QR Code erstellen kostenlos 2026: Die 7 besten Generatoren

QR Codes erstellen

QR Codes begegnen Ihnen überall – auf Speisekarten, Plakaten, Visitenkarten und Produktverpackungen. Doch wie lässt sich ein eigener QR Code erstellen, ohne dafür zu bezahlen? In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche kostenlosen QR Code Generatoren 2026 wirklich taugen, welche QR-Code-Typen es gibt und wie Sie typische Fehler vermeiden. Außerdem zeigen wir, wie Unternehmen QR Codes strategisch einsetzen.

Inhalt

Was genau ist ein QR Code – und warum sind sie 2026 wichtiger denn je?

QR steht für „Quick Response“ – also schnelle Antwort. Ein QR Code ist ein zweidimensionaler Matrixcode, der Daten in einem quadratischen Muster aus schwarzen und weißen Modulen speichert. Im Gegensatz zum klassischen Barcode kann ein QR Code deutlich mehr Informationen aufnehmen: bis zu 7.089 Ziffern oder 4.296 alphanumerische Zeichen.

Die Technologie stammt ursprünglich aus der japanischen Automobilindustrie. Denso Wave entwickelte den QR Code 1994 für die Teileverfolgung bei Toyota. Heute nutzen weltweit Milliarden Menschen QR Codes – vom Restaurant-Besuch über kontaktloses Bezahlen bis hin zu digitalen Kaufprozessen im E-Commerce.

2026 sind QR Codes relevanter als je zuvor. Die EU-weite Einführung digitaler Produktpässe, der Siegeszug mobiler Bezahlsysteme wie Wero und die zunehmende Verbreitung von Augmented-Reality-Anwendungen sorgen dafür, dass QR Codes aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind.

QR Code erstellen kostenlos: Die 7 besten Generatoren 2026 im Vergleich

Wer einen QR Code erstellen möchte, braucht dafür kein Budget. Zahlreiche Online-Tools bieten die Erstellung statischer QR Codes komplett kostenlos an. Wir haben die besten QR Code Generatoren getestet und verglichen.

1. QRCode Monkey – Der Allrounder

QRCode Monkey (qrcode-monkey.com) gilt als einer der beliebtesten kostenlosen QR Code Generatoren überhaupt. Das Tool bietet umfangreiche Design-Optionen: Sie können Farben anpassen, ein Logo einbinden und zwischen verschiedenen Formen für die Eckelemente wählen. Der Download ist in PNG, SVG, PDF und EPS möglich – alles ohne Anmeldung und ohne Wasserzeichen.

Vorteile: Kein Account nötig, hochauflösende Ausgabe, Logo-Integration kostenlos
Nachteile: Nur statische QR Codes in der Gratisversion, kein Scan-Tracking

2. GoQR.me – Schnell und unkompliziert

GoQR.me überzeugt durch Einfachheit. In wenigen Sekunden können Sie einen QR Code erstellen – kostenlos und ohne Registrierung. Das Tool unterstützt URL, Text, vCard, WLAN und SMS als Datentypen. Die generierten Codes lassen sich als PNG, SVG oder EPS herunterladen.

Vorteile: Extrem schnelle Erstellung, übersichtliche Oberfläche, DSGVO-konform (Server in Deutschland)
Nachteile: Eingeschränkte Design-Optionen, keine Logo-Integration

3. QR Code Generator von der ZXing-Bibliothek

Für technisch versierte Nutzende bietet die Open-Source-Bibliothek ZXing eine solide Grundlage. Über den Web-Decoder (zxing.appspot.com) lassen sich QR Codes nicht nur erstellen, sondern auch analysieren. Das Tool ist vollständig kostenlos und quelloffen.

