Unternehmen sind laut Führungskräften zu wenig auf die Digitalisierung vorbereitet

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Übersicht:

Eine aktuelle Studie zeigt, dass viele Manager große Zweifel an der Digitalisierungskompetenz ihrer Unternehmen haben. Diese skeptische Grundhaltung ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Führungskräfte selbst oft noch mit der Digitalisierung fremdeln. Somit können sie keine Führungsrolle bei der Umsetzung der digitalen Transformation einnehmen. Eine Lösung, um diesem Problem zu begegnen, wären intensive Investitionen in Fort- und Weiterbildungen zur Digitalisierung.

Studie belegt: Manager halten Unternehmen für digitale Anfänger

Die Bertelsmann Stiftung und die Universität Witten/Herdecke haben eine aktuelle Studie unter 1.000 Führungskräften durchgeführt. Sie wollten herausfinden, wie es um die digitalen Kompetenzen moderner Unternehmen bestellt ist. Die Studie zeigt deutlich, dass die befragten Manager große Zweifel daran haben, dass ihr Betrieb digital gut aufgestellt sei. Gerade einmal rund 20% attestieren ihrem Unternehmen, dass es sich mit Zukunftstechnologien auskenne und diese effizient einsetze, berichtet Niklas Wirminghaus auf capital.de. 49% sind hingegen überzeugt, dass ihr jeweiliger Betrieb „großen Nachholbedarf“ bei Digitalfragen hat.

Immerhin geben 61% der Befragten an, dass die Digitalisierung in ihrer Firma eine große Rolle spielt und immer wieder zum Thema gemacht wird. Allerdings sagen 40%, dass Digitalisierungsfragen eigentlich immer aus Sicht der damit verbundenen Kosten betrachtet würden. Das legt die Vermutung nahe, dass in Zeiten von Umsatzeinbußen durch Corona in naher Zukunft kaum Investitionen in den Digitalausbau zu erwarten sind. Die Führungskräfte selbst geben an, dass es an den „wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen“ fehlen würde, um Innovationen zu fördern und den eigenen Betrieb zukunftsfähig zu machen.

Führungskräfte kennen sich mit der Digitalisierung meist selbst nicht aus

Viele Manager stehen der Digitalisierung skeptisch gegenüber. Das hat die Forscher überrascht. Diese gingen davon aus, dass das Thema „digitale Transformation“ inzwischen etabliert sei und eine positive Grundstimmung unter den Führungskräften vorherrschen würde. Ein Grund, warum die Manager so skeptisch sind, ist vermutlich, dass sie selbst unsicher sind, was unter Digitalisierung zu verstehen ist. Rund ein Drittel von ihnen gibt in der Befragung an, nicht genau zu wissen, ob das eigene Unternehmen und das persönliche Arbeitsumfeld bereits von der Digitalisierung betroffen sind.

Wenn die Führungskräfte selbst nicht wissen, wo ihr Platz im Digitalkonzept ihres Unternehmens ist, können sie dieses auch nicht aktiv vorantreiben und die digitale Transformation zum Erfolg führen. Viele Führungskräfte sind mit der aktuellen Situation ebenso überfordert wie ihre Angestellten und Teams. Das führt zu einem Teufelskreis, der ein Gelingen der Digitalisierung in den Betrieben unwahrscheinlich macht. Hinzu kommt, dass viele Manager die Mentalität „Ganz oder gar nicht“ vertreten. Sie wollen nur dann Maßnahmen zur Digitalisierung ergreifen, wenn diese perfekt funktionieren. Statt mutig voranzugehen und Neues auszuprobieren, ziehen sie sich lieber auf Altbewährtes zurück.

Weiterbildungsmaßnahmen zur Rettung der Digitalisierung

Die Forscher hoffen, dass durch die Corona-Krise der Hang zum Perfektionismus etwas nachlässt. In den letzten Monaten musste viel improvisiert und mit der heißen Nadel genäht werden. Vielleicht haben die Führungskräfte hierdurch gelernt, dass es in Ordnung ist und durchaus funktioniert, wenn man Dinge einfach einmal ausprobiert. Die Erfahrungswerte der letzten Zeit zeigen, dass vor allem solche Betriebe verhältnismäßig gut dastehen, die ein Talent für das Improvisieren bewiesen haben.

Dennoch ist es mit Improvisation allein nicht getan. Vielmehr kommt es darauf an, dass sowohl die Manager als auch die Belegschaften in engen Kontakt mit der Digitalisierung kommen. Je besser sie diese und ihre Funktionsmechanismen verstehen, desto eher wenden sie diese in ihrer täglichen Arbeit an. Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sind daher wichtig, um Ängste und Hemmungen abzubauen und eine positive Grundstimmung der Digitalisierung gegenüber zu schaffen.

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