Overtourism – Besucherströme gezielt lenken

Der Overtourism entwickelt sich zu einem massiven Problem vor allem für große Städte und Metropolen. Die Massen an Besuchern stellen eine Belastungsprobe für die Einheimischen und die Infrastruktur vor Ort dar. Einige Städte versuchen nun, dem Overtourism durch die Digitalisierung etwas entgegenzustellen. So sollen beispielsweise Besucher besser verteilt und weniger bekannte Highlights einer Stadt beworben werden.

Der Overtourism nimmt kontinuierlich zu

Unter Overtourism versteht man Konflikte, die zwischen Einheimischen einer Stadt und den Touristen, die diese Stadt besuchen, entstehen. Dieses Problem hat beispielsweise in Venedig durch den starken Kreuzfahrttourismus zugenommen. Aber auch in Berlin beklagen sich die Bewohner der Szeneviertel über einen ansteigenden Lärmpegel und Verschmutzungen aufgrund der Partytouristen, die die Hauptstadt besuchen. Es kommt in verschiedenen Städten bereits dazu, dass die Einheimischen aus der Innenstadt wegziehen, weil sie durch den Overtourism massiv an Lebensqualität eingebüßt haben.

Immer mehr Metropolen gehen deshalb dazu über, etwas gegen dieses Phänomen zu unternehmen. Hierbei ist eine schmale Gratwanderung zu meistern. Denn natürlich wollen die Städte ihre Touristen nicht vertreiben, da sie auf deren Geld angewiesen sind. Gleichzeitig dürfen die Einheimischen nicht vernachlässigt werden, da diese schließlich potenzielle Wähler sind. Deswegen setzen die zuständigen Behörden auf eine Vielzahl von Maßnahmen, um den Overtourism in den Griff zu bekommen. Immer mehr Bedeutung gewinnt hierbei die Digitalisierung.

Mit der Digitalisierung gegen den Overtourism vorgehen

Die Städte haben sich eine Vielzahl an Strategien überlegt, um den Overtourism in den Griff zu bekommen. Jetzt soll jedoch verstärkt auf die Digitalisierung gesetzt werden, schreibt abouttravel.ch. Das bietet den Vorteil, dass die Maßnahmen individualisiert und auf die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden können. Sehr vielversprechend sind hierbei Apps, mit denen sich Touristen über Highlights und besondere Orte in einer Stadt informieren können. Mit diesen ist es zum Beispiel möglich, Push-Up-Benachrichtigungen über spannende Events oder Sehenswürdigkeiten nur an solche Touristen zu versenden, die sich sowieso schon in der Nähe aufhalten. Anderen könnten demgegenüber Sehenswürdigkeiten und versteckte Perlen empfohlen werden, die sich fernab der bekannten Hotspots befinden. Auf diese Weise würden die Touristen besser verteilt und es käme zu weniger Lärm, Schmutz und Warteschlangen.

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Hierfür ist es notwendig, Echtzeitdaten zu erheben und auszuwerten. Das gelingt nur mit der geeigneten digitalen Infrastruktur. Die Städte müssten also zunächst einmal in digitale Technologien investieren, um von den Vorteilen der digitalen Transformation profitieren zu können. Außerdem ist es wichtig, möglichst viele Informationen über die Touristen zur Verfügung zu haben. Denn es bringt nichts, jemandem ein Museum in einem Szenekiez zu empfehlen, wenn sich diese Person gar nicht für Museen interessiert. Maßnahmen gegen den Overtourism setzen somit voraus, dass die Gäste der Stadt bekannt sind und deren Interessen und Vorlieben gezielt angesprochen werden können.

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Diese Strategien kommen bereits zum Einsatz

Schon heute gibt es eine Menge Versuche, den Overtourism in den Griff zu bekommen. So setzen einige Städte beispielsweise Lärmampeln ein. Diese stehen an bekannten Sehenswürdigkeiten und signalisieren, wenn ein bestimmter Lärmpegel überschritten wird. Die Touristen können sich dann etwas zurücknehmen, was die Anwohner schont. Außerdem gibt es für bestimmte Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten mittlerweile recht hohe Eintrittsgelder. Hierdurch sollen es sich die Touristen zweimal überlegen, bevor sie einen stark frequentierten Ort besuchen.

Im digitalen Bereich stehen die Öffnungszeiten vieler Sehenswürdigkeiten und Highlights bereits online. Zudem können die Tickets online gebucht werden. So können die Touristen ihren Aufenthalt genau planen und es kommen nicht alle zur selben Zeit bei einer Sehenswürdigkeit an. In Dubai werden sogar Tickets vergünstigt angeboten, die außerhalb der Stoßzeiten einer bestimmten Sehenswürdigkeit erstanden werden. Nicht zuletzt werden die Gäste vieler Städte über Apps bereits über die Regeln und Werte der Region informiert und gebeten, sich an diese zu halten.

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Patrick Tarkowski
Patrick Tarkowski
Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Online Marketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.
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