Digitales Oktoberfest – von Hendl-Erkennung und Bierzeltreservierungen

Das Oktoberfest wird digital. Immer mehr Technik unterstützt die Arbeit von Servicekräften auf dem bayerischen Traditionsfest. Aber auch für die Besucher gibt es zahlreiche Apps, die den Wiesnbesuch angenehmer machen. Bis vor kurzem wurden solche technischen Neuheiten von vielen Mitwirkenden auf dem Oktoberfest noch belächelt und abgetan. Heute setzen sie schon sehr viele ein. Erfahren Sie hier, wie die digitale Transformation das Oktoberfest verändert.

Die Hendlerkennung – Servicekräfte sollen es leichter haben

Eine der großen technischen Neuheiten auf dem Oktoberfest ist die sogenannte Hendl-Erkennung. Diese ist der Gesichtserkennung entlehnt, die aktuell an Bahnhöfen und im öffentlichen Raum zum Einsatz kommt und getestet wird. Die Hendlerkennung ist in der Lage, verschiedene Speisen anhand ihres Aussehens und ihrer Darreichungsform zu unterscheiden. So soll vollautomatisch festgestellt werden, welche und wie viele Speisen beim Oktoberfest an die Besucher verteilt werden.

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Aktuell wird die Hendl-Erkennung im kleinen Ammerzelt getestet. Die als „Dish Tracker“ entwickelte Technik steht hierbei kurz vor der Marktreife und erzielt beachtliche Erfolge. Langfristig soll die Hendl-Erkennung mit dem Kassensystem verbunden werden, sodass die Servicekräfte selbst keinerlei Eingaben mehr machen müssten. Das würde die gesamte Situation am Oktoberfest entspannen, den aktuell massiven Stress reduzieren und die Abrechnungen vereinfachen.

Bereits seit dem letzten Jahr ist eine Kamera im Einsatz, die alle ausgehenden Speisen scannt. Wurde sie im letzten Jahr noch von einer IT-Fachkraft überwacht, arbeitet sie heute komplett automatisch. Zudem wurde die Technik so entwickelt, dass sie sehr schnell und genau arbeitet. Im Oktoberfestalltag ist sehr viel Hektik angesagt. Daher sind Präzision und Schnelligkeit gefragt. Die Kamera ist in der Lage, Gerichte innerhalb von Sekunden zu scannen und zu erkennen. Hierbei ist es ihr möglich, erfolgreich zwischen Hendln und Enten zu unterscheiden.

Früher bereitete die Anzahl an Portionen beim Kartoffelsalat noch einige Probleme. Heute wird jede Portion mit einem eigenen Stück Radieschen garniert und schon kommt die Technik damit klar. Insgesamt erkennt und unterscheidet die Kamera 20 verschiedene Gerichte und kann auch die Menge eindeutig definieren. So macht es zum Beispiel nichts, ob drei, vier oder fünf Brezen übereinander liegen – die Kamera erkennt sie alle.

Tischreservierungen – auf der Wiesn nicht auf den Wiesen sitzen müssen

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Eine weitere technische Neuheit auf dem Oktoberfest wird von der Fischer-Vroni angeboten. Hier haben Besucher des Festes die Möglichkeit, mit einem Vorlauf von 24 Stunden eine Tischreservierung im Bierzelt vorzunehmen. In dem System werden sowohl die aktuell noch freien Tische als auch die wieder frei gewordenen Tische angeboten. Die Vorteile dieses Vorgehens werden mittlerweile auch von anderen Anbietern auf dem Oktoberfest genutzt. So steht beispielsweise auch für die Ochsenbraterei eine Onlinereservierung zur Verfügung.

In Zukunft besteht die Möglichkeit, die Reservierungen zu individualisieren. Das würde zum Beispiel bedeuten, dass sich Kartenspieler gezielt einen Tisch mit anderen Kartenspielern reservieren könnten. Auch sportlich sind Unterscheidungen möglich. So könnten zum Beispiel Fußballfans sicherstellen, dass sie nur mit Gleichgesinnten an einem Tisch sitzen. Dann wären die Bayernfans und die Sechzigerfans untereinander und könnten fachsimpeln. Allerdings müssten hierfür datenschutzrechtliche Richtlinien streng eingehalten werden. Der große Vorteil dieses Angebote ist die Kurzfristigkeit. Deswegen nutzen es vor allem die Münchener selbst.

Weitere Apps und Neuheiten auf dem Oktoberfest

Mittlerweile gibt es eine beachtliche Anzahl an Apps für das Oktoberfest. Bereits seit Längerem bekannt und beliebt ist die offizielle Oktoberfest-App. Mit ihr erhalten Nutzer einen ausführlichen Geländeplan, mit dem sie sich optimal auf dem Fest orientieren können. Zudem ist ein Belegungsplan enthalten. Auf diese Weise sehen Interessierte sofort, in welchen Zelten aktuell noch Plätze frei sind. Dieser Service ist speziell an den Besucherwünschen orientiert. Denn bei einer Umfrage gaben sowohl einheimische als auch angereiste Oktoberfestbesucher an, dass ihnen eine solche Übersicht über freie Plätze wichtig wäre.

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Neben den Sitzplätzen ist für viele Gäste des Oktoberfestes das Programm interessant. Hierfür gibt es die App „Oide Wiesn“ der Zeitschrift Zwiefach. Sie informiert darüber, welche Musik und welche Speisen in den einzelnen Bierzelten zu haben sind. Nicht zuletzt vertrauen immer mehr Nutzerinnen auf die App „Swift Alarm! Gold!“. Hierbei handelt es sich um eine Sicherheitsapp, die Frauen vor lästigen Wiesnbesuchern schützen soll. Die App wird heruntergeladen und anschließend mit ausgewählten Kontakten gefüttert. Wenn ein Notfall eintritt, wird eine SMS an diese Kontakte gesendet und um Hilfe gebeten. Außerdem verfügt die App über eine Sirene mit 120 Dezibel. Dieses Hilfesignal dürfte selbst in sehr lauten Bierzelten noch zu hören sein.

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