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    Enterprise Commerce – die nächste Evolutionsstufe des E-Commerce

    Die Digitalisierung schreitet bei den meisten Unternehmen unaufhaltsam voran. Mittlerweile haben nahezu alle Player im E-Commerce die Wichtigkeit einer digitalen Strategie erkannt und setzen auf eine Bündelung diverser unternehmenskritischer Prozesse. Das Ziel all dieser Bemühungen ist der Enterprise Commerce, also systemübergreifende Lösungen für sämtliche Unternehmensprozesse unter der Überschrift einer ganzheitlichen digitalen Strategie. Im Grunde müssen Unternehmen sieben Schritte gehen, um von den Vorteilen des Enterprise Commerce zu profitieren.

    Der E-Commerce wird im Enterprise Commerce münden

    Immer mehr Unternehmen erkennen die Digitalisierung als wichtigen Erfolgsfaktor für die Zukunft. Entsprechend werden diverse Unternehmensprozesse und Vertriebskanäle digitalisiert, um den Kunden ein möglichst umfassendes Serviceangebot machen zu können. Im Idealfall bündeln die Betriebe ihre Vertriebskanäle und setzen auf eine ganzheitliche Strategie. Einzelne Betriebsbereiche werden dann nicht mehr separat für sich, sondern im Zusammenspiel mit allen anderen Betriebszweigen betrachtet. Doch was ist das Ziel all dieser Bemühungen? Was wird das Ergebnis sein, wenn die Transformationsprozesse der einzelnen Unternehmen im E-Commerce abgeschlossen sein werden? Die Antwort lautet „Enterprise Commerce“. Die 2017er Ausgabe des Whitepapers „Zukunftsthemen im E-Commerce“ der netz98 GmbH beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit diesem Thema.

    Letztlich werden nur diejenigen Anbieter am Markt bestehen, die eine ganzheitliche Strategie bei der Digitalisierung verfolgen und systemübergreifende Lösungen anbieten. Die einzelnen Vertriebskanäle dürfen nicht nur parallel nebeneinander herlaufen, sondern müssen miteinander verzahnt und in Verbindung gesetzt werden. Wer so an den E-Commerce herangeht, wird ein enormes Wachstumspotential erkennen und von den gigantischen Chancen, die der Enterprise Commerce zu bieten hat, profitieren.

    Sieben Strategien auf dem Weg zum Enterprise Commerce

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    Im Grunde gibt es sieben Schritte, die auf dem Weg hin zum Enterprise Commerce gegangen werden müssen. Sie sollten jeweils einzeln in den Fokus genommen und thematisiert werden, letztlich werden sie aber nur im Zusammenspiel zu den gewünschten Erfolgen führen.

    Wachstum

    Die Digitalisierung bringt in nahezu allen Fällen das Wachstum eines Unternehmens mit sich. Im Onlinebereich können ganz neue Serviceleistungen angeboten und Kommunikationsmöglichkeiten mit den Kunden genutzt werden. Im Webbereich lässt sich die Wertschöpfungskette massiv erweitern, und Mehrwertangebote können bereitgestellt werden. Denn nur wenn ein Kunde von einem Service im Web einen Mehrwert hat, den beispielsweise der stationäre Handel nicht bietet, wird er diese Angebote nutzen. Hierbei sind nachvollziehbare Dienstleistungen gefragt, die den Nutzern das Leben spürbar erleichtern.

    Die Verschmelzung von Entwicklung und Wartung

    Die Zeiten, in denen ein Produkt entwickelt, verkauft und später nur noch gewartet wurde, sind vorbei. In der digitalen Welt gehen Entwicklung und Wartung Hand in Hand. Wenn Angebote im Web zur Verfügung stehen, müssen diese regelmäßig an die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden angepasst werden. Entsprechend müssen die Commerce-Plattformen so flexibel sein, dass sie innerhalb kürzester Zeit umgestellt und auf die neuen Gegebenheiten angepasst werden können. Kunden erwarten heutzutage kontinuierliche Innovationen und Investitionen seitens der Unternehmen. Nur wer das leistet, wird im E-Commerce bestehen und sich gegen die Konkurrenz durchsetzen.

