Saugroboter mit KI werden 2026 erwachsen – und räumen jetzt sogar Ihre Socken weg. Unser Autor Felix Braun hat die neuen Modelle von Roborock, Dreame und Ecovacs unter die Lupe genommen. Zwischen Greifarmen, Heißwasser-Docks und echten Fails.
Vier Uhr morgens. Ich liege im Bett, es ist stockdunkel – und aus dem Flur kommt ein Geräusch, das klingt wie ein kleiner Dinosaurier, der an einem Ladekabel würgt. Spoiler: Es war mein neuer Saugroboter. Er hatte beschlossen, dass 4:13 Uhr der perfekte Zeitpunkt sei, um meine vergessene Socke mit seinem Greifarm aufzuheben und auf den Küchentisch zu legen. Auf. Den. Küchentisch.
Willkommen im Jahr 2026, wo Ihre Haushaltsroboter nicht nur saugen und wischen, sondern Gegenstände greifen, Hindernisse per KI klassifizieren und sich in Basisstationen mit 80 Grad heißem Wasser die Wischmopps waschen lassen. Klingt einfach, ist es aber nicht. Und genau darüber müssen wir reden.
Mal ehrlich: Erinnern Sie sich noch an die ersten Roomba-Modelle? Diese runden Scheiben, die gegen Tischbeine knallten, in Ecken stecken blieben und irgendwann traurig piepsend unter dem Sofa einschliefen? Das war – je nach Perspektiv – charmant oder zum Haareraufen. Wahrscheinlich beides.
2026 ist das eine andere Geschichte. Die aktuellen Premium-Saugroboter von Dreame, Roborock und Ecovacs navigieren per LiDAR und 3D-Kameras, erkennen Hindernisse mit trainierten KI-Modellen und wissen den Unterschied zwischen Ihrem Ladekabel und dem Schwanz Ihrer Katze. Na ja. Meistens.
Was mich aber wirklich umgehauen hat – und ich benutze dieses Wort bewusst –, ist der Sprung, den die Branche in den letzten zwölf Monaten gemacht hat. Wir reden hier nicht über inkrementelle Updates à la „jetzt 500 Pascal mehr Saugkraft“. Wir reden über Robotik-Technologien, die vor drei Jahren noch Science-Fiction waren. Greifarme. Sprachsteuerung mit echtem Kontextverständnis. Und Basisstationen, die aussehen wie kleine Waschmaschinen.
Nerd-Alarm: Ich habe in den letzten Wochen drei aktuelle Flaggschiff-Modelle durch meine 85-Quadratmeter-Wohnung gejagt. Was ich dabei gelernt habe? Jede Menge. Was meine Wohnung dabei gelernt hat? Dass sie offenbar deutlich schmutziger ist, als ich dachte.
Fangen wir mit dem Elefanten im Raum an. Oder besser: mit dem Roboter, der den Elefanten – okay, zumindest Ihre Schuhe – aus dem Raum trägt. Der Roborock Saros Z70 ist der erste in Serie produzierte Saugroboter mit einem faltbaren Fünf-Achsen-Greifarm. Lassen Sie das kurz sacken.
Ein Saugroboter. Mit einem Arm. Der Sachen aufhebt.
Im Ernst: Als ich das erste Mal gesehen habe, wie dieser 8 Zentimeter flache Roboter langsam auf meine herumliegenden Sneaker zufährt, seinen kleinen OmniGrip-Arm ausfährt, den Schuh greift (450 Gramm, wohlgemerkt!) und ihn zu einer vordefinierten Ablagezone bringt – da hatte ich kurz so ein Gefühl wie beim ersten iPhone. Nur eben für den Fußboden.
