Modern family – der Einfluss der Digitalisierung auf das Familienleben

Immer stärker wird das Familienleben in Deutschland durch digitale Medien geprägt. Das verändert die Kommunikationsformen ebenso wie die Freizeitgestaltung und die Erziehungsformen. Zudem helfen Smartphones und Tablets bei der Organisation des Familienalltags und der Terminabstimmung. Wie genau sich die Digitalisierung in modernen Familien auswirkt und wie sich das Zusammenleben hierdurch verändert, erklärt dieser Artikel.

Erziehungsratgeber Internet – immer mehr Eltern informieren sich online

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Ursprünglich hatten Sippe und Familie für die Menschheit immer etwas mit verbesserten Überlebenschancen zu tun. Verwandte schlossen sich zu großen Gruppen zusammen, um gemeinsam Nahrung zu jagen und zu sammeln und sich um den Nachwuchs zu kümmern. Die Individualisierung und die Tatsache, dass die meisten Menschen eher für sich wohnen und kleine Familien bilden, sind Entwicklungen der letzten 500 Jahre. Entsprechend bezogen die Menschen ihr Wissen früher von den Erfahrungen der Alten. Diese beantworteten Fragen rund um die Erziehung, die Haushaltsführung und Partnerschaften und gaben ihr eigenes Wissen weiter.

Heute sind die Großeltern als Ratgeber weitestgehend vom Internet abgelöst worden. Das hat viele Gründe. Zum einen ist das Internet umfassender. Es bildet nicht nur den Erfahrungs- und Wissensschatz einer oder zweier Personen, sondern den der gesamten Menschheit ab. Zudem steht das Internet immer und jederzeit zur Verfügung. Wenn das Kind nachts schreit und nicht schlafen kann, müssen nicht die Großeltern aus dem Bett geklingelt werden, sondern es gibt Tipps und Hilfestellungen in der Onlinewelt. Nicht zuletzt ist das Internet professioneller. Hier stellen Ärzte, Ernährungsberater, Beziehungsexperten und viele mehr ihr fundiertes Fachwissen zur Verfügung. Die hier verfügbaren Details und Fachinformationen gehen weit über das Laienwissen der Familie hinaus.

Somit ist es kein Wunder, dass nicht mehr das Internet die Ratschläge der Familienältesten ergänzt, sondern umgekehrt. Viele Eltern nutzen die digitalen Angebote, um sich zu informieren und als Entscheidungsgrundlage bei Erziehungsfragen. Elternbriefe und Tipps von den Großeltern runden dieses Angebot ab, sie haben aber längst nicht mehr die Bedeutung früherer Zeiten. Besonders beliebt bei Eltern sind laut der Online-Befragung „Kartenmacherei Studie 2018“, Foren (40,4%), Facebook (29,9%) und Gruppen (29,5%) (Mehrfachnennung möglich) als Informationsquellen.

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Digitale Familie – eine Grafik von kartenmacherei.de

Digitale Familienplanung – Organizer kommen nahezu flächendeckend zum Einsatz

Je größer die Familie, desto schwieriger ist es, alle Familienmitglieder bei Plänen und Terminen unter einen Hut zu bekommen. So nutzen laut der „FIM-Studie 2016“er „FIM-Studie 2016“ 74% der Eltern ein Smartphone zur Koordination des Familienalltags und der Pläne der Familienmitglieder. Auf diese Weise lassen sich Familienfeiern, Ausflüge und Schulveranstaltungen leicht organisieren. Zudem werden besondere Ereignisse über das Internet verbreitet und mitgeteilt. Die Kartenmacherei Studie 2018“ stellte fest, dass die Geburt eines Kindes von 2/3 aller befragten Mütter per Whatsapp bekanntgemacht werden.

Weitere Infos zum Einfluss der Digitalisierung auf das Familienleben gibt es auf kartenmacherei.de

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Die Eltern übernehmen in Sachen Digitalisierung klar eine Vorbildfunktion. Laut der „JIM-Studie 2018“ nutzen sie PCs (98%), Smartphones (99%) und Tablets (67%) in ihrem Alltag und damit sind solche technischen Geräte auch für ihre Kinder ganz natürliche Hilfsmittel für den Alltag. Weitere Bereiche, in denen die Digitalisierung in das moderne Familienleben eingreifen, sind Streaming-Plattformen für Filme und Musik-Streaming-Dienste, die von nahezu allen Altersgruppen gerne genutzt werden.

