Discord führt 2026 eine weltweite Altersverifikation ein – per Gesichtsscan oder Ausweis. Was das für 200 Millionen Nutzende bedeutet, wie der Prozess abläuft und warum die Community ziemlich gespalten ist.
Letzte Woche wollte ich abends kurz in meinen Lieblings-Discord-Server schauen. Rezepte-Austausch, nichts Wildes. Und dann das: Ein Pop-up. „Bitte verifizieren Sie Ihr Alter.“ Ich saß da mit meinem Kamillentee und dachte: Moment mal. Muss ich jetzt tatsächlich beweisen, dass ich erwachsen bin – um über Pasta zu reden?
Jep. Genau das passiert gerade.
Discord rollt ab März 2026 eine weltweite Discord Altersverifikation aus. Alle Konten. Keine Ausnahme. Wer sich nicht verifiziert, wird automatisch als Teenager behandelt. Mit allen Einschränkungen, die dazugehören.
Klingt krass? Ist es auch. Aber es steckt mehr dahinter, als man auf den ersten Blick denkt. Wir bei digital-magazin.de haben uns das ziemlich genau angeschaut.
Okay, kurz zurückspulen. Discord hat am 7. Februar 2026 offiziell verkündet, die sogenannte „Teen by Default“-Strategie weltweit einzuführen. Das Prinzip ist simpel: Jedes Konto – egal ob nagelneu oder seit Jahren aktiv – wird erstmal auf „Teenager“ gesetzt.
Wer als erwachsen gelten will? Muss aktiv werden.
Das Ganze lief seit Herbst 2025 als Testphase in Großbritannien und Australien. Offenbar mit Ergebnissen, die Discord überzeugt haben. Jetzt kommt der globale Rollout. Und der betrifft alle 200 Millionen monatlich aktiven Nutzenden.
Warum gerade jetzt? Druck. Ziemlich viel Druck sogar. Die EU hat mit dem Digital Services Act klare Regeln für den Jugendschutz auf Plattformen geschaffen. Australien hat ein eigenes Gesetz verabschiedet, das Social-Media-Nutzung für unter 16-Jährige stark einschränkt. Und in den USA laufen seit Monaten Verfahren gegen Tech-Konzerne, die Minderjährige nicht ausreichend schützen.
Discord reagiert. Besser spät als nie, könnte man sagen.
Okay, jetzt wird es praktisch. Wie läuft das Ganze ab? Discord bietet zwei Wege an:
Option 1: Gesichtsscan per Selfie
Sie öffnen die Kamera, machen ein Selfie, und eine KI-gestützte Software schätzt Ihr Alter. Kein Ausweis nötig. Kein Dokument. Nur Ihr Gesicht.
Die Technologie kommt vom britischen Unternehmen Yoti. Die haben sich auf digitale Identitätsprüfung spezialisiert und arbeiten bereits mit anderen Plattformen zusammen. Laut Yoti wird das Bild sofort nach der Analyse gelöscht – es wird weder gespeichert noch für andere Zwecke verwendet.
(Ja, wirklich. Sofort gelöscht. Sagen sie zumindest.)
Option 2: Ausweisdokument hochladen
Wer kein Selfie machen will oder bei wem die Gesichtsanalyse nicht funktioniert, kann alternativ einen amtlichen Ausweis hochladen. Personalausweis, Reisepass, Führerschein – je nach Land.
Auch hier verspricht Discord: Die Daten werden nur zur Verifikation genutzt und danach gelöscht. Das Ergebnis – also ob Sie über oder unter 18 sind – wird gespeichert. Nicht das Dokument selbst.

Und was passiert, wenn Sie sich einfach nicht verifizieren? Dann bleibt Ihr Konto im Teenager-Modus. Das bedeutet:
Kurz gesagt: Ohne Verifikation nutzen Sie Discord wie ein 14-Jähriger. Das ist so gewollt.