Die kurze Version: Der Saros Z70 erkennt per KI-Kamera Objekte auf dem Boden, klassifiziert sie und entscheidet autonom, ob er sie umfahren oder aufräumen soll. Socken, Schuhe, kleine Spielzeuge – alles fair game. Die Ablage ist… kreativ. Meine Sneaker landeten ordentlich nebeneinander. Meine Socken eher so im Stil „Poltergeist hat aufgeräumt“. Aber hey – die Wischfläche war frei.
Dazu kommen 22.000 Pascal Saugkraft, ein Dual Anti-Tangle System (endlich keine Haare mehr um die Bürste gewickelt!), rotierende Wischmopps mit 2,2 Zentimeter Anhebung auf Teppich und eine Basisstation mit 80-Grad-Heißwasserwäsche. Das klingt nach viel, weil es viel ist.
Wenn der Saros Z70 der Entertainer auf der Party ist, dann ist der Dreame X40 Ultra Complete der Typ, der leise im Hintergrund alles organisiert und am Ende fragt man sich: Wer hat eigentlich aufgeräumt?
Was mich bei Dreame beeindruckt: Die App. Ich weiß, ich weiß – niemand wird wegen einer App emotional. Aber diese App. Sie zeigt Ihnen eine 3D-Karte Ihrer Wohnung, in der Sie sehen können, wo der Roboter gerade ist, welche Bereiche er bereits gereinigt hat und – das ist der Clou – welche Hindernisse er erkannt hat. Inklusive Foto. Ja, mein Saugroboter schickt mir Fotos von Sachen, die auf meinem Boden liegen. Das ist gleichzeitig beeindruckend und beschämend.
Der X40 Ultra setzt auf eine ausfahrbare Seitenbürste, die bis in die hinterste Ecke kommt. Wir bei digital-magazin.de haben uns das genauer angeschaut, und im Praxistest war die Eckenreinigung tatsächlich besser als bei allen Vorgängermodellen. Die KI-Hinderniserkennung kombiniert 3D-Kamera mit LiDAR-Daten und hatte in meinem Test eine Trefferquote von geschätzt 95 Prozent. Die restlichen fünf Prozent? Ein schwarzes USB-Kabel auf dunklem Laminat. Nachvollziehbar.
Der einfahrbare Turm – ein Trend, den 2026 fast alle Hersteller aufgreifen – senkt die Bauhöhe auf unter 9 Zentimeter. Damit passt der Roboter unter die meisten Sofas und Betten. Mein IKEA-Bettgestell? Kein Problem. Das antike Sideboard meiner Großmutter mit 7,5 Zentimeter Bodenfreiheit? Knapp gescheitert. Aber immerhin hat er es versucht, dreimal, bevor er aufgegeben hat. Respekt für die Ausdauer.
Ecovacs geht 2026 einen anderen Weg. Statt Greifarm setzt der Hersteller voll auf das, was ich als „Nassoffensive“ bezeichnen würde: Der Deebot X8 Pro Omni kommt mit rotierenden Wischwalzen statt klassischen Mopps. Und das macht einen Unterschied, den Sie spüren – beziehungsweise auf dem Boden sehen – können.
Die Walzen schrubben den Boden mit konstantem Druck und werden während des Wischens kontinuierlich mit frischem Wasser versorgt. Das Ergebnis: weniger Schmierspuren, kein Hin-und-Her von schmutzigem Wasser. In meinem Küchen-Stress-Test (Tomatensoße, Kaffee, etwas Honig – ja, ich lebe gefährlich) war der X8 Pro dem klassischen Mopp-System klar überlegen.
Was mich weniger überzeugt hat: Die Lautstärke. Auf maximaler Stufe klingt der X8 Pro wie ein kleiner Industriestaubsauger. Mein Nachbar hat geklopft. Nicht wegen der Musik – wegen des Saugroboters. Das muss man erstmal schaffen.
Dafür ist die KI-gestützte Raumnavigation auf dem neuesten Stand der IoT-Technik: Multi-Floor-Mapping, No-Go-Zonen per App, zeitgesteuerte Reinigungspläne pro Raum. Und eine Funktion, die ich liebe: Der Roboter erkennt automatisch, wenn Sie Besuch haben (via Geräuschsensor) und pausiert diskret. Höflicher als mancher Mitbewohner.
