Anschlagserie gegen Amazon: Brennende Autos, fliegende Steine und Farbbeutel

Brandanschläge auf Amazons Lieferwagen in Berlin
Symbolfoto / Montage ( Original: stock.adobe.com)

In Berlin brannten am 1. Februar Amazon-Fahrzeuge und in der Nacht davor wurde ein Amazon-Entwicklungscenter in der Hauptstadt mit Steinen und Farbbeuteln angegriffen. Der Staatsschutz ermittelt und geht von Brandstiftung aus. Ein politischer Hintergrund kann derzeit noch nicht ausgeschlossen werden. Das ist insbesondere deshalb der Fall, da ein anonymes Bekennerschreiben vorliegt. Bis jetzt wurde dessen Echtheit aber noch nicht offiziell bestätigt.

Amazon-Fahrzeuge in Berlin standen in Flammen

In der Nacht zu Donnerstag stand mitten in der Nacht ein Amazon-Fahrzeug in Berlin Karlshorst in Flammen. Eine Anwohnerin bemerkte den brennenden Wagen und alarmierte die Feuerwehr. Diese konnte den Brand in den Griff bekommen. Allerdings hatte das Feuer bereits auf einen zweiten Lieferwagen des Onlineriesen übergegriffen und diesen beschädigt. Zudem brannte in derselben Nacht in Berlin Gesundbrunnen ein anderes Amazon-Fahrzeug ab. Personen kamen hierbei nicht zu Schaden. Das gilt auch für den Angriff auf ein Berliner Amazon-Entwicklungscenter., bei dem Unbekannte Steine und Farbbeutel auf das Gebäude geworfen haben. Hierbei schützten sie sich vor dem Eingreifen der Sicherheitskräfte von Amazon, indem sie die Eingangstür mit einem Schloss verriegelten. Die Mitarbeiter mussten von der Feuerwehr befreit werden.

Ein politischer Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden

Bei all diesen Fällen handelt es sich vermutlich um Verbrechen, weswegen der Staatsschutz ermittelt. Dieser geht von Brandstiftung aus und ermittelt in alle Richtungen. Ein politisches Motiv für die Taten wird ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Aktuell geht es darum, das im Internet veröffentlichte Bekennerschreiben (s.u.) auf seine Echtheit hin zu prüfen. Im Moment lässt sich nämlich noch nicht mit Gewissheit sagen, ob die Verfasser des Dokuments tatsächlich für die Anschläge auf Amazon verantwortlich sind oder diese zumindest unterstützt haben. Die Polizei geht nach dem ersten Anschlag davon aus, dass hierbei drei vermummte Gestalten teilgenommen haben.

Bekennerschreiben im Internet aufgetaucht

Ein anonymes Bekennerschreiben macht im Internet die Runde. Hierhin geben Unbekannte die Gründe an, aus denen sie angeblich die Angriffe auf Amazon in Berlin verübt haben. In dem Schreiben ist davon die Rede, dass die Anschläge eine Kritik an den Arbeitsbedingungen bei Amazon und der Zusammenarbeit des Konzerns mit dem amerikanischen Verteidigungsministerium seien. Neben dem Anschlag auf das Entwicklungscenter und den Fuhrpark von Amazon ist die Rede von „Drohgebärden gegen dessen Chef“. Die Straftaten seien als Zeichen zu verstehen, dass sich die Täter in einen bestehenden Kampf gegen Amazon „einreihen“ wollten. Ob das Schreiben authentisch ist und ob die Verfasser tatsächlich die Straftaten in Berlin verübt haben, ist aktuell Teil der Ermittlungen.

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