Ein Detail, das viele übersehen: Die Discord Altersverifikation betrifft auch bestehende Server-Admins. Wer einen Server mit altersbeschränkten Kanälen betreibt, muss sich ebenfalls verifizieren. Sonst verliert man den Zugriff auf die eigenen Einstellungen. Ziemlich unangenehm, wenn man seit Jahren eine Community aufgebaut hat.
Kennen Sie das? Ihr Kind sitzt am Rechner, die Kopfhörer auf, und Sie haben keine Ahnung, was da gerade passiert. Discord war lange genau diese Blackbox für Eltern. Ein Ort, an dem Jugendliche sich austauschen – über Games, Musik, Memes. Aber eben auch ein Ort, an dem Inhalte kursieren, die nicht für junge Augen gedacht sind.
Die neue Altersverifikation ändert daran einiges.
Minderjährige bekommen automatisch den Teenager-Modus. Das heißt: Strengere Filter, weniger Kontaktmöglichkeiten mit Fremden, kein Zugang zu NSFW-Inhalten. Discord hat außerdem das sogenannte „Family Center“ erweitert – ein Dashboard, über das Eltern die Aktivitäten ihrer Kinder einsehen können.
Welche Server besucht mein Kind? Mit wem wird gechattet? Wie viel Zeit verbringt es auf der Plattform? All das lässt sich jetzt einsehen. Ohne das Konto des Kindes direkt kontrollieren zu müssen.
Klingt gut. Aber. (Es gibt immer ein Aber.)
Das System funktioniert nur, wenn Jugendliche nicht einfach das Konto von jemand anderem nutzen. Oder sich mit einem gefälschten Ausweis verifizieren. Oder bei der Gesichtserkennung schummeln. Technische Hürden gibt es – aber sie sind nicht unüberwindbar.
Die Frage ist ehrlich gesagt: Reicht das?
Wir bei digital-magazin.de haben uns intensiv mit dem Thema Jugendliche und Social Media beschäftigt. Der Trend ist klar: Plattformen müssen mehr tun. Und die meisten fangen gerade erst an.
Jetzt zum heiklen Teil. Gesichtsscan. Ausweisdokumente. Das klingt nach einer Menge sensibler Daten. Und genau hier wird die Community ziemlich nervös.
Verständlich.
Discord betont: Yoti, der Partner für die Gesichtsanalyse, verarbeitet die Bilder in Echtzeit und löscht sie sofort. Keine Speicherung, keine Weitergabe, keine Verknüpfung mit dem Discord-Konto. Das Ergebnis – „über 18″ oder „unter 18″ – wird als einfaches Ja/Nein an Discord übermittelt.
Bei der Ausweis-Verifikation ist es ähnlich. Das Dokument wird gescannt, die Daten extrahiert, das Alter geprüft – und dann wird alles gelöscht. Zumindest laut der offiziellen Datenschutzerklärung.
Aber Hand aufs Herz: Wie sehr vertrauen Sie einem Tech-Unternehmen mit Ihren biometrischen Daten?
Die Kritik kommt von mehreren Seiten. Datenschützende in der EU verweisen auf die DSGVO und fragen, ob die Verarbeitung biometrischer Daten zur Altersbestimmung verhältnismäßig ist. In Deutschland hat die Bundesdatenschutzbeauftragte das Thema bereits auf dem Radar.
Andere Stimmen argumentieren: Besser ein kontrollierbares System als gar keiner Schutz. Wie unser Artikel über die größten Sicherheitslücken in der IT zeigt – perfekte Sicherheit gibt es nicht. Es geht um Abwägung.
Und tatsächlich: Die Alternative wäre, einfach nichts zu tun. Das ist für Discord nach den regulatorischen Entwicklungen der letzten Jahre keine Option mehr.
Okay, für alle, die es genauer wissen wollen: Wie funktioniert so eine KI-basierte Altersschätzung eigentlich?
Yoti nutzt ein neuronales Netzwerk, das mit Millionen von Gesichtsbildern trainiert wurde. Die Software analysiert verschiedene Gesichtsmerkmale – Hautstruktur, Gesichtsproportionen, Faltenbildung – und schätzt daraus das Alter. Keine Identifikation. Keine Erkennung. Nur eine Schätzung.
