Deutschland und China wollen bei der Digitalisierung enger zusammenarbeiten

Deutschland und China wollen bei der Digitalisierung enger zusammenarbeiten
© Von Rawf8 Gracchus – stock.adobe.com
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Die deutsch-chinesische Kommission Normung (DCKN) visiert eine stärkere Kooperation der beiden Länder im Bereich der Digitalisierung an. Das Ziel ist es, internationale Standards für digitale Themenfelder zu etablieren und durchzusetzen. Langfristig sollen Firmen so die Möglichkeit bekommen, eine Smart Factory aufzubauen. Zu diesem Zweck wurde eigens ein internationales Konsortium gegründet.

Vorteile von Normungen im Bereich der Digitalisierung

Normen schaffen in der Wirtschaft Sicherheit und Verlässlichkeit. Das gilt sowohl für die Unternehmen als auch für die Kundinnen und Kunden. Wenn alle Firmen nach den gleichen Spielregeln arbeiten, gibt es keine unfairen Vorteile für eine Seite. Zudem wissen Verbraucherinnen und Verbraucher, was sie kaufen und können verschiedene Produkte leichter vergleichen. In einer globalisierten und digitalisierten Welt, in der Unternehmen international aktiv sind, ist das von großer Wichtigkeit.

Aus diesem Grund setzt sich die DCKN für die Entwicklung und Durchsetzung von Normen bei digitalen Fragestellungen ein, berichtet Davina Spohn auf computer-automation.de. Hierdurch sollen Innovationen gefördert und unterstützt werden. Denn nur wenn sich Firmen auf einen rechtlichen Rahmen und klar definierte Spielregeln verlassen können, investieren sie Ressourcen in die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte und Dienstleistungen.

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Auf diesen Gebieten wollen Deutschland und China stärker kooperieren

Die Normungskommission beschäftigt sich mit einer Vielzahl von Themen, die in einer digitalen Welt Bedeutung haben. Unter anderem gewinnen die Bereiche „Künstliche Intelligenz (KI) bei industriellen Anwendungen“ und „digitaler Zwilling“ immer mehr an Bedeutung. Ebenso müssen die IT-Sicherheit, die funktionale Sicherheit sowie die Predictive Maintenance berücksichtigt werden. Um eine agile Normung zu erreichen, wollen Deutschland und China sogenannte Industrie-4.0-Testbeds etablieren. Hierfür sind eine funktionale Kommunikation und eine bilaterale Zusammenarbeit unerlässlich. Gerade im Bereich Elektromobilität soll hier viel erreicht werden.

Bei der Entwicklung von autonomen Systemen spielen zudem ethische Fragestellungen eine Rolle. Hier sollen verbindliche Standards und Normen etabliert werden, auf die sich alle Beteiligten verlassen und berufen können. Ebenso wird es darum gehen, Standards für Batterien zu entwickeln und umzusetzen. Dies wird die funktionale Sicherheit und Systemsicherheit ebenso betreffen wie die Zertifizierung und den Transport. Nicht zuletzt beschäftigt sich die DCKN mit dem Thema Quantentechnologie.

Der Weg zur Smart Factory

Zur Umsetzung der ehrgeizigen Ziele bei der Zusammenarbeit von Deutschland und China wurde die International Coalition of Intelligent Manufacturing (ICIM) gegründet. Sie soll den Weg hin zur Smart Factory ebnen. Zu diesem Zweck sollen Kommunikationswege etabliert werden, die international agierende Industrieunternehmen für eine optimale Zusammenarbeit nutzen können. Hierbei sollen neben den Unternehmen auch Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit ins Boot geholt werden. Theoretische Erkenntnisse und praktische Anwendungen sollen hierdurch besser verzahnt und die Effizienz bei digitalen Aufgaben erhöht werden. Bei der Gründung der ICIM haben verschiedene Einrichtungen (IMAC, ASME, VDMA, ImechE und VDE|DKE) mitgewirkt. Hieran zeigt sich der internationale Ansatz und dass die verschiedenen Organisationen an einem Strang ziehen.

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