Rekordinvestitionen in Start-ups – deutsche Jungunternehmen schneiden hervorragend ab

Es herrscht ein großes Interesse an deutschen Start-ups vor. Zu dieser Erkenntnis kommt das Gründungsbarometer von Ernst & Young. Hiernach haben deutsche Jungunternehmen im vergangenen Jahr mehr Geld akquiriert als jemals zuvor. Vor allem Firmen in Berlin und Bayern profitieren von dieser Entwicklung. Zudem bekamen auch Start-ups in ganz Europa deutlich mehr Geld als bisher, indem sie viele Investoren fanden, die sich für sie interessieren.

Investitionen in deutsche Start-ups steigen

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Entgegen dem aktuellen Trend der deutschen Wirtschaft, die in den vergangenen sechs Jahren noch nie so schwach gewachsen ist wie im vergangenen Jahr, entwickeln sich deutsche Start-ups äußerst positiv. Sie sind in der Lage, Investoren zu begeistern und von einer Investition zu überzeugen. In 2019 wurden so laut des Start-up Barometers 6,2 Milliarden Euro allein in Deutschland akquiriert. Das entspricht einer Steigerung von etwa 36% im Vergleich zum Jahr 2018. Zudem stieg auch die Zahl der getätigten Investitionen auf 704. Das wiederum entspricht einer Steigerung um 13%.

Die Investitionen gingen in Start-ups ganz unterschiedlicher Branchen. Besonders angesagt sind aktuell Firmen, die sich mit dem Thema Mobilität beschäftigen. Ebenfalls stark nachgefragt sind die Bereiche software und Fintech. Hier wird offensichtlich ein großes Erfolgspotenzial gesehen. Im Bereich E-Commerce gehen die Zahlen hingegen leicht zurück. Hier scheint der Markt bereits ein wenig gesättigt zu sein, weil sich aus ehemaligen Start-ups bereits viele etablierte Betriebe entwickelt haben.

So sehen die Entwicklungen einzelner Bundesländer aus

Ein großer Nutznießer der aktuellen Entwicklung ist Berlin. Hier sind besonders viele Start-ups zu finden, die eine beachtliche Zahl an Geldern einnehmen konnten. Bei insgesamt 262 Investitionen flossen zusammen 3,7 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von 41% im Vergleich zum Vorjahr. Ebenfalls gut aufgestellt ist Bayern. Hier wurde sogar ein Wachstum von 93% und Investitionen mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro erreicht.

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In Nordrhein-Westfalen wurde ein Wachstum von 10% erreicht, was Investitionen von rund 268 Millionen Euro entspricht. In Baden-Württemberg sind es immerhin noch 209 Milliarden Euro und somit drei Mal so viel wie im Jahr zuvor. Weniger gut abgeschnitten hat Hamburg. Hier gingen die Investitionen um 54% auf 254 Millionen Euro zurück. Auch in Start-ups aus Hessen wurde weniger investiert. Hier lag der Rückgang bei 44% auf 73 Millionen Euro.

Die Finanzierungslage in ganz Europa ist derzeit gut

Die Höhe der einzelnen Transaktionen ist beachtlich. So gab es in 2018 lediglich 6 Investitionen, die über 100 Millionen Euro lagen. In 2019 waren es 13 und somit mehr als doppelt so viele. Diese positiven Entwicklungen spiegeln sich auch im europaweiten Trend wider. In europäische Start-ups wurden 2019 insgesamt 38,7 Milliarden Dollar investiert, was einer Steigerung von 40% im Vergleich zu 2018 entspricht. Diese Summe wurde mit insgesamt 5.016 Transaktionen erreicht. In 2018 waren es noch 5.954.

Europa steht im globalen Vergleich ausgesprochen gut da. Denn weltweit wurde 2019 mit 258 Milliarden US-Dollar deutlich weniger in Start-ups investiert als noch 2018. Damals waren es noch 302 Milliarden US-Dollar. Zudem wurden weltweit nur noch 21.711 Transaktionen getätigt, wohingegen es 2018 noch 22.800 waren. Im asiatisch-pazifischen Raum wurden beispielsweise nur noch 73 Milliarden US-Dollar investiert, wohingegen Investoren 2018 noch 126 Milliarden US-Dollar ausgaben.

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