Jetzt wird’s technisch. Aber keine Sorge – ich halte es verständlich. Versprochen. (Meine Freundin sagt, das sage ich immer, bevor es unverständlich wird. Ich arbeite daran.)
Die Hinderniserkennung aktueller Saugroboter basiert 2026 auf einem Dreiklang: LiDAR für die grundlegende Raumvermessung, 3D-Kameras für die Objekterkennung und trainierte KI-Modelle für die Klassifizierung. Die Modelle wissen: Das ist ein Kabel. Das ist ein Schuh. Das ist ein Hundehaufen. (Ja, es gibt dedizierte Trainingsdaten für Hundehaufen. Die Zukunft ist seltsam.)
In der Praxis funktioniert das erstaunlich gut – mit Einschränkungen. Helle Objekte auf hellem Boden? Kein Problem. Dunkle Objekte auf dunklem Boden? Schon schwieriger. Sehr flache Objekte wie ein einzelnes Blatt Papier? Werden manchmal überfahren. Der Trick: Die KI lernt mit der Zeit Ihre Wohnung kennen. Nach etwa einer Woche wusste mein Testgerät, dass unter dem Schreibtisch immer ein Kabelgewirr liegt, und fuhr einen Bogen.
Das Team von digital-magazin.de testet regelmäßig neue Technologien im Alltag, und bei den Saugrobotern hat sich gezeigt: Die Sprünge bei der Hinderniserkennung sind real. Vor zwei Jahren hätte ein Saugroboter mein Trinkglas einfach umgefahren. 2026 erkennen zumindest die Top-Modelle ein aufrecht stehendes Glas zuverlässig.
Aber – und das ist wichtig – es gibt weiterhin Grenzen. Transparente Objekte, extrem schmale Hindernisse und Sachen, die der KI noch nie begegnet sind, bleiben problematisch. Mein selbstgebautes Lego-Raumschiff (fragen Sie nicht) wurde als „Schuh“ klassifiziert. Technisch falsch, emotional verletzend.

Können wir kurz über die Basisstationen reden? Denn die sind 2026 fast interessanter als die Roboter selbst. Die Zeiten der simplen Ladestation sind endgültig vorbei. Aktuelle Docking-Stationen waschen die Wischmopps mit bis zu 80 Grad heißem Wasser, trocknen sie mit Heißluft, entleeren den Staubbehälter automatisch in einen Beutel und füllen den Frischwassertank nach.
Klingt gut? Ist es auch. Das Problem: Diese Stationen sind groß. Richtig groß. Der Dock des Roborock Saros Z70 ist etwa so groß wie ein kleiner Beistelltisch. Der Dreame-Dock hat die Maße eines Reisekoffers. In meiner Berliner Altbauwohnung (85 Quadratmeter, die sich anfühlen wie 60) war das eine echte Herausforderung. Die Station steht jetzt im Flur, wo vorher ein Schuhschrank stand. Der Schuhschrank steht jetzt im Keller. So schafft Technik neue Probleme, die es vorher nicht gab.
Der Vorteil der Heißwasser-Reinigung ist allerdings nicht zu unterschätzen: Keime und Bakterien werden zuverlässig abgetötet, und der typische „nasser Lappen“-Geruch, den ältere Saugroboter verbreiten konnten, gehört der Vergangenheit an. Wer Haustiere oder kleine Kinder hat, wird das zu schätzen wissen.
Ein Detail am Rande: Manche Stationen melden per App, wenn der Staubbeutel voll ist oder Wasser nachgefüllt werden muss. Mein Dreame hat mich an einem Sonntag um 7 Uhr morgens per Push-Notification geweckt, weil der Wassertank leer war. Danke. Wirklich. Danke.