Fast alle Teenager nutzen ein Smartphone

Die voranschreitende digitale Transformation zeigt sich vor allem an den Digital Natives und Millennials. Diese können sich ein Leben ohne digitale Medien kaum noch vorstellen. So haben beispielsweise 97% der 12-19-Jährigen ein eigenes Smartphone und 71% einen eigenen Laptop oder Computer (Quelle: „JIM-Studie 2018“). Da die digitale Welt somit immer und überall zur Verfügung steht, befinden sich Jugendliche dort auch sehr lange. In den letzten 10 Jahren ist die durchschnittliche tägliche Zeit, die Jugendliche im Internet verbringen, von 1,5 Stunden auf 3 Stunden angestiegen.

Digitale Familie – eine Grafik von kartenmacherei.de

Die Nutzung von Smartphones entzieht sich ein Stück weit der elterlichen Kontrolle. Schließlich sind sie nicht immer und überall mit dabei, wenn ihr Kind online geht. Umso wichtiger ist es, die Nutzung dort zu regulieren, wo es möglich ist. So können zum Beispiel für Zuhause Regeln aufgestellt werden, die die Nutzung digitaler Geräte einschränken. Beispielsweise kann eine feste Familienzeit eingeplant werden, die für Spiele, Ausflüge oder sonstige Aktivitäten reserviert ist und in der die digitalen Medien und mobilen Endgeräte ausgeschaltet bleiben.

Digitales Lernen – so nutzen Jugendliche digitale Medien für die Schule

In den Schulen schaut die Digitalisierung auch immer häufiger vorbei. Zwar ist der Digitalpakt Schule noch nicht so weit, wie viele sich das wünschen, aber digitale Medien werden auch hier genutzt. So kommt bei Präsentationen nahezu überall PowerPoint zum Einsatz und das Internet ist die Recherchequelle Nummer Eins bei Schülerinnen und Schülern. Zudem erlauben 59% der Eltern ihren Kindern, digitale Lernangebote über das Smartphone oder Tablet zu nutzen, berichtet Hannah Kleiber auf www.lead-digital.de. Die Art, Informationen zu sammeln und sich anzueignen ändert sich somit spürbar.

Die Schulen machen diese Entwicklung mit. So werden immer häufiger Smart Boards und Tablets für den Einsatz im Unterricht angeschafft. Zudem stehen verstärkt Einheiten in den Lehrplänen, bei denen es um die Vermittlung digitaler Kompetenz geht. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, digitale Medien zielführend und verantwortungsvoll einzusetzen. Hierbei geht es immer auch darum, sie vor möglichen Gefahren der Digitalisierung wie Internetsucht oder Mobbing zu schützen.

Das familiäre Miteinander gelingt nur durch Regeln im Umgang mit der Digitalisierung

Die Digitalisierung kann eine Bereicherung für das Familienleben sein. Das funktioniert aber nur mit klaren Regeln und festgelegten Verhaltensweisen. Das betrifft zum Beispiel die tägliche Nutzungszeit, das Streamen von Filmen und Musik sowie die Kommunikation mit anderen. Bei den 3-5-Jährigen (70%) sowie den 6-11-Jährigen (74%) kontrollieren die Eltern, wie lange ihre Kinder Filme und Serien schauen. Bei den 12-19-Jährigen sind es noch 39%. In Bezug auf Smartphone und Laptop gibt es für die Kleineren weniger feste Regeln, dafür gucken Eltern bei den 12-19-Jährigen (48%) genauer hin.

Digitale Familie – eine Grafik von kartenmacherei.de

Solche Regeln sind wichtig, damit Kinder und Jugendliche einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem Internet und der digitalen Welt lernen. Sie müssen begreifen, dass digitale Inhalte nur ein Teil der Wirklichkeit sind und dass es noch sehr viel mehr zu entdecken und zu erleben gibt. Mit den richtigen Regeln lernen Kinder jedoch, den Wert und den Nutzen digitaler Angebote schätzen und können diese gezielt für ihr Leben verwenden.

Ist die Digitalisierung für das Familienleben Fluch oder Segen?

Bei dieser Frage spalten sich die Gemüter. 51% der Eltern sind laut der FIM-Studie 2016 der Meinung, dass sich die Vor- und Nachteile in etwa die Waage halten. Sie wollen auf die positiven Seiten der Digitalisierung nicht verzichten, sehen aber, dass ein sinnvoller Umgang mit digitalen Medien mit Arbeit und klaren Regeln verbunden ist. 26% sind der Meinung, dass die positiven Eigenschaften der Digitalisierung die Risiken und Gefahren übersteigt und 14% sind der Meinung, dass die Digitalisierung mehr Nachteile als Vorteile mit sich bringt.

Weitere Infos zum Einfluss der Digitalisierung auf das Familienleben gibt es auf kartenmacherei.de

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