Vorteile: Open Source, keine Datensammlung, API verfügbar
Nachteile: Kein Design-Editor, technisches Grundverständnis hilfreich

4. Canva QR Code Generator

Canva hat einen integrierten QR Code Generator, der sich direkt in Designs einbetten lässt. Besonders praktisch für alle, die ohnehin Flyer, Poster oder Social-Media-Grafiken in Canva erstellen. Der QR Code Generator kostenlos nutzbar ist – auch im Free-Plan.

Vorteile: Direkte Integration in Designs, einfache Bedienung
Nachteile: Canva-Account erforderlich, begrenzte QR-Code-spezifische Optionen

5. QR Stuff

QR Stuff bietet über 25 verschiedene Datentypen – von einfachen URLs über Bitcoin-Adressen bis hin zu Zoom-Meeting-Links. Der kostenlose Plan erlaubt statische QR Codes mit grundlegenden Anpassungen. Die Erstellung funktioniert direkt im Browser.

Vorteile: Riesige Auswahl an Datentypen, sofortige Vorschau
Nachteile: Wasserzeichen im Free-Plan bei einigen Formaten, dynamische Codes kostenpflichtig

6. Segno (Python-Bibliothek)

Segno ist eine schlanke Python-Bibliothek zur QR-Code-Erstellung. Wer mit Python arbeitet oder QR Codes automatisiert generieren möchte, findet hier ein leistungsstarkes Werkzeug. Segno erzeugt SVG, PNG und EPS – ohne externe Abhängigkeiten.

Vorteile: Perfekt für Automatisierung, leichtgewichtig, keine Internetverbindung nötig
Nachteile: Kommandozeile erforderlich, kein visueller Editor

7. Adobe Express QR Code Generator

Adobe Express bietet seit 2024 einen kostenlosen QR Code Generator mit soliden Design-Optionen. Farben, Muster und Hintergründe lassen sich anpassen. Der Download erfolgt als PNG. Ein Adobe-Account ist Voraussetzung, aber kostenlos erstellbar.

Vorteile: Professionelle Design-Optionen, Marken-Konsistenz durch Adobe-Ökosystem
Nachteile: Account-Pflicht, einige Premium-Vorlagen kostenpflichtig

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So erstellen Sie Ihren ersten QR Code

Einen QR Code zu erstellen dauert keine zwei Minuten. Die folgende Anleitung funktioniert mit den meisten der oben genannten Tools:

Schritt 1: Datentyp wählen
Überlegen Sie zuerst, welche Information Ihr QR Code enthalten soll. Die häufigsten Optionen: URL (Webseite), vCard (Kontaktdaten), WLAN-Zugangsdaten oder reiner Text.

Schritt 2: Inhalt eingeben
Tragen Sie die gewünschten Daten ein. Bei einer URL achten Sie darauf, die vollständige Adresse inklusive „https://“ anzugeben. Bei vCards füllen Sie Name, Telefonnummer, E-Mail und Adresse aus.

Schritt 3: Design anpassen (optional)
Viele QR Code Generatoren erlauben Farbänderungen, Logo-Integration und die Anpassung der Eckmodule. Nutzen Sie diese Optionen, um Ihren QR Code an Ihr Corporate Design anzupassen – aber übertreiben Sie es nicht (dazu mehr unter Design-Tipps).

Schritt 4: Fehlerkorrektur-Level festlegen
QR Codes besitzen eine eingebaute Fehlerkorrektur nach dem Reed-Solomon-Verfahren. Es gibt vier Stufen: L (7 %), M (15 %), Q (25 %) und H (30 %). Je höher die Stufe, desto mehr kann der Code beschädigt sein und trotzdem gelesen werden. Wenn Sie ein Logo einbinden, wählen Sie mindestens Stufe Q oder H.

Schritt 5: QR Code generieren und testen
Laden Sie den fertigen Code herunter und scannen Sie ihn mit mindestens zwei verschiedenen Geräten. Testen Sie auch aus unterschiedlichen Entfernungen und Winkeln. Erst wenn alles einwandfrei funktioniert, verwenden Sie den Code.