Jetzt kommen wir zu einem Punkt, der mir besonders am Herzen liegt – weil ich hier die meiste Zeit mit Fluchen verbracht habe. Die Smart-Home-Integration.
Alle drei getesteten Modelle unterstützen Amazon Alexa und Google Home. Klingt selbstverständlich? Ist es leider nicht. Die Integration variiert stark. Bei Roborock kann ich per Sprachbefehl einzelne Räume anfahren lassen: „Alexa, sag Roborock, er soll die Küche saugen.“ Funktioniert. Meistens. Manchmal versteht Alexa „Kirche“ statt „Küche“ und der Roboter tut… nichts. Weil er keinen Raum namens Kirche kennt.
Dreame bietet über die eigene App eine Anbindung an Home Assistant – und hier wird es für Bastelnde richtig interessant. Über Automatisierungen können Sie Szenarien erstellen: Wenn der letzte Mensch das Haus verlässt (via Geofencing), startet der Saugroboter automatisch. Wenn er fertig ist, schaltet sich die smarte Beleuchtung in den „Willkommen zurück“-Modus. Klingt nach einem Bastelprojekt? Ist es. Aber ein großartiges.
Was allerdings weiterhin fehlt: Ein echtes, herstellerübergreifendes Protokoll, das alle Geräte nahtlos verbindet. Ja, ich weiß – es gibt Bestrebungen in diese Richtung. Aber Stand Februar 2026 kochen die meisten Hersteller immer noch ihr eigenes Süppchen. Mein Saugroboter redet mit Alexa, meine smarten Lampen mit Google, und mein Thermostat spricht nur mit sich selbst. Willkommen im Smart Home.
Immerhin: Die Entwicklung von KI-Agenten, die als Vermittler zwischen verschiedenen Smart-Home-Systemen agieren, schreitet voran. Ob das in der Praxis so reibungslos funktioniert wie in den Werbevideos? Spoiler: noch nicht ganz.
Reden wir über Geld. Denn die neue Generation von Saugrobotern mit KI ist nicht günstig. Die ehrliche Wahrheit: Wer Spitzentechnologie will, muss tief in die Tasche greifen.
| Modell | Preis (UVP) | Besonderheit |
| Roborock Saros Z70 | ca. 1.399 € | Greifarm, 22.000 Pa, Heißwasser-Dock |
| Dreame X40 Ultra Complete | ca. 1.199 € | Ausfahrbare Seitenbürste, 3D-KI-Erkennung |
| Ecovacs Deebot X8 Pro Omni | ca. 999 € | Wischwalzen, Geräuschsensor-Pause |
| Dreame L40 Ultra | ca. 899 € | Preis-Leistung, solide KI |
| Roborock S8 MaxV Ultra | ca. 1.099 € | Bewährtes System, gute Wischleistung |
Ja, Sie lesen richtig. Knapp 1.400 Euro für einen Staubsauger. Meiner Mutter habe ich den Preis lieber nicht verraten. Die hat einen Handstaubsauger für 89 Euro und findet, dass der „doch auch saugt“. Hat sie Recht? Technisch gesehen ja. Aber ihr Staubsauger räumt keine Socken auf, wäscht sich nicht selbst und schickt keine Fotos von vergessenen Ladekabeln.
Wer nicht ganz so tief in die Tasche greifen möchte: Modelle in der 400-bis-600-Euro-Klasse – etwa der Dreame L10s Ultra Gen 2 oder der Roborock Q Revo MaxV – bieten bereits KI-Hinderniserkennung und automatische Mopp-Reinigung. Ohne Greifarm, ohne 80-Grad-Wäsche, aber mit solider Alltagsleistung. Für die meisten Wohnungen völlig ausreichend.
Ich wäre kein ehrlicher Technik-Journalist, wenn ich nur die Highlights erzählen würde. Deshalb: Die ungeschönte Wahrheit über das, was noch nicht rund läuft.