Die Genauigkeit? Laut Yoti liegt die Abweichung bei Erwachsenen im Schnitt bei etwa 1,5 Jahren. Bei Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren ist die Genauigkeit sogar noch höher – hier liegt die Abweichung bei unter einem Jahr.
Klingt ziemlich solide. Aber.
Studien haben gezeigt, dass solche Systeme bei bestimmten Personengruppen weniger genau arbeiten. Menschen mit dunkler Hautfarbe, Personen mit bestimmten Gesichtsmerkmalen oder auch Menschen mit Behinderungen können benachteiligt sein. Yoti selbst hat ein Whitepaper veröffentlicht, in dem sie diese Problematik adressieren und Verbesserungen dokumentieren.
Trotzdem bleibt ein Restrisiko. Was, wenn die KI Sie jünger schätzt, als Sie sind? Dann können Sie immer noch den Ausweis-Weg nehmen. Discord hat das als Fallback eingeplant.
Moment mal – was ist mit Personen, die weder Selfie noch Ausweis nutzen wollen? Tja. Teenager-Modus. Andere Optionen gibt es (noch) nicht.
Wenn Discord etwas ankündigt, brennt Reddit. Das war auch diesmal so.
Auf r/Discord gab es innerhalb von 48 Stunden über 15.000 Kommentare zur Ankündigung. Die Stimmung? Durchmischt. Einige feiern den Schritt. Endlich Jugendschutz, endlich Verantwortung. Andere sind entsetzt. „Ich soll mein Gesicht scannen lassen, um Discord zu nutzen? No way.“
Die Argumente der Kritisierenden sind nachvollziehbar:
Auf der anderen Seite stehen Eltern, Lehrende und Fachleute für Jugendschutz, die den Schritt begrüßen. Denn das Problem ist real: Minderjährige kommen auf Discord viel zu leicht an Inhalte, die nicht für sie bestimmt sind.
Und Sie so? Wie sehen Sie das?
Discord ist nicht die erste Plattform, die auf Altersverifikation setzt. Aber der Ansatz ist ziemlich umfassend. Ein Vergleich:
YouTube verlangt bei bestimmten Inhalten eine Altersprüfung per Ausweis oder Kreditkarte. Aber nur punktuell – nicht für das gesamte Konto.
Instagram setzt auf KI-basierte Altersschätzung (ebenfalls über Yoti) und hat diese Funktion seit 2023 schrittweise eingeführt. Allerdings nur bei Konten, bei denen ein Verdacht auf falsches Alter besteht.
TikTok prüft das Alter bei der Registrierung und entfernt Konten, die offensichtlich von Kindern unter 13 betrieben werden. Eine umfassende Verifikation wie bei Discord gibt es aber nicht.
OnlyFans nutzt Ausweisverifizierung schon lange – allerdings vor allem für Erstellende, nicht für Konsumierende.
Discord geht den radikalsten Weg: Alle Nutzenden, alle Konten, weltweit. Das ist tatsächlich ein Novum in dieser Größenordnung.
Die Frage, die jetzt im Raum steht: Werden andere Plattformen nachziehen? Nach unserer Einschätzung bei digital-magazin.de ist das ziemlich wahrscheinlich. Gerade im EU-Raum, wo der regulatorische Rahmen der Digitalisierung immer enger wird.
Genug Theorie. Hier kommt die Praxis. Wenn Sie Ihr Alter auf Discord bestätigen wollen, geht das so:
Schritt 1: Öffnen Sie Discord (Desktop-App, Browser oder Mobil-App).
Schritt 2: Gehen Sie zu Einstellungen → Mein Konto → Altersverifikation.
Schritt 3: Wählen Sie Ihre Methode – Gesichtsscan oder Ausweis.
Schritt 4 (Gesichtsscan): Erlauben Sie den Kamerazugriff. Schauen Sie geradeaus in die Kamera. Warten Sie 5-10 Sekunden. Fertig.
Schritt 4 (Ausweis): Fotografieren Sie Vorder- und Rückseite Ihres Ausweisdokuments. Laden Sie die Bilder hoch. Warten Sie auf die Bestätigung (meist innerhalb von Minuten).
