Branchenspezifische Unterschiede bei der Digitalisierung

Branchenspezifische Unterschiede bei der Digitalisierung
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Übersicht:

Wie gut die digitale Transformation in Deutschland vorankommt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Zu groß sind die Unterschiede in den einzelnen Branchen bei der Entwicklung und Umsetzung einer Digitalstrategie. Aber auch regionale, finanzielle und geschlechtsspezifische Aspekte spielen bei der Digitalisierung eine wichtige Rolle. Eine aktuelle Umfrage zeigt, welche Betriebe bei ihrer digitalen Transformation schon weit vorangeschritten sind und welche noch einen weiten Weg zu gehen haben.

Hintergründe zur Umfrage

Gerade in der aktuellen Krise zeigt sich, wie kostbar digitale Technologien und eine digitale Infrastruktur für den Mittelstand sind. In zahlreichen Betrieben kann der Arbeitsalltag nur deswegen aufrechterhalten werden, weil es Tools wie die Videotelefonie, das Home-Office und die Cloud gibt. So wird eine gewisse Flexibilität und Konnektivität erreicht, die ohne digitale Medien kaum aufrechtzuerhalten wäre.

Anhand der Betriebe des Mittelstands zeigt sich aber auch, dass die Digitalisierung bisher in unterschiedlichem Tempo abgelaufen ist. Das Fintech Billomat aus Nürnberg wollte herausfinden, wie groß die Unterschiede bei der Digitalisierung der einzelnen Betriebe sind. Entsprechend wurden laut it-zoom.de 850 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ihren Erfahrungen mit der Digitalisierung befragt. Hierbei zeigte sich, dass einige Branchen Vorreiter in Sachen Digitalisierung sind, während andere noch deutlich hinterherhinken.

Die digitale Transformation ist in unterschiedlichen Branchen verschieden schnell

Die Umfrage belegt, dass es deutliche Branchenunterschiede bei der digitalen Transformation gibt. Spitzenreiter im Ranking ist der Bereich EDV/IT. Hier sind 91,8 % der befragten Unternehmen grundsätzlich bereit, digitale Technologien zu nutzen und Ihre Unternehmensprozesse anzupassen. Im E-Commerce liegt die Digitalisierungsbereitschaft immerhin noch bei 90,9 %. Gerade jetzt zahlt sich das aus, da solche Betriebe einen Handlungsspielraum besitzen, den andere Unternehmen in der Krise stark vermissen.

Im Handwerk sehen die Zahlen hingegen deutlich schlechter aus. Hier sind gerade einmal 65 % der Unternehmen bereit, digitalen Technologien eine Chance zu geben. 35 % stehen solcher Neuerung sehr skeptisch gegenüber. Außerdem zeigt die Umfrage klare regionale Unterschiede auf. Während westdeutsche Unternehmen grundsätzlich positiv auf die Digitalisierung zu sprechen sind, herrscht in ostdeutschen Betrieben noch eine recht große Skepsis vor. In Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz sind rund 90 % der Betriebe der Digitalisierung gegenüber aufgeschlossen. In Berlin sind es immerhin noch 83 % und in Bayern 80 %. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist die Digitalisierung hingegen noch nicht sonderlich stark verbreitet. Hier sind lediglich 57 % der Betriebe für digitale Maßnahmen offen.

Weitere Faktoren, die Einfluss auf die Geschwindigkeit der digitalen Transformation nehmen

Ein zusätzlicher Faktor, der in der Umfrage untersucht wurde, sind geschlechtsspezifische Merkmale. So zeigt sich beispielsweise, dass 84 % der befragten Männer glauben, dass ihr Unternehmen für die Digitalisierung offen ist, wohingegen es bei den Frauen lediglich 63 % sind. Männer sind mit 78 % zudem davon überzeugt, dass jeder einzelne Mitarbeiter sehr viel Einfluss auf den Erfolg der Digitalisierung hat, während es bei den Frauen gerade einmal 50 % sind. Es wäre wünschenswert, dass sich Frauen noch stärker auf die Möglichkeiten von New Work einlassen würden, um diesen Bereich aktiv mitgestalten zu können und von ihm nicht überlaufen zu werden.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage ist, dass die Digitalisierung eines Unternehmens weder vom Geld noch von der Größe abhängt. Unabhängig davon, wie hoch die Umsätze eines Unternehmens sind oder wie groß der jeweilige Betrieb ist, schätzen 70 bis 80 % der Umfrageteilnehmer die digitale Transformation als wichtig ein.

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