Gehaltsreport 2026: Was Sie wirklich verdienen

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Gehaltsreport 2026: Gehaltsrechner-App auf dem Smartphone
Symbolbild: Gehaltsrechner-App – kennen Sie Ihren Marktwert?

63.013 Euro. So viel verdienen Beschäftigte in Banken durchschnittlich im Jahr 2026. Dicht gefolgt von der Versicherungsbranche mit 62.636 Euro. Der neue Stepstone Gehaltsreport zeigt, wo sich Arbeit in Deutschland finanziell lohnt – und wo nicht.

Inhalt

Hand aufs Herz: Wann haben Sie zuletzt Ihr Gehalt mit anderen verglichen? Wahrscheinlich öfter, als Sie zugeben möchten. Der Stepstone Gehaltsreport 2026 liefert jetzt Fakten. Über 1,3 Millionen Vergütungsdaten wurden dafür ausgewertet. Das Ergebnis ist ein umfassender Blick auf die Gehaltslandschaft Deutschlands – und manche Zahlen werden wehtun.

Die bestbezahlten Branchen 2026

Klartext: Wer Geld verdienen will, geht in die Finanzbranche. Oder zur Pharmaindustrie. Oder in die Automobilbranche. Die Top 5 der bestbezahlten Sektoren lesen sich wie das Who-is-Who der deutschen Wirtschaft:

1. Banken: 63.013 Euro – Der Klassiker. Trotz Digitalisierung und Kostenpressure zahlen Banken weiterhin am besten.

2. Versicherungen: 62.636 Euro – Dicht dran. Die Branche kämpft um Fachkräfte und zahlt entsprechend.

3. Pharmaindustrie: 61.245 Euro – Forschung kostet. Und wird bezahlt.

4. Automobilindustrie: 59.890 Euro – Der Wandel zur E-Mobilität ist teuer. Aber nicht für die Mitarbeitenden.

5. Chemieindustrie: 58.432 Euro – Traditionell gut, traditionell stabil.

Die harte Wahrheit: Wer in anderen Branchen arbeitet, verdient weniger. Teilweise deutlich. Der Einzelhandel etwa kommt auf durchschnittlich 38.450 Euro. Das Gastgewerbe auf 35.200 Euro. Der Unterschied? Fast 30.000 Euro jährlich. Punkt.

Regionale Unterschiede: Wo Sie wohnen macht 15.000 Euro aus

Nicht nur die Branche zählt. Auch die Postleitzahl. Die regionalen Unterschiede sind krass – und nicht zu unterschätzen.

Top-Verdiener nach Bundesland:

Hamburg: 51.280 Euro – Die Hansestadt führt das Ranking an. Handel, Medien, Industrie – hier wird gezahlt.

Baden-Württemberg: 50.890 Euro – Automobil, Maschinenbau, Pharma. Die süddeutsche Wirtschaftsmacht zeigt sich.

Bayern: 50.450 Euro – Dicht dahinter. München als Hochburg für Tech und Finanzen.

Hessen: 49.780 Euro – Frankfurt als Finanzzentrum zieht den Schnitt nach oben.

Und das andere Ende? Mecklenburg-Vorpommern mit 36.450 Euro. Sachsen-Anhalt mit 35.890 Euro. Thüringen mit 35.200 Euro. Der Ost-West-Unterschied ist nach wie vor real – und beträgt bis zu 15.000 Euro jährlich.

Seien wir ehrlich: Für das gleiche Geld könnten Sie in München zur Miete zahlen oder in Erfurt Haus kaufen. Die Lebenshaltungskosten sind unterschiedlich. Aber das Gehalt bleibt der wichtigste Faktor für Wohlstand.

Die bestbezahlten Berufe 2026

Nach Branchen und Regionen nun die Berufe. Was sollten Sie werden, wenn Geld Ihr Hauptmotiv ist?

1. Management: 78.450 Euro – Führungskräfte verdienen am besten. Keine Überraschung.

2. IT-Architektur: 74.320 Euro – Tech-Skills zahlen sich aus. Der Fachkräftemangel tut sein Übriges.

3. Strategieberatung: 71.890 Euro – Berater kosten. Und verdienen entsprechend.

4. Entwicklung: 68.450 Euro – Software-Entwickelnde sind gefragt. Die Gehälter spiegeln das wider.

5. Finanzen: 66.780 Euro – Controller, Bilanzbuchhalter, Treasury – Zahlen bringen Geld.

Das Problem? Nicht jeder kann Manager werden. Nicht jeder will in der IT arbeiten. Aber die Daten zeigen klar: Spezialisierung und Verantwortung werden bezahlt.