Schritt 6: Dateiformat wählen
Für den Druck empfiehlt sich SVG oder PDF (Vektorgrafik, verlustfrei skalierbar). Für digitale Verwendung reicht PNG in ausreichender Auflösung (mindestens 300 x 300 Pixel).

QR-Code-Typen: Welcher Code passt zu Ihrem Zweck?

QR Code ist nicht gleich QR Code. Je nach Einsatzzweck eignen sich unterschiedliche Typen und Datenformate. Hier die wichtigsten im Überblick:

URL-QR-Codes

Der Klassiker: Ein QR Code, der beim Scannen eine Webseite öffnet. Ob Landingpage, Produktseite oder Ihr LinkedIn-Profil – URL-Codes sind der mit Abstand häufigste Typ. Achten Sie darauf, dass die Zielseite mobil optimiert ist, denn QR Codes werden fast ausschließlich mit Smartphones gescannt.

vCard-QR-Codes (digitale Visitenkarten)

Ein vCard-QR-Code speichert Kontaktdaten direkt im Code. Beim Scannen öffnet sich das Adressbuch des Smartphones und bietet an, den Kontakt zu speichern. Perfekt für Messen, Konferenzen und Visitenkarten. Die vCard kann Name, Firma, Telefonnummer, E-Mail, Adresse und sogar ein Profilbild enthalten.

WLAN-QR-Codes

Statt Gästen umständlich das WLAN-Passwort zu buchstabieren, generieren Sie einfach einen WLAN-QR-Code. Beim Scannen verbindet sich das Gerät automatisch mit dem Netzwerk. Besonders praktisch für Hotels, Restaurants, Co-Working-Spaces und Büros. Der Code enthält Netzwerkname (SSID), Verschlüsselungstyp und Passwort.

Payment-QR-Codes

Mobile Bezahldienste setzen massiv auf QR Codes. In Asien sind QR-Zahlungen seit Jahren Standard, und auch in Europa holt der Trend auf. Der European Payments Council hat mit dem EPC-QR-Code ein standardisiertes Format für SEPA-Überweisungen geschaffen. Damit lassen sich Empfängerdaten, IBAN, Betrag und Verwendungszweck in einem QR Code bündeln – ideal für Rechnungen und Spendenaufrufe.

E-Mail- und SMS-QR-Codes

Diese Codes öffnen beim Scannen die E-Mail- oder SMS-App mit vorausgefülltem Empfänger, Betreff und Text. Nützlich für Feedback-Formulare, Gewinnspiele oder Support-Anfragen.

Geo-Location-QR-Codes

Ein Standort-QR-Code öffnet eine Kartenanwendung mit vordefinierten Koordinaten. Ideal für Wegbeschreibungen zu Veranstaltungsorten, Filialen oder Treffpunkten.

Statisch vs. dynamisch: Was ist der Unterschied?

Statische QR Codes enthalten die Daten direkt im Code. Einmal erstellt, lässt sich der Inhalt nicht mehr ändern. Dynamische QR Codes hingegen verweisen auf eine Kurz-URL, die Sie nachträglich umleiten können. Der Vorteil: Sie ändern das Ziel, ohne den gedruckten Code austauschen zu müssen. Außerdem ermöglichen dynamische Codes Scan-Statistiken. Der Nachteil: Dynamische Codes erfordern in der Regel ein kostenpflichtiges Abo beim Anbieter.

Design-Tipps: QR Codes gestalten, die wirklich gescannt werden

Ein QR Code muss nicht langweilig schwarz-weiß sein. Durchdachtes Design erhöht die Scan-Rate und stärkt Ihre Marke. Beachten Sie dabei diese Regeln:

Kontrast ist Pflicht. Der Hintergrund muss deutlich heller sein als die Module (die dunklen Quadrate). Ein dunkler QR Code auf hellem Grund funktioniert am besten. Vermeiden Sie helle Codes auf dunklem Hintergrund – viele Scanner scheitern daran.

