IKEA Smart Home – Konkurrenz für Google, Apple und Amazon

IKEA Smart Home – Konkurrenz für Google, Apple und Amazon
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Der Trend hin zu smarten Geräten ist bei IKEA bereits seit 2015 zu erkennen. Jetzt kündigte das Unternehmen ganz offiziell an, stärker in den Smart Home Bereich zu investieren. Zu diesem Zweck hat der Konzern eine neue Geschäftseinheit entwickelt und will diese mit Nachdruck vorantreiben. Hierdurch kann sich das schwedische Möbelhaus zu einer ernsthaften Konkurrenz für die anderen großen Player der Branche entwickeln.

IKEAs Reise geht seit Längerem in Richtung Smart Home

Bereits seit 2015 ist laut mobilegeeks.de klar erkennbar, dass sich das schwedische Möbelhaus für Smart Home Technologien interessiert. So hat das Unternehmen beispielsweise Tische und Lampen ins Sortiment aufgenommen, die QI-kompatibe Handys drahtlos mit Strom versorgen können. Als diese Produkte bei den Kundinnen und Kunden gut ankamen, stürzte sich IKEA auf das Thema „Intelligente Beleuchtung“. In diesem Jahr erfolgte dann ein Zusammenschluss mit Sonos mit dem Ziel, Lampen und Lautsprecher zu kombinieren. Das nächste große Projekt besteht in der Entwicklung intelligenter Jalousien. Hieran zeigt sich deutlich, dass der Trend hin zu intelligenten Geräten für den privaten Wohnbereich und das Büro geht.

IKEA macht den Großen Konkurrenz

Die neuen Geschäftsideen von IKEA zeigen, dass das Unternehmen den Smart Home Markt nicht den großen Playern wie Amazon, Apple oder Google überlassen möchte. Und da der Konzern über eine gewisse Marktmacht verfügt, könnte sich IKEA zu einem global Player in Sachen Smart Home Technologien entwickeln und zu einer ernsten Konkurrenz für die etablierten Unternehmen werden. Immerhin verzeichnet IKEA rund 780 Millionen Käuferinnen und Käufer pro Jahr, die eine zunehmende Affinität zu Smart Home Technologien zeigen. Und IKEA kennt sich mit der Etablierung neuer Marken und Produkte bereits aus. Denn schon die Einführung von „Children’s IKEA“ hat dem Konzern erhebliche Umsatzsteigerungen beschert.

Sehr angenehm ist, dass IKEA einen plattformunabhängigen Ansatz verfolgt. Das bedeutet, dass die verwendeten Technologien sowohl mit dem Google Assistant als auch mit SIRI und ALEXA kompatibel sind. Gerade das könnte ein entscheidender Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Anbietern sein, deren Technologien lediglich auf die eigenen Produkte zugeschnitten sind. Ob die bei IKEA angebotenen Produkte den Nutzerinnen und Nutzern konkrete Vorteile bringen und ob sie – wie für IKEA üblich – eher billige Varianten für jeden als hochwertige Luxusartikel darstellen, muss sich jedoch erst noch zeigen.

Die Prognosen für Smart Home Technologien sind rosig

Smart Home Technologien erleben aktuell einen Höhenflug. Es wird prognostiziert, dass allein im Jahr 2019 insgesamt 830 Millionen Smart Home Geräte verkauft werden. Bis ins Jahr 2023 sollen sich die Verkaufszahlen dann auf rund 1,6 Milliarden Geräte erhöhen. Somit ist es für Unternehmen jetzt die richtige Zeit, in diesen Bereich zu investieren und erste Smart Home Projekte zu realisieren. Je früher die Unternehmen investieren und neue Geschäftsfelder erschließen, desto mehr profitieren sie von dieser Entwicklung. Denn aktuell besteht am Markt noch ein großer Bedarf an Smart Home Geräten, der in 10 Jahren schon weitestgehend gedeckt sein dürfte. Ob sich aber IKEAs breit aufgestellter Ansatz durchsetzen wird oder ob die großen Konzerne den Smart Home Kuchen unter sich aufteilen werden, ist aktuell noch nicht abzusehen.

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