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    Amazon Bewertungen: Gefälligkeitsbewertungen verfälschen die Aussagekraft

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    Die Zahl der sogenannten Gefälligkeitsbewertungen bei Amazon nimmt immer weiter zu. Hierunter leider die Objektivität der Reviews massiv. Insbesondere der Bewertungsclub Amazon Vine steht immer wieder in der Kritik. Mittlerweile gibt es Tools, mit denen Gefälligkeitsbewertungen ausgefiltert und die tatsächliche Sternenanzahl eines Produkts ermittelt werden kann.

    Was genau sind Gefälligkeitsbewertungen?

    Gefälligkeitsbeqwertungen bei Amazon sind Bewertungen von Nutzern, die das zu bewertende Produkt vergünstigt oder sogar umsonst bekommen haben. Die Rezensionen dieser Menschen sind tendenziell deutlich positiver als die anderer Amazon Nutzer. Die einzelnen Rezensenten werden von Amazon nicht explizit dazu aufgefordert, eine besonders positive Gefälligkeitsbewertung abzugeben, sie tun dies in den meisten Fällen aber dennoch. So sind solche Bewertungen mit durchschnittlich 4,73 Sternen deutlich positiver als die üblichen Bewertungen, die durchschnittlich 4,3 Sterne vergeben. Tools wie „Review Meta“ machen es möglich, diese auch als Incentive-Rezensionen bekannten Gefälligkeitsbewertungen auszufiltern und somit den tatsächlichen Sternewert eines Produkts anzuzeigen.

    Auswirkungen von Gefälligkeitsbewertungen auf das Amazon Bewertungssystem

    Vor allem die Objektivität des Bewertungssystems leidet unter den Gefälligkeitsbewertungen massiv. Die Nutzer von Amazon können sich nicht darauf verlassen, dass eine Rezension unabhängig und objektiv verfasst wurde. Hierdurch verfehlt sie ihren eigentlichen Zweck, eine Entscheidungshilfe bei der Auswahl und beim Kauf bestimmter Produkte zu sein. Des Weiteren führen Gefälligkeitsbewertungen dazu, dass immer mehr Produkte zu den sechs Prozent der am besten bewerteten Artikel bei Amazon zählen. Das erhöht die Attraktivität und Reichweite eines Produkts massiv, hat aber mit einer objektiven Bewertung nichts zu tun. Zumal die Zahl solcher Gefälligkeitsbewertungen kontinuierlich zunimmt. Mittlerweile sind bereits 20% der bei Amazon vorhandenen Rezensionen solche Gefälligkeitsbewertungen.

    Amazon Vine liefert auffällig oft positive Bewertungen

    Amazon selbst scheint bei den Gefälligkeitsbewertungen aktiv mitzumischen, obwohl sie selbst vor kurzem erst juristisch gegen Fake-Bewertungen vorgegangen sind. Das legen zumindest die Bewertungen der Rezensenten im „Club der Produkttester“, Amazon Vine, nahe. In diesen Club nimmt Amazon Rezensenten auf, die über einen längeren Zeitraum hinweg besonders viele Bewertungen abgegeben haben. Zudem erhöht sich die Chance, in diesen Club hineinzukommen, wenn viele Leser die Rezensionen eines Schreibers als hilfreich bewerten. Somit sind theoretisch die besten und aktivsten Rezensenten in diesem Club vertreten.

    Auffällig ist aber, dass die Bewertungen dieser vermeintlich objektiven Rezensenten, der sogenannten Viner, sehr häufig positiv ausfallen. Es gibt Mitglieder in diesem Club, die durchweg 5 Sterne verteilen. Das spricht nicht gerade für eine differenzierte und objektive Bewertung. Im Namen der Transparenz werden die Bewertungen der Viner als solche mit einem grünen Streifen kenntlich gemacht. Dass die Schreiber die von ihnen bewerteten Produkte jedoch vielfach geschenkt oder zu besonders günstigen Konditionen erhalten, wird hierbei aber nicht erwähnt.

    Für Unternehmen im E-Commerce ist es wichtig, sich der Gefahren, die durch Gefälligkeitsbewertungen entstehen, bewusst zu sein. Zum einen verschafft sich die Konkurrenz einen gewissen Bewertungs-Vorsprung durch solche Methoden und wertet die eigenen Artikel massiv auf. Zum anderen wird die Aussagekraft von Amazon Bewertungen immer geringer, weswegen sich Nutzer der Onlineplattform längst nicht mehr so stark an diesen orientieren wie noch vor wenigen Jahren.

    Patrick Tarkowski
    Patrick Tarkowski
    Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Online Marketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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    Dass die Schreiber die von ihnen bewerteten Produkte jedoch vielfach geschenkt oder zu besonders günstigen Konditionen erhalten, wird hierbei aber nicht erwähnt.

    Florian B.
    Gast
    Florian B.

    Hey Patrick, sehe ich etwas anders. Die Käufer auf Amazon orientieren sich zunächst mal an der Anzahl der Bewertungen. Die dann genauer schauen und sich diese ansehen, sehen zwar öfter mal „nicht verifiziert“ usw. – aber wenn diese als hilfreich markiert sind und einen echten Mehrwert bringen, ist das wichtiger als eine „verifizierte“ Bewertung welche nur Sprüche wie „tolles Produkt, gute Qualität“ beinhalten. Z.B. unsere Produkttester nehmen sich sehr viel Zeit, schreiben zum Teil Romane und berücksichtigen sämtliche wichtigen Faktoren die in anderen Bewertungen bei Mitbewerberprodukten als gut / schlecht / wichtig usw. gekennzeichnet sind. Daher sind dann öfter auch… Weiterlesen »

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