Robert Half: Die Digitalisierung führt zu mehr Spezialisierung im Beruf

Talentmanagement

In einer aktuellen Arbeitsmarktstudie untersucht der Personaldienstleister Robert Half die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt. Hierbei zeigt sich deutlich, dass im Rahmen der digitalen Transformation von vielen Arbeitnehmern eine besondere Spezifizierung erwartet wird. Außerdem wird klar, dass durch den digitalen Wandel in Unternehmen neue Berufe entstehen. Wichtig ist, dass sich die Menschen durch eine hohe Flexibilität auszeichnen und die Chancen wahrnehmen, die ihnen die Digitalisierung bietet.

Wichtige Informationen rund um die Arbeitsmarktstudie

Im Rahmen der Studie wurden drei große Bereiche untersucht: die IT, das Finanzwesen und der kaufmännische Bereich. Zu diesem Zweck wurden 201 CIOs, 200 CFOs und 301 GMs zu ihren Erfahrungen mit der Digitalisierung befragt, berichtet it-dayli.net. Hierbei hat sich gezeigt, dass das digitale Arbeiten die Arbeitsweise spürbar verändert. So gehen 49% der Befragten davon aus, dass ihre Angestellten im kommenden Jahr ihre Art zu arbeiten deutlich verändern werden. Das mobile Arbeiten und das Home Office gewinnen immer mehr an Bedeutung, wodurch immer neue Jobprofile entstehen.

Eine weitere Konsequenz der voranschreitenden Digitalisierung ist die Spezialisierung. Arbeitnehmer müssen heutzutage selten Allround-Experten sein, die sich in allen Bereichen gleichermaßen gut auskennen. Stattdessen ist es der Studie zufolge wichtig, dass eine Spezifikation vorliegt und Expertenwissen in einem bestimmten Bereich vorhanden ist. Weitere 49% der Befragten denken, dass es sich bei diesen Spezifizierungen um einen langfristigen Trend handelt, der in 2019 weiter zunehmen wird. In diesem Zusammenhang leide Deutschland jedoch massiv unter dem vorherrschenden Fachkräftemangel.

Die Angst vor der Digitalisierung nehmen

Die Studie diagnostiziert den Deutschen eine Angst vor Veränderungen. Sowohl die Unternehmensführungen als auch die Angestellten haben es sich in ihrer Komfortzone bequem gemacht und fürchten sich vor allem, was neu und unbekannt ist. Genau diese Furcht gilt es aber zu überwinden, wenn die Digitalisierung in Deutschland zu einer Erfolgsgeschichte werden soll. Hierbei ist es wichtig, dass die Unternehmensleitung mit gutem Beispiel vorangeht. Es kommt darauf an, dass sie der Belegschaft die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung aufzeigt.

Hierzu gehört unter anderem, digitale Techniken bereitzustellen und Schulungen in diesem Bereich anzubieten. Christian Umbs von „Robert Half“ empfiehlt zudem, die Vorteile der digitalen Transformation anhand konkreter Beispiele aufzuzeigen. Welche neuen Jobs entstehen beispielsweise in der eigenen Firma durch den digitalen Wandel? Und wie viel Zeit lässt sich durch den Einsatz moderner Techniken einsparen. Je greifbarer die Vorteile sind, von denen die Angestellten profitieren, desto eher sind sie bereit, sich auf die Digitalisierung einzulassen.

Neue Jobs durch die Digitalisierung

Die Studie zeigt auf, dass durch die Digitalisierung ganz neue Jobs entstehen. Im Bereich der IT gewinnt zum Beispiel der Chief IoT Officer immer mehr an Bedeutung. Im Finanzwesen sind es hingegen vor allem Steuerexperten, die heiß gefragt sind. Der kaufmännische Bereich benötigt hingegen E-Learning-Manager und Digital-Learning-Manager. Neben diesen Top-Rankings entstehen aber noch viele weitere Berufe wie Cloud Builder beziehungsweise Cloud Computing Engineers, virtuelle Assistenten und Experten für die strategische Planung. Bisher zeichnet sich also nicht ab, dass die Digitalisierung zu einem Jobkiller wird. Im Gegenteil führt sie dazu, dass neue Jobarten entstehen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die neuen Schwerpunkte bei der Unternehmensstrategie benötigt werden.

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