Online bezahlen – Mehr Auswahl reduziert die Abbruch-Quoten

Die aktuellen Umfragen beweisen es: In Deutschland vertrauen die Shop-Kunden im Online-Zahlungsverkehr immer noch der klassischen Überweisung sowie dem Lastschriftverfahren. Die Shop-Betreiber bzw. die Verkäufer bevorzugen demgegenüber andere Zahlweisen; aus Sicherheitsgründen ist dabei gerade die Vorkasse, aber auch die Nachnahme uneingeschränkt beliebt. Inzwischen wird aber auch ein nicht unwesentlicher Teil der in Online-Shops gekauften Produkte über Kredite realisiert bzw. mit Kreditkarte beglichen.

Lesen Sie auch ...

Micro Moment erkennen und im Marketing nutzen

Heutzutage haben wir unsere Smartphones überall dabei und das Internet jederzeit verfügbar bei uns in der Tasche. Das hat das Kaufverhalten erheblich verändert. Google...

Überwachung am Arbeitsplatz – Mitarbeiter-Tracking kommt immer mehr in Mode

Durch die Corona-Krise arbeiten die Menschen vermehrt im Homeoffice. Das kommt bei allen Beteiligten so gut an, dass die Unternehmen diese Arbeitsweise teilweise dauerhaft...

Zudem haben sich nunmehr etliche von den Verkäufern angebotene internet-basierte Zahlsysteme etabliert und das dem Zeitgeist entsprungene Mobile Payment entwickelt sich stetig vom Trend zum festen Bestandteil der unabdingbaren Zahlsystemen. Die Frage dabei ist, welche Zahlungssysteme müssen unter dem Motto „Bar war gestern“ zwingend in einem Shop angeboten und welche können vernachlässigt werden? Laut diverser unabhängiger Studien steigt jedenfalls der Umsatz nahezu proportional mit der Anzahl der angebotenen Zahlmethoden.

Viele angebotene Zahlungssysteme können Abbruch-Quoten reduzieren

Während einer benutzerdefinierten bzw. individuell geprägten Shopkonfiguration sollte sich der Betreiber daher immer auch umfassend mit den Bezahlmöglichkeiten auseinandersetzen. Dabei gilt es unter den verschiedenen Payment-Varianten die geeignetsten Optionen heraus zu filtern und in den Online-Shop einzubinden. Dieser Umstand sollte nicht unterschätzt werden, denn statistische Auswertungen haben zweifelsfrei ergeben, dass falsch gewählte Bezahlmöglichkeiten oder nur wenige offerierte Payment-Systeme zu hohen Abbruch-Quoten führen können, was letztendlich in Einkommenseinbußen mündet.

Die für den Händler sicherste Zahlmethode ist dabei sicherlich die Zahlung per Vorkasse, da hier erst nach erfolgter Überweisung des Kunden das Produkt ausgeliefert wird. Zahlungsausfälle sind daher bei dieser Zahlart im Gegensatz zur Finanzierung über Kredite quasi ausgeschlossen. Allerdings nimmt die Akzeptanz der Käufer bzw. Kunden gegenüber der Zahlung per Vorkasse immer weiter ab. Schließlich kann er die Ware erst begutachten, nachdem er bereits bezahlt hat. Beschwerden und andere Irritationen sind daher für den Shop-Betreiber oftmals nicht ausgeschlossen. Zudem verlängert sich die Lieferzeit künstlich, da für die eingehende Überweisung und der anschließenden Versendung der gekauften Ware auf dem Postweg schon einmal eine Woche ins Land ziehen kann.

Payment-Anbieter vergleichen

Zahlung per Nachnahme bietet in der Regel Sicherheit für beide Vertragsparteien

Lesen Sie auch ...

Journalismus ist während der Digitalisierung auf gedruckte Zeitungen angewiesen

Die Digitalisierung des Journalismus ist in vollem Gange. Die Bedeutung von Online-Angeboten nimmt immer weiter zu, während die Nachfrage nach gedruckten Zeitungen kontinuierlich nachlässt....

Kanban – Eine kleine Einführung in das Projektmanagement mit Kanban

Mehr Organisation und bessere Ergebnisse für Ihr Privatleben und für Großkonzerne? Wahrscheinlich denken Sie, dass es hier nicht viele Überschneidungen in empfohlenen Methoden und...

