Heute berufstätig sein bedeutet, lebenslang zu lernen – und sich ständig weiterzuqualifizieren

Wer selbst im Berufsleben steht, weiß, wie wichtig es ist, ständig weiter zu lernen. Vor allen Dingen die fortschreitende Digitalisierung zwingt mit ihrem gewaltigen Entwicklungstempo Unternehmen – und damit entsprechend auch deren Mitarbeiter – zur Anpassung bzw. stetiger Fortbildung. Viele, besonders kleine Unternehmen, vermuten, dass damit hohe Investitionskosten auf sie zukommen, denn in der Regel dauert es bis es sich auszahlt, dass man Mitarbeiter fortbildet. Das Qualifizierungschancengesetz eröffnet hier vollkommen neue Möglichkeiten durch finanzielle Förderung.

Lernen und Fortbildung halten konkurrenzfähig

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Wer ein Unternehmen verantwortungsbewusst leitet, weiß, dass die schnellen Veränderungen von Produkten und Märkten es nötig machen, genauestens zu beobachten und sich anzupassen. Je spezieller die Nische ist, in der ein Unternehmen wirkt, umso notwendiger eine schnelle Adaption. Der Begriff des „lebenslangen Lernens“ ist inzwischen nicht mehr ein Wunsch, der an Erwerbstätige herangetragen wird, sondern vielmehr eine Notwendigkeit, um wirtschaftlich langfristig zu überleben. Die Kompetenz der Mitarbeiter auf allen Ebenen entscheidet schließlich darüber, ob und in welchem Maße eine Firma wirtschaftlich erfolgreich agieren kann. Die Formel lautet kurz und knapp: Wer Menschen beschäftigt, die nicht optimal ausgebildet sind, wird es nicht nur schwer haben, mit seinem Unternehmen Erfolge zu erreichen, sondern über kurz oder lang angesichts des Konkurrenzdrucks einer global agierenden Wirtschaft untergehen. Seine Belegschaft (und sich selbst) ständig weiter zu qualifizieren ist also eine ökonomische Notwendigkeit.

Angesichts dieser Tatsache sollten Unternehmer jedoch nicht tief seufzen und den Umstand als einen weiteren Schwall ständigen Leistungsdrucks empfinden. Wer seine Mitarbeiter gut ausbildet und stetig weiterqualifiziert, tut viel mehr, als sich lediglich eine bessere Marktposition zu sichern.

Weiterbildung wirkt multivalent positiv

Ein Unternehmen, das Wert auf Weiterbildung legt, wird mit Sicherheit anders wahrgenommen, als eine Firma, die ihre Mitarbeiter im ständig gleichen Trott durch ihre Pflichten stiefeln lässt.

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Vor allen Dingen werden Mitarbeiter, die immer wieder Neues lernen, grundsätzlich flexibler auf herausfordernde Situationen reagieren als solche, die das nicht gewohnt sind. Muss sich also ein Unternehmen möglicherweise plötzlich neuen und anderen Anforderungen stellen, bei deren Bewältigung das Engagement der Mitarbeiter natürlich eine wichtige Rolle spielt, kann eine solche Situation mit diesbezüglich geschultem Personal erfolgversprechender gemeistert werden als mit einer Belegschaft von Routiniers. Die Fähigkeit, auch „out-of-the-box“ denken zu können, lässt sich gezielt schulen und ist ein wirklich nicht zu unterschätzendes Kapital: Ein Unternehmen, das Mitarbeiter beschäftigt, die selbstständig denken können, wird durch diese Fähigkeit buchstäblich aufgewertet. Darin besteht u. a. der innerbetriebliche Wert von Weiterbildung.

