Knapper Rohstoff Papier: Der Papierpreis steigt, der Kartonpreis klettert vielfach mit

Papierpreis steigt, der Kartonpreis klettert
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Übersicht:

Ausgerechnet mitten in der Corona-Krise, also zu einer Zeit, in der der Versandhandel boomt, gibt es offensichtlich einen sich anbahnenden Rohstoff-Engpass für Papier. Im Hinblick darauf, dass aktuell ungewöhnlich viele Waren individuell versendet und entsprechend verpackt werden müssen, keine angenehme Situation.

Die Verknappung des Rohstoffs Papier spitzt sich schon seit einer Weile zu

Schon Ende des Jahres 2018 waren die Papierpreise bis zu 10 % gestiegen. Verschiedene Faktoren haben zu diesem Preisanstieg geführt – und die Lage hat sich inzwischen in den entsprechenden Bereichen weiter verschärft.

Zum einen sind hier gestiegene Rohstoff- und Logistikkosten zu nennen. Aber auch Angebot und Nachfrage haben sich verändert. So ist unter anderem die Nachfrage nach Papierprodukten im asiatischen Raum in der fraglichen Zeit gestiegen. Außerdem ist der Preis für Altpapier, das eine maßgebliche Rolle bei der Papierproduktion spielt, ebenfalls geklettert.

Für Papierhersteller kam die Entwicklung insgesamt überraschend, da zuvor sinkende Preise das Marktgeschehen wegen einer Übersättigung der Märkte bestimmt hatten. Die über lange Zeit schlechten bzw. sinkenden Papierpreise haben langfristig dazu geführt, dass etliche Unternehmen in der Verpackungsbranche aufgeben mussten. Deren Produktionskapazität fehlt inzwischen. Natürlich hat die gestiegene Nachfrage von Versandartikeln durch die Situation mit der Corona-Pandemie und den immer wieder verhängten Beschränkungen mit ihren Lockdowns nicht zu einer Entspannung der Lage beigetragen – im Gegenteil!

Auf einen kurzen Nenner gebracht lautet die Diagnose: Eine hohe Nachfrage nach Papierprodukten besteht; deren Preis zieht weiter an; es gibt insgesamt Produktionsengpässe.

Verlässliche Partner sind extrem wichtig für den Versandhandel

Es ist ganz egal, ob man sich gerade im Lockdown befindet oder nicht: Die Bestellung von Waren über das Internet ist unter anderem deshalb für viele Kunden so attraktiv, weil sie schnell beliefert werden, wenn alles nach Plan läuft. Die Kundenzufriedenheit im Versandhandel hängt also ganz entscheidend davon ab, dass ein zeitnaher Versand möglich ist und dass alle Lieferzusagen, die beispielsweise beim Abschluss des Kaufvertrages gemacht werden, genau eingehalten werden können.

Dementsprechend sind Versandhändler nicht nur daran interessiert, zuverlässig mit den für ihr Geschäft notwendigen Kartonagen und anderen Verpackungsmaterialien versorgt zu werden – es ist für sie als Unternehmer lebens- und überlebenswichtig, denn: Kein Kunde ordert zum zweiten Mal bei einem Unternehmen, das beim ersten Kauf verzögert eine Ware zugestellt hat, weil zum Beispiel der passende Karton zur Verpackung nicht zur Verfügung stand.

Die Lage wird sich nicht entspannen, solange Geschäfte wegen der Corona-Pandemie geschlossen bleiben. Eine wichtige Quelle für Entsorger, die Altpapier sammeln, ist nämlich der Bereich aus dem Handel. Kaufhäuser sind bzw. waren geschlossen und entsprechend ist das Sammelaufkommen in diesem Bereich gleich null. Wo immer Handel und Wirtschaft heruntergefahren werden, erfolgt parallel dazu eine Abnahme der sonst üblicherweise anfallenden Altpapiermengen.

Da Angebot und Nachfrage nun einmal den Markt bestimmen, ist der Altpapierpreis rund um die Corona-Krise bereits beträchtlich gestiegen und wird, so vermuten Experten, auch weiter steigen.

Wellpappe, ein zentrales Material der Verpackungsindustrie

Wer sich einen Verpackungskarton näher anschaut, wird feststellen, dass der wahrscheinlich aus sogenannter Wellpappe gefertigt ist. Verschiedene Papierbahnen werden bei der Produktion miteinander unter dem Einfluss von Druck und Hitze verklebt. Mindestens eine dieser Papierbahnen, nämlich die in der Mitte zwischen zwei glatten Papierlagen, ist gewellt. Je nachdem, wie stabil ein Karton sein muss, werden mehrere Bahnen gewellten Papiers verwendet.

Die meisten Hersteller von Wellpappe setzen auf einen hohen Anteil an Recyclingmaterial bei der Herstellung der von ihnen produzierten Kartonagen. Dieser kann bis zu 100 % betragen. Normalerweise werden nur für besondere Anforderungen sogenannte Frischfasern zur Herstellung von Wellpappe verwendet. Frischfasern sind hochwertiger und selbstverständlich teurer als das Zurückgreifen auf Recyclingmaterial, also Altpapier.

Da in der Corona-Krise aufseiten des Handels und des produzierenden Gewerbes deutlich weniger Altpapier als sonst anfällt und der Bedarf gleichzeitig vor allem durch hochwertige Verpackungskartons für den Versandhandel stetig steigt, wird bald nicht mehr die Frage lauten: „Was kostet ein Karton?“ Versandhändler werden fragen müssen: „Wo bekomme ich mit Sicherheit den passenden Karton?“

Sollen Versandhändler Kartonagen horten …?

Was tun, angesichts der sich immer weiter zuspitzenden Situation um die Verpackungskartons? Müssen vor allen Dingen kleine Webshop-Betreiber und Versandhändler mittlerer Größe jetzt beginnen, in allen verfügbaren Räumen ihres Unternehmens Kartons zu hamstern? Sollten sie ordern, was der Markt hergibt, um nicht in eine schwierige Situation hineinzurutschen, bei der ihnen das passende Verpackungsmaterial ausgeht? Ganz sicher ist, dass sich durch ein solches Verhalten die Gesamtsituation ganz gewiss nicht entspannt. Außerdem ist es für viele kleinere Unternehmer schwierig, langfristig durch ein großes Lager an Verpackungsmaterial viel Kapital zu binden. Es ist nicht leicht, derzeit eine allgemeingültige Empfehlung zu geben.

Die Verpackungsexperten des Versandhandels PACK7 zeigen uns jedoch einen möglichen Ausweg auf: “Wir haben unsere Logistik dank intelligenter Software sehr gut im Griff und können Aufträge daher in kürzester Zeit abwickeln: Erhalten wir Bestellungen bis 10 Uhr, werden sie in der Regel noch am selben Tag verarbeitet und über DHL zuverlässig versendet.”

Moderne Software und Organisation kann also dabei helfen, dem Kartonschwund entgegenzuwirken.

Am besten hoffen wir, dass die Impfkampagne doch irgendwann in Schwung kommt und damit auch Handel und produzierendes Gewerbe wieder mehr Altpapier in die Recyclingprozesse abführen.

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