Gehaltserwartungen sinken – ein Zeichen der Zeit?

Ein überraschender Trend im Gehaltsreport 2026: Die Gehaltserwartungen von Bewerbenden gehen zurück. 15 Prozent der Unternehmen berichten von sinkenden Erwartungen – im Vorjahr waren es nur 9 Prozent.

Was bedeutet das? Die Inflation hat Spuren hinterlassen. Reallohnverluste in den Jahren 2023-2025 haben die Erwartungen gedämpft. Arbeitnehmende sind realistischer geworden – oder resignierter, je nach Perspektive.

Aber: 66 Prozent der Fachkräfte sehen laut einer Studie von Robert Half das größte Gehaltspotenzial beim bestehenden Arbeitgeber. Das bedeutet: Der Wechsel ist nicht automatisch der Weg zu mehr Geld. Interne Entwicklung zahlt sich aus – wenn Unternehmen sie anbieten.

Fünf Trends für den Arbeitsmarkt 2026

Der Indeed Hiring Lab Report identifiziert fünf Trends, die den Arbeitsmarkt 2026 prägen werden:

1. Demografischer Wandel erreicht den Arbeitsmarkt. Das Erwerbspersonenpotenzial schrumpft 2026 erstmals. Fachkräftemangel wird akuter.

2. Neue Bedarfe in Dienstleistungssektoren. Pflege, Gesundheit, Bildung wachsen. Das produzierende Gewerbe schrumpft weiter.

3. Transparente Gehälter durch EU-Richtlinie. Nur 12,7 Prozent der deutschen Stellenanzeigen nennen konkrete Gehälter. In Großbritannien sind es 55,3 Prozent. Die EU-Richtlinie wird das ändern.

4. KI verändert Jobprofile. Nicht nur durch Automatisierung, sondern durch neue Anforderungen. Wer KI-Skills hat, verdient mehr.

5. Employer Branding wird entscheidend. Fachkräfte haben die Wahl. Unternehmen müssen attraktiv sein – nicht nur im Gehalt, sondern in der gesamten Arbeitgebermarke.

Was Sie tun können: Gehaltsoptimierung 2026

Der Report zeigt die Fakten. Aber was können Sie konkret tun? Hier sind die Schritte, die funktionieren:

1. Kennen Sie Ihren Marktwert. Nutzen Sie den Stepstone Gehaltsrechner. Vergleichen Sie. Wissen ist Macht – auch in Gehaltsverhandlungen.

2. Spezialisieren Sie sich. Generalisten verdienen weniger als Spezialisten. Finden Sie Ihre Nische.

3. Verhandeln Sie. Nur 37 Prozent der Arbeitnehmenden verhandeln ihr Einstiegsgehalt. Die anderen verschenken Geld.

4. Wechseln Sie strategisch. Manchmal ist ein externes Angebot der beste Hebel für mehr Gehalt.

5. Investieren Sie in Skills. Fortbildungen, Zertifikate, neue Technologien – wer mehr kann, wird mehr bezahlt.

Der Punkt ist: Transparenz bringt Fairness

Der Stepstone Gehaltsreport 2026 macht eines klar: Gehalt ist keine Black Box mehr. Daten sind verfügbar. Vergleiche sind möglich. Das Wissen ist da – nutzen Sie es.

Für Arbeitnehmende bedeutet das: Informieren Sie sich. Wissen Sie, was Sie wert sind. Und verhandeln Sie entsprechend.

Für Unternehmen bedeutet das: Transparenz kommt. Die EU-Richtlinie zur Gehaltstransparenz wird die Spielregeln ändern. Wer jetzt nicht aufräumt, wird später Probleme haben.

Das Fazit? 63.013 Euro in Banken. 35.200 Euro im Gastgewerbe. Der Unterschied ist real. Aber er ist nicht unveränderlich. Skills, Verhandlung und Wechsel können die Bilanz verändern. Die Daten sind da. Nutzen Sie sie.

Der vollständige Stepstone Gehaltsreport 2026 ist verfügbar unter stepstone.de/gehaltsreport. Über 1,3 Millionen Datensätze bilden die Grundlage für die umfassendste Gehaltsanalyse Deutschlands.

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