Ist ein Unternehmen dafür bekannt, seine Mitarbeiter weiterzuqualifizieren, hat das nicht nur eine positive Außenwirkung. Ein Chef, der jemanden weiterqualifizieren will, erweist der entsprechenden Person damit eine gewisse Wertschätzung. Wer sich als Mensch und Mitarbeiter geschätzt fühlt, engagiert sich im positiven Sinne anders als jemand, der das nicht tut. Die Bindung zum Arbeitgeber festigt sich. Auch so gesehen ist Weiterbildung eine Investition, die sich in vielerlei Hinsicht lohnt.

Was ist das Qualifizierungschancengesetz?

Die Kosten von Qualifizierungsmaßnahmen können erheblich sein. Dem Gesetzgeber war und ist das bewusst. Deshalb gibt es seit Anfang 2019 das Qualifizierungschancengesetz. Es wurde erlassen, um die finanziellen Hürden für notwendige bzw. wünschenswerte Weiterbildungsmaßnahmen niedriger zu legen. Eine Volkswirtschaft wie Deutschland profitiert natürlich insgesamt davon, wenn die hier arbeitenden Personen engagiert und hoch qualifiziert die ihnen übertragenen Aufgaben mit Kreativität bzw. die Realisation von Projekten auf dem letzten Stand der Technik erledigen. Deshalb bietet das Qualifizierungschancengesetz Fördermöglichkeiten, um zu erreichen, dass Unternehmen einerseits, aber auch Förderträger andererseits einen guten Weg in die Zukunft gehen können.

Das Qualifizierungschancengesetz einfach erklärt.

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Quelle: Youtube.com / WBS-TRAINING – Qualifizierungschancengesetz

… und wer hilft beim Formulare ausfüllen?

Es gibt eine Menge Menschen, die schon versucht haben, in den Genuss von Fördermitteln zu kommen und irgendwann im Dschungel der Formulare frustriert aufgegeben haben.

Das muss aber nicht so sein. Für fast alles gibt es Fachleute – auch dafür, wie man in den Genuss der Fördermittel gelangt, die mit dem Qualifizierungschancengesetz zu tun haben.

Es gibt Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben, Unternehmen, aber auch Jobcenter und Arbeitsagenturen diesbezüglich zu beraten. Auf diese Weise können Lohn- und Weiterbildungskosten gespart werden, indem man Fördermittel erhält. So ist in Firmen oder Einrichtungen die Qualifizierung von Beschäftigten zu Fachkräften sowie eine gute Mitarbeiterbindung bei gleichzeitig optimaler Entfaltung ihres Potenzials möglich.

Individuell die Möglichkeiten ausloten und eine entsprechende Förderung maßgeschneidert konzipieren

Oftmals werden Fördermittel verschwendet, wenn sie am konkreten Förderbedarf vorbei eingesetzt werden bzw. wenn allzu unscharf bestimmt wird, worin genau der Förderbedarf und das Förderziel bestehen. Es gibt (nicht wenige) Unternehmer, die gemäß der Ansicht „Fördermittel kosten nichts“ direkt zu Beginn ihrer Überlegungen zu kurz oder in die falsche Richtung denken. Sie werden am Ende draufzahlen, ohne an die Ziele zu gelangen, die eine gut ausgerichtete Fördermaßnahme erreichen kann.

Um genau das zu vermeiden, sollte zunächst möglichst im Dialog mit hoch qualifizierten Fachleuten geklärt werden, welchen Förderbedarf ein Unternehmen bzw. eine Einrichtung einerseits und welches Potenzial der einzelne Mitarbeiter andererseits besitzt. Ist hier eine ausreichend präzise Basis für eine individuell konzipierte Weiterqualifizierung gelegt, kann im nächsten Schritt ermittelt werden, worin genau Umschulungen oder Weiterbildungen bestehen sollen und welche Fördermöglichkeiten dafür existieren.

Betrachtet man das Qualifizierungschancengesetz als hoch spezialisiertes Werkzeug, um den Wirtschaftsraum Deutschland zukunftsfähig zu machen, sollte der Gedanke naheliegen, dass es dementsprechend in die Hände von Spezialisten gehört, um seine volle Wirkung zu entfalten.

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