Ein Blick in das KI-Zentrum von Google in Ghana

Ghana wird zu einem der wichtigsten Standorte in dem Unternehmen. Google betreibt seit kurzer Zeit in der Hauptstadt Accra ein Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (KI). Eröffnet wurde  es bereits im April 2019. Damit wäre es das erste große KI-Projekt auf dem amerikanischen Kontinent des Internetriesen, der auch in anderen Staaten (Frankreich, USA, Japan) solche Zentren betreibt.

Afrika gilt aber als besonders wichtig, da das Land nicht nur bei den Internetverbindungen unterentwickelt ist. Gerade dieser Punkt würde zu einer besonderen Kreativität, Leidenschaft und Einsatzbereitschaft bei der Bevölkerung führen. Ingenieure und führende Forscher aus dem Bereich Maschine Learning arbeiten dort. Für Google stehe es dabei im Vordergrund, lokale Fachkräfte für die Forschung zu gewinnen. Stellenangebote für diesen Bereich hat Google ausgeschrieben.

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Darauf kommt es Google an:

  • PhD in Informatik, verwandtes technisches Gebiet oder gleichwertige praktische Erfahrung.
  • Erfahrung in natürlichem Sprachverständnis, Computer Vision, Machine Learning, Algorithmic Foundations of Optimization, Data Mining oder Machine Intelligence (Artificial Intelligence).
  • Erfahrung, die zu Forschungsgemeinschaften und/oder -bemühungen beiträgt, einschließlich der Veröffentlichung von Beiträgen auf Konferenzen.
  • Programmiererfahrung in einem oder mehreren der folgenden Bereiche: C, C++, Python.

Afrika bisher als Technologiestandort unterschätzt

Europa und Asien und Nordamerika gehören zu den führenden im Bereich der neuen Technologien. Aber die Länder dort haben ein Problem. Die Bewohner sind müde, nicht mehr so motiviert, wie einst. Alles ist im Überfluss vorhanden, was zu einem Hang an Bequemlichkeit führt.

Afrika hingegen ist seit Ewigkeiten ein Entwicklungsland. Wer dort lebt und arbeitet, muss erfinderisch, kreativ sein. Und genau das suchten die Leute von Google. In kaum einem anderen Land gibt es so starke Gegensätzlichkeit. Da ist zum Beispiel der ältere Mann, der gerade einem lebenden Huhn mit bloßer Hand den Hals umdreht hat, während darüber eine der modernsten Drohnen, die das Ganze in 4K festhält, schwebt. Highend-Technologien treffen auf die Eintönigkeit einer ländlichen Umgebung, die sich seit Jahrzehnten nicht weiterentwickelt hat.

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KI-Technologie spielt in Afrika seit einigen Jahren eine wichtige Rolle. So soll diese zum Beispiel die großen Plantagenbesitzer unterstützen, um so eine optimale Bewirtschaftung der großen Plantagen zu ermöglichen. So sollen spezielle Apps auch dafür sorgen, dass eine Diagnose von Pflanzenkrankheiten frühzeitig erfolgen kann. Das Militär ist besonders an dieser Technologie interessiert. Schon lange versucht es autonome Kriegsroboter zu entwickeln. Google könnte dabei helfen, auch wenn eine Zusammenarbeit vor kurzem eingestellt wurde.

Google Maschine Learning in Ghana
Das amerikanische multinationale Technologieunternehmen Google hat sein Forschungszentrum für künstliche intelligenz (KI) in Accra, Ghana, offiziell eröffnet. Es wird erwartet, dass das Zentrum Forscher und Ingenieure für maschinelles Lernen in Accra versammelt, um die lokale Entwicklung zu erleichtern.

Google baut Marktvorsprung aus

Mit dem neuen Google-AI-Zentrum in Afrika möchte der Konzern seine Internationale Marktstellung als Kl-First-Unternehmen ausbauen. Der Konzern gibt dabei an, dass die meiste Arbeit als Open-Source-Code veröffentlicht werden soll, damit jeder Zugriff darauf habe.

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Das Zentrum in Ghana arbeitet Hand-in-Hand mit den Forschern an afrikanischen Universitäten. So werden auch Stipendien vergeben. Afrikaner sollen damit unterstützt werden, für die Probleme ihres Landes Lösungen an vorderster Front zu finden und umzusetzen.

Darüber hinaus greife die Forschung auch auf den Google Translater ein, dessen Fähigkeiten, afrikanische Sprachen zu verstehen, verbessert werden soll. Immerhin bestehen auf diesem Kontinent über 2.000 unterschiedliche Dialekte.

Probleme noch allgegenwärtig

Bislang sind unsere Alltagsgeräte noch nicht wirklich intelligent, auch wenn uns das so verkauft wird. Die Probleme sind groß. Denken wir nur an 2015, als Schwarze als Gorillas gekennzeichnet wurden (Google Foto), das zu massiver Kritik führte.

Auch die Forschung zu KI zeige, dass nicht alle Endbenutzer gleichmäßig einbezogen werden würden. Vielleicht erklärt das auch, warum für den Konzern der Ghana-Standort von so großer Bedeutung ist. Gleichzeitig sehen Kritiker noch einen anderen Punkt. KI arbeitet auf der Grundlage persönlicher Daten, die häufig mit dem Datenschutzgesetz kollidieren. In Afrika ist der Datenschutz aber bislang ein Fremdwort.

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