    Marktplatzmodelle

    Die Verkaufswege verkürzen sich spürbar durch die Digitalisierung. Hierunter leidet nicht zuletzt der klassische Großhandel. Längst finden online B2B-Verkäufe statt, die sowohl den Herstellern als auch den vertreibenden Unternehmen viele Vorteile bringen. Allerdings werden bei diesem Vorgehen diverse Zwischenstufen im Handel übersprungen, wodurch sich die Marktanteile im B2B-Bereich extrem verschieben. Das Modell der Zukunft ist somit der Marktplatz. Das gilt sowohl für die Hersteller als auch für die Verkäufer und Käufer von Produkten.

    Die Cloud

    Die Cloud macht aus bisher einzelnen Angeboten Komponenten eines großen, übergeordneten Services, die sich besonders gut skalieren lassen. Diese Tatsache ist besonders dann wichtig, wenn ein Unternehmen wachsen und zum Beispiel im Ausland aktiv werden will. Aber schon die Erweiterung des Produktportfolios und die Entwicklung neuer Serviceangebote macht eine Skalierung des jeweiligen Betriebs notwendig. Die Cloud stellt hierbei einerseits ein schier unendliches Potential an individuellen Techniken zur Verfügung und sorgt andererseits gleichzeitig für eine möglichst flexible und individuelle Arbeitsweise der Unternehmen.

    Eine ganzheitliche Analyse von Daten

    Im Enterprise Commerce ist die Sammlung und professionelle Auswertung von Daten ein Muss. Hierzu gehören kundenspezifische Daten ebenso wie Informationen zu den Unternehmensprozessen. Längst reicht es nicht mehr aus, die Bewegungsdaten der Onlinebesucher auszuwerten. Stattdessen wird eine ganzheitliche Strategie bei der Erhebung und Auswertung aller relevanten Daten benötigt. Hierbei ist es zum einen wichtig, Daten kontinuierlich zu sammeln und auszuwerten, um nicht nur Momentaufnahmen zu bekommen, sondern einen großen Überblick zu gewinnen. Zum anderen müssen diese Daten in einen großen Zusammenhang und Kontext gesetzt werden, um wirklich aussagekräftig zu sein. Eine Business Intelligence ist für den Enterprise Commerce daher unverzichtbar.

    Offline versus Online

    Ob ein Unternehmen im Enterprise Commerce erfolgreich ist, hängt maßgeblich davon ab, wie erfolgreich die Performance der einzelnen Vertriebskanäle ist. Deswegen sollten sich alle Unternehmen stark auf die Bereiche SEO und SEA konzentrieren, um im Web präsent zu sein und von der Zielgruppe gefunden zu werden. Auch hier ist das Zusammenspiel der verschiedenen Unternehmensbereiche entscheidend. Nur wenn diese zusammenarbeiten und sich für die Arbeit des jeweils anderen Bereichs interessieren, arbeiten sie effektiv. Das Ziel muss stets der Unternehmenserfolg und nicht der Erfolg des eigenen Teilbereichs sein. Bei allen Marketingmaßnahmen muss die Customer Journey in den Blick genommen werden. Das ist bei zu vielen Unternehmen nach wie vor nicht der Fall.

    Asynchronität

    Die große Aufgabe für alle Unternehmen besteht darin, den Kunden immer ins Zentrum aller Überlegungen zu stellen. Diese Customer Centricity verlangt aber, dass starre Prozessketten aufgebrochen und individuelle Lösungsmöglichkeiten angeboten werden. Ein synchrones Nacheinander muss durch ein asynchrones Nebeneinander ersetzt werden. Denn für Kunden ist das Abarbeiten von starren Prozessketten oft wenig attraktiv. Wichtig hierfür ist, dass die einzelnen Kanäle und Kommunikationsmöglichkeiten miteinander vernetzt sind und die einzelnen Schritte organisiert werden, um ein heilloses Chaos zu verhindern. Dann ist es möglich, dass der Kunde bestimmte Prozessabläufe priorisiert und die Abarbeitung je nach Priorität erfolgt.

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    Alexander Noack
    Online-Marketer, ausgebildeter Fachmann für Online-Kommunikation und Experte für Content-Marketing am Zentrum für innovatives Marketing Berlin/Brandenburg, ZIM-BB. Außerdem Mitbegründer der Online-Marketing-Agentur CLICKHERO GmbH und der Audiostruct GmbH aus Eberswalde bei Berlin.
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