Deutliche Verluste für Alibaba wegen Covid-19

Selbst Internet-Riesen wie Alibaba sind vor den Folgen der Corona-Krise nicht gefeit. So musste das Unternehmen aufgrund der Pandemie herbe Gewinneinbrüche hinnehmen. Ein Lichtblick für den Konzern ist das Cloud-Geschäft, das sich stetig entwickelt. Entsprechend fließen hier recht hohe Investitionssummen. Die Aktionäre können sich über massive Gewinne freuen, die vor allem auf den geplanten Börsengang von Ant Financial zurückzuführen sind.

Höhere Umsätze, geringerer Gewinn

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Zwischen Januar und März stiegen die Umsätze des chinesischen Konzerns Alibaba um 22 % auf 114 Milliarden Yuan (ca. 14,7 Milliarden Euro). Allerdings brachen die Gewinne um 88 % ein, was insbesondere auf Bewertungsverluste bei Investments zurückzuführen ist. Das laufende Geschäft ist ebenfalls sehr stark von der Corona-Krise betroffen. So liegt der operative Gewinn bei rund 7,1 Milliarden Yuan (ca. 914 Millionen Euro), was einem Verlust von etwa 19 % entspricht, berichtet cash.ch. Somit profitiert Alibaba von der Krise nicht so stark wie sein unmittelbarer Konkurrent Amazon.

Alibaba investiert in das Cloud-Geschäft

Alibaba ist in das Cloud-Geschäft eingestiegen und versucht hier zu einem Global Player zu werden. Der Konzern möchte zu Konkurrenten wie Microsoft, Google und Amazon aufschließen und Marktanteile für sich gewinnen. Bisher steht diese Sparte jedoch noch am Anfang. So schreibt der Konzern in diesem Bereich noch rote Zahlen und muss erst seinen Platz auf dem Markt finden. Allerdings scheint der eingeschlagene Weg richtig zu sein, denn die Erlöse aus diesem Segment stiegen um 58 % auf 12,2 Milliarden Yuan (ca. 1,57 Milliarden Euro). Die Kunden interessieren sich somit für die Dienstleistungen und nehmen diese gerne an. Bis zur Wirtschaftlichkeit ist es allerdings noch ein weiter Weg.

Die Aktionäre freuen sich über Gewinne

Die Gewinne, die an die Aktionäre ausgeschüttet werden, sind um beachtliche 70 % gestiegen. Das liegt unter anderem daran, dass Alibaba seine sehr erfolgreiche Tochtergesellschaft Ant Financial stärker aus dem Konzern herausgelöst hat. Der Grund hierfür ist, dass ein Börsengang vorbereitet werden sollte, bei dem es darum ging, ihn möglichst einfach und effizient zu halten. Um den hierfür notwendigen Umbau stemmen zu können, bekam Alibaba ein Anteilspaket von 33 %. Hierdurch kam es zu einem Sonderertrag in Milliardenhöhe.

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Auch für die Zukunft stehen potenziell hohe Gewinne ins Haus. So rechnet Alibaba damit, im laufenden Geschäftsjahr Umsätze von 650 Milliarden Yuan (ca. 83,7 Milliarden Euro) zu generieren. Hierdurch will der Konzern seinen Erfolgskurs weiterführen, denn schon im letzten Geschäftsjahr konnte Alibaba ein Umsatzplus von 35 % verbuchen und Umsätze in Höhe von 510 Milliarden Yuan (ca. 65,7 Milliarden Euro) erwirtschaften. Ob dieser Plan aufgeht, hängt allerdings maßgeblich davon ab, wie sich die Corona-Pandemie in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln wird. Denn weitere Einschränkungen könnten dazu führen, dass die Umsatz- und Gewinnerwartungen deutlich nach unten korrigiert werden müssten.

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