Fail Nummer 1: Der Greifarm und die Glasflasche. Der Saros Z70 hat in meinem Test versucht, eine leere Glasflasche aufzuheben. Das ging so: Anfahren. Arm ausfahren. Greifen. Flasche rutscht ab. Erneut greifen. Flasche rollt weg. Roboter fährt hinterher. Flasche rollt unter den Tisch. Roboter gibt auf. Das Ganze hat vier Minuten gedauert. Ich habe jede Sekunde genossen.
Fail Nummer 2: Teppichfransen. Alle drei Modelle hatten Probleme mit den Fransen meines Vintage-Teppichs aus dem Flohmarkt. Der Dreame hat sie aufgesaugt und sich verheddert. Der Ecovacs hat den gesamten Teppich als No-Go-Zone markiert. Der Roborock hat die Fransen mit dem Greifarm angefasst, als wäre es ein Hindernis, und versucht, den Teppich zu verschieben. Keiner hat gewonnen.
Fail Nummer 3: Haustier-Interaktion. Meine Katze Luna hat eine klare Meinung zu Saugrobotern: Sie hasst sie. Alle. Ohne Ausnahme. Der Geräuschsensor des Ecovacs, der bei menschlichem Besuch höflich pausiert? Hat Lunas wütendes Fauchen nicht als Grund zum Anhalten erkannt. Das könnte ein Feature-Request sein: „Stopp bei verärgerten Haustieren.“
Diese Fails sind unterhaltsam, aber sie zeigen auch: Die Technologie ist beeindruckend, aber noch lange nicht perfekt. Und das ist okay. Wer 2026 einen Saugroboter kauft, sollte wissen, dass er einen sehr guten Helfer bekommt – keinen fehlerfreien.
Hand aufs Herz: Brauchen Sie wirklich einen Saugroboter für über tausend Euro? Die Antwort ist – wie so oft in der Technik – es kommt drauf an.
Klares Ja, wenn Sie eine große Wohnung oder ein Haus haben (ab 80 Quadratmeter), Haustiere besitzen (Haare, überall Haare), wenig Zeit für Bodenreinigung haben oder einfach Technik-Begeisterte sind, die das Gefühl lieben, in der Zukunft zu leben.
Eher Nein, wenn Ihre Wohnung sehr verwinkelt ist mit vielen Hindernissen, Sie hauptsächlich Teppichboden haben (Wischfunktion bringt dann wenig), Ihr Budget unter 500 Euro liegt oder Sie jemand sind, der gerne die volle Kontrolle beim Putzen hat. Manche Leute staubsaugen zur Entspannung. Kein Urteil.
Die Digitalisierung verändert nicht nur Unternehmen, sondern auch unseren Alltag – und Saugroboter sind ein Paradebeispiel dafür. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann diese Geräte zum Standard werden. Nach unserer Recherche bei digital-magazin.de deutet alles darauf hin: spätestens 2027, wenn die Preise weiter fallen.
Ein Thema, über das erstaunlich wenig gesprochen wird: Datenschutz. Ihr KI-Saugroboter hat eine Kamera. Er kartiert Ihre Wohnung in 3D. Er weiß, wo Ihr Bett steht, wo Sie essen und wie groß Ihr Wohnzimmer ist. Manche Modelle machen Fotos von Objekten auf Ihrem Boden.
Die gute Nachricht: Die meisten Hersteller verarbeiten die KI-Daten lokal auf dem Gerät. Die Karten werden verschlüsselt in der Cloud gespeichert (optional) oder bleiben komplett auf dem Roboter. Roborock und Dreame haben beide ihre Sicherheitsarchitektur in den letzten Jahren deutlich verbessert, inklusive TÜV-Zertifizierung für Datenschutz.
