Produktfälschungen: Immer mehr werden in der EU produziert

Gerade Onlinehändler haben mit dem Problem der Produktpiraterie zu kämpfen. Diese gefährdet die Glaubwürdigkeit des eigenen Unternehmens und kann zu einer echten Bedrohung für die Nutzer werden. Sehr oft kommen Produktfälschungen aus China. Eine aktuelle Studie zeigt nun aber, dass auch innerhalb Europas immer häufiger nachgemachte Produkte hergestellt und vertrieben werden. Eine konsequente Zusammenarbeit mit dem Zoll und die Ächtung sämtlicher Produktfälschungen müssen die Folge sein.

Diese Gefahren gehen von der Produktpiraterie aus

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Produktfälschungen sind in vielerlei Hinsicht eine Gefahr für den Handel. Zum einen müssen die Originalhersteller solcher Produkte Umsatzeinbußen in Kauf nehmen, wenn statt ihrer Produkte billige Fälschungen gekauft werden. Außerdem steht die Seriosität eines Onlineshops auf dem Spiel, wenn dort vermehrt Produktfälschungen verkauft werden. Kunden kehren solchen Shops häufig den Rücken und suchen nach Anbietern, die Originalprodukte im Sortiment haben.

Nicht zuletzt stellen Produktfälschungen häufig eine Gefahr für die Gesundheit der Nutzer dar. Gerade bei in China hergestellten Produkten wird kein großer Wert auf die Unbedenklichkeit der Artikel gelegt. So werden unter anderem giftige Stoffe verarbeitet und keine Maßnahmen ergriffen, um die Produkte sicherzumachen. Aus all diesen Gründen ist es wichtig, gezielt gegen Produktpiraterie vorzugehen.

Produktfälschungen sind in Europa auf dem Vormarsch

Nach wie vor stammt die Mehrzahl der vom Zoll beschlagnahmten Produktfälschungen aus China (53,6 %). Auf Platz zwei landet Hongkong (22,9 %) und auch Singapur, Thailand, die Türkei und die USA sind im Ranking vertreten. Eine aktuelle Studie des Amts der Europäischen Union für geistiges Eigentum in Zusammenarbeit mit der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit zeigt nun aber, dass Produktfälschungen vermehrt auch in Europa hergestellt und vertrieben werden. Die Fälscher nutzen die hier vorhandene Infrastruktur, um effizient und preiswert zu produzieren.

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Für den Vertrieb werden dann Internationale Drehkreuze auf der ganzen Welt genutzt. So werden unter anderem in Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Hongkong teils riesige Container mit Produktfälschungen umgeschlagen. Der Versand an die Endverbraucher erfolgt dann mittels Logistikdienstleistern. Hierbei nutzen die Fälscher zumeist Verpackungen und Etiketten, die außerhalb der Europäischen Union hergestellt wurden.

Welche Maßnahmen können gegen Produktpiraterie unternommen werden?

Global gedacht kann nur eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Behörden im Kampf gegen Produktpiraterie zum Erfolg führen. Das bedeutet Zum Beispiel, dass Zollbehörden, Strafverfolgungsbehörden und Organisationen kooperieren, um Produktfälschern das Handwerk zu legen. Aber auch E-Commerce Unternehmen und Onlineshops können ihren Beitrag zu einem fairen Handel leisten.

Hierfür müssen sie beispielsweise vollständig auf den Vertrieb von Produktfälschungen verzichten, beziehungsweise Händler ächten, die auf dem eigenen Marktplatz solche Produkte verkaufen. Nicht zuletzt muss bei den Verbrauchern ein Bewusstsein für die Gefahren geschaffen werden, die mit Produktfälschungen verbunden sind. Nur wenn sich die Endverbraucher bewusst für Originalprodukte entscheiden und nicht auf die reizvoll niedrigen Preise der Produktfälschungen hereinfallen, kann der Produktpiraterie Einhalt geboten werden.

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