E-Commerce: Produktbewertungen – große Chance und großes Geschäft?

Ich gebe es gerne zu: auch ich lasse mich sehr gern von den Produktbewertungen in Online-Shops, vor allem bei Amazon leiten, um mir eine Meinung über die Qualität eines Produkts zu bilden. Ich weiß, dass ich damit natürlich nicht alleine dastehe. Doch hat ein „Skandal“ bei Amazon die doch sehr wichtigen Produktbewertungen unlängst in ein schlechtes Licht gerückt.

Nach der Ankündigung, einen rechtlichen Schachzug in den USA gegen vermeintliche Anbieter für Fake-Bewertungen durchzuführen, ist klar, der Versandhändler Amazon wird in Zukunft weniger Geduld mit Fake-Bewertungen bewahren und entsprechende Maßnahmen kurzfristig und schonungslos durchsetzen. Im Folgenden klären wir auf, welche Auswirkungen dies auf Ihr Geschäftsfeld hat und wie Sie weiterhin von erfolgreichen Produktbewertungen profitieren.

Wieso geht Amazon gegen Anbieter von Fake-Bewertungen vor?

Amazon verweist in der Klageschrift darauf, dass gekaufte (Positiv-)Bewertungen gegen die allgemein geltenden AGBs verstoßen und so den Kunden bewusst täuschen. Nun klagt Amazon wegen Verstößen gegen das Verbraucherschutzgesetz sowie Markenverletzung. Der Anbieter möchte auf diese Art vermeiden, dass weitere fiktive Bewertungen im Umlauf sind und gleichzeitig dafür sorgen, dass der Kunde besser geschützt wird. Weitere Informationen zum Verfahren erhalten Sie auf der bereits veröffentlichten Klageschrift.

Welche Vor- und Nachteile erziele ich mit positiven. bzw. schlechten Bewertungen?

Positive sowie negative Bewertungen haben eines gemeinsam: Sie beeinflussen den Nutzer bei seiner Kaufentscheidung. Wird ein Produkt besonders positiv bewertet, baut der potentielle Käufer Vertrauen auf. Der Hintergrund hierzu ist nachvollziehbar. Der Nutzer interessiert sich sowohl für Vor- als auch Nachteile und wägt auf eigene Art und Weise ab, ob sich der Kauf – verbunden mit dem Kaufpreis – lohnt. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Kauf abgebrochen wird, ist bei sehr vielen negativen Stimmen verhältnismäßig hoch. Letztlich steigt oder sinkt Ihre Conversion– und Retouren-Quote deutlich.

Aus Sicht des Verkäufers ist das konstruktive Produktfeedback mehr als nur Sterne wert, denn in Zeiten des Internets sind Händler dazu angehalten, Ihre Produkte stets weiterzuentwickeln. In diesem Zusammenhang sind Bewertungen also durchaus ein probates Mittel, um die Innovation eines Produkts herauszustellen.

Ist die Produktbewertung ein Bestandteil deines Such-Algorithmus?

Psychologisch betrachtet sind Menschen soziale Wesen und trotz des innovativen Fortschritts der letzten Jahrhunderte weisen wir gleiche Handlungsmerkmale wie früher auf. Im übertragenem Sinne ist dies häufig der Grund, wieso Produktrezensionen im E-Commerce so wichtig und oftmals Bestandteil eines technischen Algorithmus sind, da Rezensionen für viele Nutzer einen beeinflussenden Eindruck hinterlassen. So können die Anzahl und Qualität von Produktbewertungen aus Sicht von Suchmaschinen, aber auch für die interne Shop-Suche ein wichtiger „Rankingfaktor“ sein. Ich selbst filtere in Suchergebnislisten gern nach Produktbewertungen.

Weitere entscheidende persönliche „Rankingfaktoren“ sind natürlich auch weiterhin relevante Keywords im Title und innerhalb der Produktbeschreibung und auch die Aktualität sowie Verfügbarkeit des Angebots.

Sind „gekaufte“ Produktbewertungen überhaupt noch möglich?

Sie fragen sich nun zurecht, ob es überhaupt noch möglich, geschweige denn rechtens ist, Produktbewertungen zu „kaufen“. Dienste wie amzprodukttester.de haben sich diesem Problem gewidmet und sich darauf spezialisiert, über ein Testverfahren Bewertungen von echten und realen Usern einzuholen. Dabei werden über eine bezahlte Ausschreibung zielgruppengenau Tester benachrichtigt, die im Anschluss binnen zehn Tagen eine ehrliche Rezension über das Produkt verfassen. Hält Ihre Ware das, was sie verspricht, wird der Tester eine positive Bewertung abschicken. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Fazit: Fake-Bewertungen werden es in Zukunft schwer haben. Nicht nur, dass Amazon konsequent gegen diese Vorgehensweise wettert, sondern mittlerweile zu rechtlichen Schritten greift. Anbieter wie AMZProdukttester profitieren hiervon natürlich. Wenn Sie also Ihr Produktportfolio mit Bewertungen aufbessern möchten, greifen Sie lieber zu echten Bewertungen oder verkaufen Sie Produkte und bieten Sie einen Service, der es einem nicht möglich macht, Sie schlecht zu bewerten.

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Alexander Noack
Online-Marketer, ausgebildeter Fachmann für Online-Kommunikation und Experte für Content-Marketing am Zentrum für innovatives Marketing Berlin/Brandenburg, ZIM-BB. Außerdem Mitbegründer der Online-Marketing-Agentur CLICKHERO GmbH und der Audiostruct GmbH aus Eberswalde bei Berlin.
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