Schritt 5: Sie erhalten eine Bestätigung. Ihr Konto wird auf „Erwachsener“ umgestellt. Alle Einschränkungen des Teenager-Modus werden aufgehoben.
Easy, oder? Der gesamte Prozess dauert keine zwei Minuten. Zumindest wenn alles glatt läuft.
Ein Tipp: Achten Sie bei der Selfie-Methode auf gute Beleuchtung. Die KI arbeitet besser, wenn Ihr Gesicht gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Kein Gegenlicht, keine Schatten. Und bitte keine Sonnenbrille (ich musste auch zweimal hinschauen, aber ja – das steht tatsächlich in den FAQ).
Okay, Sie haben sich gegen die Verifikation entschieden. Oder Sie sind tatsächlich minderjährig. Was passiert dann?
Der Teenager-Modus ist kein Light-Version von Discord. Er ist eher eine abgesicherte Blase. Und die sieht so aus:
Inhaltsfilter: Alle Bilder, Videos und Links werden automatisch gescannt und gefiltert. NSFW-Inhalte (Not Safe For Work) werden komplett blockiert. Nicht nur in öffentlichen Kanälen – auch in Direktnachrichten.
Kommunikation: Direktnachrichten von Personen, die nicht auf der Freundesliste stehen, werden standardmäßig blockiert. Server-Einladungen von Fremden ebenfalls.
Server-Zugang: Altersbeschränkte Server und Kanäle sind nicht zugänglich. Das betrifft nicht nur explizite Inhalte – auch Server, die als „18+“ markiert sind, bleiben gesperrt.
Profiloptionen: Bestimmte Profilfelder können nicht ausgefüllt werden. Bio-Texte werden auf problematische Inhalte geprüft.
Klingt einschränkend? Ist es. Aber für Minderjährige ist es ein ziemlich guter Schutz. Zumindest auf dem Papier.
Das Problem: Teenager sind kreativ. Und technisch oft fitter als ihre Eltern. Wer den Teenager-Modus umgehen will, findet vermutlich einen Weg. Discord ist sich dessen bewusst und arbeitet laut eigenen Angaben an weiteren Schutzmaßnahmen.
Jetzt wird es kurz juristisch. Aber keine Sorge – ich halte es knackig.
Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) stuft biometrische Daten als besonders schützenswert ein. Artikel 9 DSGVO verbietet die Verarbeitung solcher Daten grundsätzlich – es sei denn, es liegt eine ausdrückliche Einwilligung vor oder ein anderer Ausnahmetatbestand greift.
Discord argumentiert: Die Einwilligung ist gegeben, weil Nutzende den Scan freiwillig durchführen. Wer nicht will, muss nicht. (Aber wird dann eben als Teenager behandelt.)
Ob das rechtlich hält? Darüber streiten sich Fachleute. Die Frage ist: Ist eine Verifikation noch „freiwillig“, wenn die Alternative erhebliche Einschränkungen bedeutet?
Der Digital Services Act (DSA) wiederum verpflichtet Plattformen zu Maßnahmen zum Schutz von Minderjährigen. Discord kann also argumentieren: Wir müssen das tun. Es ist gesetzlich vorgeschrieben.
In Deutschland kommt noch der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) dazu. Der fordert ebenfalls wirksame Altersverifikationssysteme. Discord bewegt sich also in einem regulatorischen Sandwich – und versucht, allen Anforderungen gerecht zu werden.
Für Sie als Nutzende bedeutet das: Ihre Daten unterliegen dem europäischen Datenschutzrecht. Und das ist, bei allen berechtigten Bedenken, eines der strengsten weltweit. Wer mehr über den Schutz persönlicher Daten im digitalen Raum erfahren möchte, findet bei uns weitere Einordnungen.
Weil die Fragen im Netz gerade nur so hereinprasseln – hier die häufigsten, kompakt beantwortet:
Muss ich mich zwingend verifizieren?