Logo-Integration mit Bedacht. Ein Logo in der Mitte des QR Codes sieht professionell aus und erhöht das Vertrauen. Aber: Das Logo überdeckt Datenmodule. Stellen Sie die Fehlerkorrektur auf H (30 %) und testen Sie gründlich. Das Logo sollte maximal 10–15 % der Gesamtfläche einnehmen.

Mindestgröße einhalten. Für Printmedien gilt: Der QR Code sollte mindestens 2 x 2 cm groß sein. Für Plakate, die aus mehreren Metern Entfernung gescannt werden, entsprechend größer. Als Faustregel: Der QR Code sollte ein Zehntel der Scan-Entfernung als Kantenlänge haben.

Ruhezone beachten. Um den QR Code herum braucht es einen weißen Rand (Quiet Zone) von mindestens vier Modulbreiten. Ohne diese Zone haben Scanner Schwierigkeiten, den Code zu erkennen.

Nicht zu viele Daten. Je mehr Daten ein QR Code enthält, desto dichter wird das Muster und desto schwieriger wird das Scannen. Verwenden Sie URL-Shortener für lange Links oder nutzen Sie dynamische QR Codes.

QR Codes im Unternehmenseinsatz: Mehr als nur ein Gadget

QR Codes sind für Unternehmen ein vielseitiges Werkzeug, das weit über Marketing hinausgeht. Die wichtigsten Einsatzbereiche 2026:

Marketing und Werbung: QR Codes auf Printanzeigen, Plakaten und Produktverpackungen verbinden die physische mit der digitalen Welt. Sie leiten auf Landingpages, Rabattaktionen oder Social-Media-Profile weiter. Der Vorteil gegenüber URLs: Kein Abtippen nötig, die Conversion-Rate steigt messbar.

Visitenkarten und Networking: Gedruckte Visitenkarten mit vCard-QR-Code sparen den manuellen Kontaktimport. Auf Fachmessen und Branchenevents beschleunigt das den Austausch enorm.

Gastronomie und Einzelhandel: Digitale Speisekarten per QR Code sind seit der Pandemie Standard. Aber auch Produktinformationen, Bewertungsaufforderungen und Treueprogramme lassen sich elegant über QR Codes abbilden.

Logistik und Inventar: In der Lagerverwaltung ersetzen QR Codes zunehmend klassische Barcodes, weil sie mehr Daten speichern und schneller gelesen werden können. Auch für Asset-Tracking und Wartungsprotokolle eignen sie sich hervorragend.

HR und interne Kommunikation: QR Codes auf Aushängen, in der Kantine oder im Aufzug können auf interne Umfragen, Schulungsvideos oder das Intranet verweisen. Das senkt die Hürde für die Teilnahme erheblich.

Bezahlung: Wie bereits erwähnt, gewinnen QR-basierte Zahlungen in Europa an Bedeutung. Selbstständige und kleine Unternehmen können mit einem ausgedruckten EPC-QR-Code an der Kasse schnelle Überweisungen ermöglichen – ganz ohne teures Kartenterminal.

QR Code erstellen kostenlos – Smartphone scannt QR Code auf Produktverpackung
QR Codes begegnen uns überall im Alltag – mit den richtigen Tools erstellen Sie eigene in Sekunden

Die 7 häufigsten Fehler beim QR Code erstellen – und wie Sie sie vermeiden

Wer einen QR Code erstellen möchte, kann einiges falsch machen. Diese Fehler sehen wir besonders oft:

1. QR Code führt auf nicht-mobile Seite. Über 95 % aller QR-Code-Scans erfolgen per Smartphone. Wenn die Zielseite nicht mobil optimiert ist, springen die meisten Nutzenden sofort ab. Testen Sie die Zielseite immer auf dem Handy.

2. Keine Handlungsaufforderung (Call-to-Action). Ein QR Code ohne Kontext wird selten gescannt. Fügen Sie immer einen kurzen Text hinzu: „Scannen für 10 % Rabatt“, „Speisekarte hier scannen“ oder „Kontakt speichern“. Das erhöht die Scan-Rate um bis zu 30 %.

