China-Produkte: Deutschland geht gegen bestimmte Waren vor

Die deutschen Behörden beschlagnahmen immer wieder Waren aus dem Angebot von Onlineshops, die als gefährlich eingestuft werden. Dies betrifft in den meisten Fällen Produkte aus China. Diese stellten ein Risiko für den Verbraucher und teils sogar für die Luftfahrt dar. Um besser gegen solche Produkte vorgehen zu können, wollen die deutschen Behörden mit ihren chinesischen Kollegen enger zusammenarbeiten. Onlinehändler müssen sich daher sehr genau überlegen, welche China-Produkte sie in ihr Sortiment aufnehmen.

Deutschlands Kampf gegen gefährliche China-Produkte

Damit ein Produkt in Deutschland und in der EU zugelassen und zum Verkauf freigegeben wird, muss es bestimmte Standards und Richtlinien erfüllen. Viele China-Produkte erfüllen diese Anforderungen jedoch nicht. Erkennen die deutschen Behörden solche nicht zugelassenen Produkte, werden sie beschlagnahmt oder der Onlineshop, in dem sie verkauft werden, dazu aufgefordert, sie zu entfernen. Häufig kommt es beispielsweise bei Funkgeräten zu Problemen. Diese nutzen oftmals nicht zugelassene Frequenzen, die beispielsweise für die Polizei oder die Feuerwehr reserviert sind. Ähnliches gilt für Babyphone und Funkkopfhörer. Hierdurch entsteht ein immenses Sicherheitsrisiko, das durch das Verbot der betreffenden China-Produkte eingedämmt werden soll.

Eine engere Kooperation zwischen Deutschland und China wird angestrebt

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Um Verbraucher und Behörden besser vor solchen gefährlichen China-Produkten schützen zu können, plant Deutschland eine engere Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden. Vor allem das Bundeswirtschaftsministerium und die Bundesnetzagentur sind hier gefragt. Sie stehen im regen Austausch mit dem chinesischen Hauptamt für Qualitätskontrolle und Quarantäne (AQSIQ) und anderen Behörden. Gemeinsam sollen Standards und Richtlinien geschaffen werden, mit denen ein verbesserter Verbraucherschutz erreicht wird. Ein Ziel hierbei ist es, eine Vereinbarung zu treffen, die den Austausch von Risikodaten ermöglicht. Hierzu zählen beispielsweise Informationen über die in Deutschland und der EU nicht zugelassenen Frequenzen. Von chinesischer Seite wird Offenheit gegenüber einer solchen Kooperation gezeigt. Bereits im Herbst 2017 werden chinesische Vertreter nach Deutschland kommen, um über eine vertiefte Zusammenarbeit zu sprechen.

Onlinehändler müssen die China-Produkte in ihrem Sortiment genau prüfen

Nicht nur für die Verbraucher, sondern auch für die Onlinehändler stellen solche nicht zugelassenen China-Produkte ein immenses Risiko dar. Denn aktuell ist es so, dass die meisten Onlineshops gefährliche Waren selbst aus ihrem Sortiment entfernen müssen, sobald sie den Behörden auffallen. Das ist angesichts der schieren Menge an Shops und Produkten im E-Commerce zwar nicht zwingend, passiert aber immer wieder. Eine solche Selektierung von Produkten stellt nicht nur einen immensen Mehraufwand dar, sondern ist häufig auch mit Umsatzeinbußen verbunden. Onlinehändler müssen sich daher sehr genau übernehmen, welche China-Produkte sie in ihr Sortiment aufnehmen.

Hinzu kommt, dass Onlineshops, die einmal wegen des Verkaufs nicht zugelassener China-Produkte aufgefallen sind, vermutlich stärker im Fokus der zuständigen Sicherheitsbehörden stehen. Im letzten Jahr wurden rund eine Million Produkte, davon zahlreiche aus China, durch die Bundesnetzagentur konfisziert. Zusätzlich wurden diverse Onlineshops dazu aufgefordert, bestimmte Waren aus ihren Sortiment zu entfernen. Wer dies nicht möchte, sollte trotz des hohen Preis- und Konkurrenzdrucks im Onlinehandel von Anfang an auf zuverlässige und zugelassene Produkte setzen.

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