Die weniger gute Nachricht: Wenn Sie die volle Funktionalität nutzen wollen – Fernsteuerung per App, Cloud-Kartenspeicherung, Objekterkennung-Fotos –, dann verlassen Daten Ihr Heimnetzwerk. Das muss jeder für sich abwägen. Meine persönliche Empfehlung: Nutzen Sie die lokale Verarbeitung, wo immer es geht, und deaktivieren Sie die Foto-Funktion, wenn Sie sie nicht brauchen. Ihr Saugroboter muss wirklich nicht wissen, wie Ihre Unterwäsche aussieht.
Werfen wir einen Blick nach vorn. Was kommt als Nächstes? Basierend auf den Ankündigungen der CES 2026 und Gesprächen mit Branchenvertretenden zeichnen sich drei Trends ab:
Trend 1: Noch mehr Autonomie. Die Hersteller arbeiten an Robotern, die wochenlang ohne menschliches Zutun auskommen. Automatische Reinigungsmittel-Dosierung, selbstreinigende Basisstationen mit Abwasseranschluss und Staubbeutel-Kapazitäten für drei Monate. Das Ziel: Sie sollen Ihren Saugroboter vergessen können. Ob das emotional möglich ist, wenn das Ding einen Greifarm hat und Ihre Socken sortiert, wage ich zu bezweifeln.
Trend 2: Multifunktionale Roboter. Der Saros Z70 mit Greifarm ist erst der Anfang. Mehrere Hersteller haben Prototypen gezeigt, die nicht nur saugen und wischen, sondern auch als mobile Überwachungskamera, Luftreiniger oder sogar als rollender Lautsprecher fungieren. Mein Traum: Ein Roboter, der saugt, wischt und mir ein Bier aus dem Kühlschrank holt. Technisch machbar. Wahrscheinlich 2028.
Trend 3: Bessere KI durch Edge Computing. Die Rechenleistung auf den Geräten selbst wird stärker. Das bedeutet: schnellere Objekterkennung, bessere Navigation und mehr Privatsphäre, weil weniger Daten in die Cloud müssen. Aktuelle Chips in Saugrobotern haben bereits die Leistung eines Smartphones von vor fünf Jahren. Tendenz: stark steigend. Laut aktuellen Marktprognosen von Statista wird der globale Markt für Haushaltsroboter bis 2029 auf über 28 Milliarden US-Dollar wachsen.
Wenn Sie bis hierhin gelesen haben – Respekt. Und wahrscheinlich wollen Sie jetzt wissen: Welchen soll ich kaufen?
Meine ehrliche Einschätzung: Den perfekten Saugroboter gibt es 2026 noch nicht. Aber die aktuellen Modelle sind so nah dran wie nie zuvor. Der Roborock Saros Z70 ist das technologische Highlight mit dem Greifarm – beeindruckend, aber auch am teuersten und gelegentlich etwas übereifrig. Der Dreame X40 Ultra Complete bietet das beste Gesamtpaket aus Reinigungsleistung, App-Steuerung und KI-Erkennung. Und der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni ist mein persönlicher Wisch-Favorit – wenn Sie vor allem saubere Hartböden wollen.
Egal, für welches Modell Sie sich entscheiden: Räumen Sie vorher Ihre Kabel auf. Heben Sie die Teppichfransen an. Und – ganz wichtig – stellen Sie die Startzeit nicht auf 4 Uhr morgens. Ihr Schlaf wird es Ihnen danken. Mein Nachbar auch.
Eines steht fest: Die Saugroboter mit KI sind 2026 keine Spielerei mehr. Sie sind echte Helfer im Haushalt geworden – mit Macken, ja, aber auch mit einer Kompetenz, die mich überrascht hat. Und wer weiß: Vielleicht sortiert der Roboter nächstes Jahr nicht nur meine Socken, sondern legt sie auch gefaltet in den Schrank. Bis dahin mache ich das weiterhin selbst. Oder eben nicht. Meine Socken, meine Regeln.
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