3. Zu kleiner Druck. Ein QR Code, der kleiner als 1,5 cm Kantenlänge gedruckt wird, lässt sich mit vielen Smartphones nicht zuverlässig scannen. Auf Plakaten und Bannern muss der Code deutlich größer sein.

4. Falsche Farben oder zu wenig Kontrast. Helle Module auf hellem Grund oder invertierte Farben (weiße Module auf schwarzem Grund) machen vielen Scannern Probleme. Bleiben Sie beim bewährten Prinzip: dunkle Module, heller Hintergrund.

5. Defekte Ziel-URL. Besonders ärgerlich bei gedruckten QR Codes: Die hinterlegte URL funktioniert nicht mehr. Prüfen Sie regelmäßig, ob das Ziel noch erreichbar ist. Bei statischen Codes auf Drucksachen empfehlen sich dynamische QR Codes, deren Ziel nachträglich anpassbar ist.

6. Kein Testen vor dem Druck. Scannen Sie den QR Code vor der Verwendung mit verschiedenen Geräten (iPhone, Android, unterschiedliche Scanner-Apps). Was auf einem Gerät funktioniert, muss nicht überall laufen.

7. Datenschutz ignorieren. Dynamische QR Codes tracken Scans – oft inklusive Standort, Uhrzeit und Gerätetyp. Stellen Sie sicher, dass Ihr QR-Code-Anbieter DSGVO-konform arbeitet und weisen Sie in Ihrer Datenschutzerklärung auf das Tracking hin.

QR Code erstellen: Kostenlos oder kostenpflichtig – wann lohnt sich ein Upgrade?

Für die meisten privaten Zwecke und kleine Projekte reicht ein kostenloser QR Code Generator vollkommen aus. Ein Upgrade auf einen kostenpflichtigen Dienst lohnt sich, wenn Sie:

  • Dynamische QR Codes benötigen, deren Ziel sich nachträglich ändern lässt
  • Detaillierte Scan-Statistiken auswerten möchten (Anzahl Scans, Standorte, Geräte, Uhrzeiten)
  • Große Mengen QR Codes gleichzeitig erstellen müssen (Batch-Erstellung)
  • Erweiterte Design-Optionen wie animierte QR Codes oder benutzerdefinierte Vorlagen brauchen
  • Professionellen Support und Service-Level-Agreements erwarten

Die Preise für Premium-Pläne liegen 2026 typischerweise zwischen 5 und 40 Euro pro Monat, je nach Anbieter und Funktionsumfang.

QR Codes auf verschiedenen Materialien: Druck-Tipps für die Praxis

Ein QR Code funktioniert nur, wenn er korrekt gedruckt wird. Auf glattem Papier (Flyer, Visitenkarten) gibt es selten Probleme. Schwieriger wird es bei strukturierten Oberflächen wie Wellpappe, Textilien oder Holz. Hier empfiehlt sich ein besonders hoher Kontrast und eine größere Druckfläche.

Für Aufkleber und Etiketten verwenden Sie am besten Vektorgrafiken (SVG oder PDF). So bleibt der Code gestochen scharf, egal in welcher Größe er gedruckt wird. Bei Lasergravuren auf Metall oder Kunststoff ist die Fehlerkorrektur-Stufe H zwingend erforderlich, da die Gravur Module leicht beschädigen kann.

Auch die Platzierung spielt eine Rolle: Vermeiden Sie Falzkanten, Biegungen und Bereiche, die durch Verpackungsmaterial verdeckt werden könnten. Der QR Code sollte immer auf einer ebenen, gut beleuchteten Fläche sitzen.

Technischer Hintergrund: So funktioniert ein QR Code unter der Haube

Wer einen QR Code erstellen möchte, muss die Technik nicht im Detail verstehen. Trotzdem hilft ein Grundverständnis, bessere Entscheidungen zu treffen.

