Die Vorteile der intelligenten Automatisierung

KI hat für die Unternehmen vor allem im Bereich der intelligenten Automatisierung große Bedeutung. In diesem Zusammenhang nutzt sie vorhandene Datensätze und die sich daraus ergebenden Wahrscheinlichkeiten für Zukunftsprognosen. Beispielsweise ist KI in der Lage, aus Feedback von Mitarbeitern zu ihrem Arbeitsumfeld Wahrscheinlichkeiten abzuleiten, welche Maßnahmen zu mehr Zufriedenheit bei der Belegschaft und einer daraus resultierenden höheren Produktivität führen würden. Die Unternehmen können dann proaktiv solche Maßnahmen ergreifen und ihre Wirtschaftlichkeit festigen.

Ein Vorteil der intelligenten Automatisierung besteht darin, dass KI ganz eigenständig lernt. Sie nutzt die vorhandenen Daten und die ihr zur Verfügung stehenden Informationen, um immer besser zu verstehen, was von ihr erwartet wird. Entsprechend werden die Ergebnisse, die KI bei diversen Fragestellungen liefert, mit der Zeit immer besser und funktionaler. Auf diese Weise führen die neuen Technologien zur einer Umwandlung der Arbeitsprozesse und halten einen Betrieb durch disruptive Technologien jung, modern und wirtschaftlich.

Ein weiterer Vorteil von KI für die Unternehmen ist, dass sie niemals müde wird oder schläft. Somit können bestimmte Services rund um die Uhr angeboten werden. Das zahlt sich beispielsweise im Bereich HR aus. Es müssen keine Ressourcen mehr für die Beantwortung von Fragen aufgewendet werden, da sich die KI hierum kümmert. Außerdem bekommen die Fragesteller innerhalb kürzester Zeit eine Antwort, was für Zufriedenheit und eine positive Grundeinstellung dem Unternehmen gegenüber sorgt. Informationen können in Echtzeit bereitgestellt und genutzt werden. Damit das funktionieren kann, müssen ganz unterschiedliche Technologien wie Chatbots, dynamische Webformulare, Gesichtserkennung, mobile Apps, RPA, Spracherkennung und vieles mehr zur Verfügung stehen.

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Smarte Roboter erleichtern den Arbeitsalltag

Ein weiterer Bereich, in dem KI heutige Unternehmen voranbringt, sind smarte Roboter. Diese können neben wiederkehrenden Prozesse auch Verwaltungsarbeiten übernehmen. So sind smarte Roboter in der Lage, Dokumente hinsichtlich bestimmter Informationen zu durchsuchen und angemessen auf natürliche Sprache zu reagieren. Smarte Roboter zeichnet hierbei aus, dass sie extrem schnell arbeiten und neue Fähigkeiten innerhalb kürzester Zeit erlernen. Schon wenige Beispieldokumente reichen ihnen aus, um anschließend aus vorgegebenen Unterlagen genau die Informationen herausfiltern zu können, die benötigt werden.

Zudem ist das eigenständige Lernen der Roboter ein großer Vorteil. Wenn einmal nicht das gewünschte Ergebnis erzielt wird, geben Menschen der Maschine ein konkretes Feedback. Aufbauend auf diesen Informationen lernt die KI dann, welche Daten tatsächlich von ihr erwartet werden und liefert in Zukunft bessere Ergebnisse. Dieses Vorgehen kann in der Praxis ganz einfach nebenher umgesetzt werden, sodass die gesamte Belegschaft an der Verbesserung der KI mitwirkt. Es ist für diese Aufgabe somit nicht nötig, auf ausgewiesene KI-Experten zurückzugreifen.

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Mitarbeiter gewinnen durch die KI somit Freiräume in ihrer täglichen Arbeit. Sie können sich auf strategische Aufgaben konzentrieren und müssen sich nicht mit der Verwaltung herumärgern. Durch diese Fokussierung auf ihre Kernkompetenzen bringen sie das Unternehmen deutlich schneller und besser voran. Zudem bringt KI den Vorteil, dass sie auch dann noch arbeitet, lernt und Informationen bereitstellt, wenn die menschlichen Kollegen bereits im Feierabend sind und sich ausruhen müssen.

Die Gesichtserkennung birgt noch viele Risiken

Grundsätzlich bietet die Gesichtserkennung den Unternehmen viele Möglichkeiten, individualisierte Services bereitzustellen. Allerdings ist diese Technologie noch nicht so ausgereift, dass sie flächendeckend eingesetzt werden könnte. Unter Laborbedingungen mit gleichbleibender Beleuchtung liefert KI zwar bereits sehr gute Ergebnisse, in der Praxis kommt es jedoch noch häufig zu Fehlern. Das liegt unter anderem daran, dass sich KI hier mit Faktoren wie sich verändernden Winkeln und Lichtverhältnissen konfrontiert sieht und keine repräsentativen Datensätze zur Verfügung hat, berichtet Nicolas Hess auf it-daily.net. Somit kann es dazu kommen, dass bestimmte Minderheiten von der KI ungerecht behandelt wurden.

Diese noch vorhandenen Schwierigkeiten halten Unternehmen – speziell in den USA – aber nicht davon ab, die Gesichtserkennung einzusetzen. Das ist problematisch und führt zu einer sehr skeptischen Haltung der Bevölkerung dieser Technologie gegenüber. Eine wichtige Aufgabe besteht darin, weltweit allgemeingültige Standards für den Einsatz der Gesichtserkennung festzulegen. Hierdurch ließen sich eine ungerechte Behandlung von Minderheiten und andere Probleme vermeiden. Für einen solchen Schritt gibt es derzeit aber noch keine Anzeichen. Deswegen muss die Qualität der von der KI erbrachten Leistungen möglichst schnell deutlich verbessert werden, damit sie brauchbare und möglichst objektive Ergebnisse liefert.

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Patrick Tarkowski
Patrick Tarkowski
Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Online Marketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.
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