SWR optimiert seine digitale Transformation

Mit der Einheit „InnovationsManagement und digitale Transformation“ bringt der SWR Struktur und Bewegung in seine digitalen Prozesse. Es soll keine Insellösungen mehr geben, sondern alle Aktivitäten sollen unter einem Dach koordiniert werden. Um die Digitalisierung „auf Top-Management Ebene an[zu]siedeln“ wird Thomas Dauser Chef der neuen Abteilung, sobald der Aufsichtsrat sein Einverständnis gegeben hat.

Die Aufgaben der neuen Direktion

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Der SWR möchte, dass seine digitalen Prozesse besonders effizient ablaufen und zu nachhaltigen Verbesserungen bei der Berichterstattung führen. Zu diesem Zweck wurde der Bereich „InnovationsManagement und digitale Transformation“ ins Leben gerufen. Dieser verfolgt ganz unterschiedliche Aufgaben. Die vorhandenen digitalen Lösungen sollen miteinander verzahnt werden, um so ein großes Ganzes zu erreichen, statt mit Insellösungen zu arbeiten. Gleichzeitig sollen Innovationen gefördert werden, um den SWR zukunftsfähig zu machen und neue Konzepte und Strategien zu entwickeln.

Eine weitere Aufgabe besteht darin, Nutzerinnen und Nutzer der bestehenden Services auszumachen und durch individuelle und passgenaue Angebote an den Sender zu binden. Für diese Aufgaben soll Thomas Dauser als Chef des neuen Bereichs, der zunächst als Direktion konzipiert ist, eingesetzt werden, berichtet Uwe Mantel auf dwdl.de. Er war bisher als Leiter der Hauptabteilung Intendanz und Strategische Unternehmensentwicklung tätig. Bevor es jedoch soweit ist, muss der Verwaltungsrat noch grünes Licht geben.

So läuft der Umbau ab

Um die Pläne des SWR umsetzen zu können, muss eine Beratung im Rundfunkrat stattfinden. Das ist aufgrund der Corona-Krise aktuell nicht möglich. Aus diesem Grund wird die endgültige Entscheidung erst 2021 erfolgen. Bis dahin gehören allerdings die Bereiche „Strategie, Innovation und Change“ sowie „Plattformen und Analytics“ bereits der neuen Direktion an. Ersterer ist dafür verantwortlich, die strategische Ausrichtung des SWR zu gestalten, Innovationen anzustoßen und das Change Management zu koordinieren. Zum zweiten Bereich gehören verschiedene Untergruppen wie „Medienforschung und Analytics“, „Audience Development“ und „Distribution und Plattformen“.

Das sind die Ziele des digitalen Umbaus

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Durch die Berufung von Thomas Dauser setzt der SWR-Intendant Kai Gniffke die Visionen einer digitalen Transformation um, die er bereits bei seiner Bewerbungsrede um den Posten skizziert hat. Er möchte gerne, dass der SWR ein „Innovationstreiber“ ist, der Maßstäbe in seinem Bereich setzt. Ein Schritt hierzu ist das „Innovationslabor“, das jetzt ins Leben gerufen wird. Gniffke ist allerdings davon überzeugt, dass Innovationen nur mit einer geeigneten Unternehmensstruktur Früchte tragen können. Aus diesem Grund legt er großen Wert auf die Bereiche Strategiefähigkeit und Digitalisierung.

Durch den digitalen Umbau sollen die Innovationsziele erreicht und die Nutzer passgenau informiert und versorgt werden. Die Corona-Krise zeige, dass das Interesse an digitalen Inhalten und Angeboten groß sei. Wer nicht so ein großes Entwicklungsbudget wie andere Player in diesem Bereich hat, müsse sich auf neue Gegebenheiten besonders schnell und flexibel einstellen können, um am Markt noch vorzukommen und relevant zu sein. Da der SWR den Anspruch habe „das journalistisch beste Medienunternehmen im Südwesten“ zu sein, tue der digitale Umbau Not.

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