Ein QR Code besteht aus mehreren funktionalen Bereichen: Die drei großen Quadrate in den Ecken (Finder Patterns) helfen dem Scanner, den Code zu lokalisieren und seine Ausrichtung zu bestimmen. Die Alignment Patterns (kleinere Quadrate) korrigieren Verzerrungen. Die Timing Patterns (abwechselnde schwarze und weiße Module in einer Linie) definieren das Raster.

Die eigentlichen Daten werden als Bitstream in den verbleibenden Modulen codiert. Dazu kommen Fehlerkorrektur-Codeworte nach dem Reed-Solomon-Algorithmus, die beschädigte oder verdeckte Bereiche kompensieren können. Je nach Version (1–40) fasst ein QR Code unterschiedlich viele Daten. Version 1 hat 21 x 21 Module, Version 40 besteht aus 177 x 177 Modulen.

Für die Praxis bedeutet das: Halten Sie den Dateninhalt so kurz wie möglich. Ein QR Code mit einer kurzen URL benötigt weniger Module, ist einfacher zu scannen und toleranter gegenüber Beschädigungen.

QR Codes und Sicherheit: Worauf Sie achten sollten

QR Codes sind bequem – aber sie bergen auch Risiken. Beim sogenannten „Quishing“ (QR-Phishing) überkleben Kriminelle legitime QR Codes mit eigenen Codes, die auf Phishing-Seiten führen. Besonders an Parkautomaten, Ladesäulen und in Restaurants kommt diese Masche vor.

Als Erstellende von QR Codes können Sie zur Sicherheit beitragen: Verwenden Sie HTTPS-Links, nutzen Sie vertrauenswürdige QR-Code-Generatoren und informieren Sie Ihre Zielgruppe über den Zweck des Codes. Unternehmen sollten ihre QR Codes regelmäßig physisch überprüfen, um Manipulationen zu erkennen.

Für maximale Sicherheit setzen einige Unternehmen inzwischen auf signierte QR Codes oder integrieren KI-gestützte Prüfmechanismen, die gefälschte Codes automatisch erkennen.

Zukunft der QR Codes: Was kommt nach dem klassischen Schwarz-Weiß-Muster?

QR Codes entwickeln sich weiter. Einige Trends, die Sie 2026 und darüber hinaus im Blick behalten sollten:

Farbige und Design-QR-Codes werden zum Standard. Tools wie QRCode Monkey zeigen bereits, was möglich ist – und die Scan-Technologie wird immer besser darin, auch stark gestaltete Codes zuverlässig zu lesen.

QR Codes mit Augmented Reality: Einige Anbieter kombinieren QR Codes mit AR-Erlebnissen. Beim Scannen öffnet sich nicht nur eine Webseite, sondern ein 3D-Modell, ein virtueller Rundgang oder eine interaktive Produktpräsentation.

Digitale Produktpässe: Die EU verpflichtet ab 2027 schrittweise verschiedene Produktkategorien zu digitalen Produktpässen. QR Codes werden voraussichtlich das Trägermedium der Wahl, um Verbrauchenden Zugang zu Nachhaltigkeitsdaten, Inhaltsstoffen und Recycling-Informationen zu geben.

Auch Micro-QR-Codes – eine kompaktere Variante mit nur einem Finder Pattern – finden zunehmend Verbreitung, etwa auf besonders kleinen Bauteilen oder in der Medizintechnik. Und mit dem von Denso Wave entwickelten SQRC (Secure QR Code) lassen sich Daten teilweise verschlüsseln, sodass nur autorisierte Scanner den vollständigen Inhalt lesen können.

Wer heute einen QR Code erstellen kostenlos nutzen möchte, trifft eine zukunftssichere Entscheidung. Die Technologie hat sich über drei Jahrzehnte bewährt und wird in den kommenden Jahren noch relevanter werden – ob im stationären Handel, im E-Commerce oder in der internen Unternehmenskommunikation.

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