Nein. Aber ohne Verifikation wird Ihr Konto im Teenager-Modus geführt – mit allen Einschränkungen.
Werden meine biometrischen Daten gespeichert?
Laut Discord und Yoti: Nein. Die Daten werden sofort nach der Analyse gelöscht.
Was ist, wenn der Gesichtsscan mein Alter falsch schätzt?
Dann können Sie alternativ einen Ausweis hochladen. Das ist der vorgesehene Fallback.
Ab welchem Alter gilt man als „erwachsen“ auf Discord?
Ab 18 Jahren. In einigen Regionen kann die Schwelle abweichen, aber für die meisten Länder gilt 18.
Gilt das auch für bestehende Konten?
Ja. Alle Konten werden auf Teenager-Status zurückgesetzt, bis eine Verifikation erfolgt.
Was passiert mit meinem Konto, wenn ich mich nicht verifiziere?
Es wird nicht gelöscht. Sie können Discord weiter nutzen – aber eben mit den Einschränkungen des Teenager-Modus.
Ist das System barrierefrei?
Discord arbeitet daran, den Prozess für Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen. Die Ausweis-Option steht als Alternative zum Gesichtsscan bereit.
Können Eltern den Verifikationsstatus ihrer Kinder einsehen?
Ja, über das Family Center. Dort sehen Eltern, ob das Konto ihres Kindes im Teenager-Modus läuft.
Discord hat angekündigt, das System nach dem weltweiten Rollout kontinuierlich weiterzuentwickeln. Geplant sind unter anderem:
Die Tech-Branche schaut genau hin. Wenn Discords Ansatz funktioniert – und „funktioniert“ heißt hier: Jugendschutz verbessert, ohne Nutzende massenweise zu verlieren – dann wird das Modell Schule machen.
Schon jetzt fordern Regulierungsbehörden in mehreren Ländern ähnliche Systeme für andere Plattformen. Die Richtung ist klar: Die Zeit der Selbstauskünfte („Ja, ich bin über 18, versprochen!“) ist vorbei.
Und ehrlich? Das wurde auch Zeit.
Ob Discords Weg der richtige ist, wird sich zeigen. Das System ist nicht perfekt. Datenschutz-Bedenken sind berechtigt. Die technische Umsetzung hat Schwächen. Aber der Grundgedanke – Minderjährige online besser zu schützen – ist tatsächlich einer, dem man schwer widersprechen kann.
Was mich persönlich überzeugt hat: Es gibt eine Wahl. Selfie oder Ausweis. Und wer beides nicht will, kann Discord trotzdem nutzen – nur eben eingeschränkt. Das ist kein Zwang. Das ist ein Kompromiss.
Kein perfekter. Aber ein Anfang.
Ich habe den Prozess selbst durchgemacht. Selfie, gute Beleuchtung, zehn Sekunden warten. Zack – verifiziert. War tatsächlich easy. Keine gruseligen Pop-ups, keine endlosen Formulare. Einfach Kamera auf, fertig.
Aber ich verstehe jeden, der das anders sieht. Das Unbehagen, sein Gesicht in eine Kamera zu halten, damit eine KI das Alter schätzt – das ist real. Und berechtigt.
Was mich bei der Discord Altersverifikation am meisten beschäftigt: Es ist ein Experiment in Echtzeit. 200 Millionen Nutzende als Testgruppe. Discord lernt, während es ausrollt. Das kann schiefgehen. Oder es wird zum Modell für die gesamte Branche.
Eines ist sicher: Die Debatte um Altersverifikation im Internet wird nicht leiser werden. Sie wird lauter. Viel lauter. Und Discord hat den Startschuss gegeben.
Wer sich für die breiteren Auswirkungen der Discord Altersverifikation auf den digitalen Alltag interessiert, dem empfehle ich auch unseren Überblick zum Thema Sicherheitsdenken in der Digitalisierung.
Was denken Sie? Werden Sie sich verifizieren? Oder bleiben Sie im Teenager-Modus? Schreiben Sie es in die Kommentare – wir bei digital-magazin.de sind ziemlich gespannt auf Ihre Meinung.
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