Es gehört zum guten Ton, dass dem Kunden auch die Möglichkeit offeriert wird, die Ware nach Erhalt der mitgelieferten Rechnung zu überweisen. Allerdings können hierbei gerade kleinere Online-Shops Probleme bekommen. Im Gegensatz zu wirtschaftlich starken Anbietern verfügen diese in der Regel nicht über ein ausgeklügeltes Mahnwesen und eine fristgerecht agierende Rechtsabteilung, daher drohen in diesem Fall Zahlungsausfälle. Auch ein Lastschriftverfahren sollte in den Zahlungssystemen eines Shops integriert sein. Viele Kunden schätzen dabei die bequeme Art und Weise der Zahlung, da der Vorgang automatisch über das Konto abgewickelt wird. Das Risiko liegt hier eher beim Händler, da der eingezogene Betrag ohne Nennung von Gründen innerhalb von sechs Wochen vom Kunden wieder zurück gebucht werden kann.

Darüber hinaus trägt der Shop-Betreiber die Stornogebühren, falls falsche Kontodaten vorliegen oder die Lastschrift aufgrund eines ungedeckten Kontos nicht ausgeführt wird. Demgegenüber ist die Zahlung per Nachnahme eine Payment-Methode, die Sicherheit für beide Vertragspartner generiert. Dieses Zahlungsprinzip sollte zwingend in einem Shop zur Verfügung stehen. Hierbei kann sich der Käufer stets sicher sein, dass er auch wirklich die Ware erhält und auch der Händler erhält bei Auslieferung bzw. Überbringung der Ware sein Geld. Bar sozusagen. Allerdings kann diese Alternative für den Verkäufer eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, da das postalisch beauftragte Unternehmen in der Regel eine gewisse Zeit benötigt, bis das Geld an den Verkäufer überwiesen wird. Sollte schon im Vorfeld die Annahme seitens des Empfängers bzw. des Käufers verweigert werden, übernimmt der Shop-Betreiber trotzdem die entstandenen Transaktionskosten.

Anbieten von bekannten Online-Zahlungssystemen generiert Kundenfreundlichkeit und Seriösität

In den USA ist es schon seit jeher die beliebteste Zahlungsmethode, jetzt befindet sich die Bezahlung mit Kreditkarte als schnelle Zahlungsvariante auch in Deutschland eminent auf dem Vormarsch. Allerdings ist das Verwenden einer Kreditkarte bei etlichen Deutschen auch noch mit einer gewissen Portion Skepsis aufgrund von Sicherheitsbedenken verbunden. Um dieses Risiko zu minimieren muss eine verschlüsselte SSL-Verbindung zur Verfügung stehen. Wenn unter diesen Voraussetzungen Daten übermittelt werden, können diese von Unbefugten nicht gelesen werden und der Kunde bzw. Käufer ist auf der sicheren Seite. Die Kosten bzw. Gebühren gegen dabei grundsätzlich zu Lasten des Shop-Betreibers. Diese Zahl-Variante sollte unter allen Umständen in einem Shopsystem verankert sein.

Lesen Sie auch ...

Kanban – Eine kleine Einführung in das Projektmanagement mit Kanban

Mehr Organisation und bessere Ergebnisse für Ihr Privatleben und für Großkonzerne? Wahrscheinlich denken Sie, dass es hier nicht viele Überschneidungen in empfohlenen Methoden und...

Zum Stand der Digitalisierung in Deutschland

Elmar Giglinger ist Unternehmer, Berater, Geschäftsführer und Programmdirektor. Er unterstützt Betriebe bei ihrer digitalen Transformation und zeigt auf, wie effiziente interne und externe Kommunikation...

Neben all diesen eher traditionellen Zahlungsmethoden, die zudem nicht nur bei Internetkäufen gebräuchlich sind, gibt es auch zahlreiche Zahlsysteme, die speziell auf den Online-Handel bzw. das Internet zugeschnitten sind. Dabei sind diese Systeme so konzeptioniert, dass es zu einer so genannten Win-Win-Situation kommt. Der Kunde bzw. Käufer muss nämlich nur ein einziges Mal die entsprechenden Verifizierungsdaten eingeben, danach sind diese Eingabedaten für alle Shops gültig, die das entsprechende Bezahlsystem in ihrem Portfolio integriert haben. Daher ist es ungemein wichtig und vor allem vorteilhaft für einen Shop-Betreiber zumindest die bekanntesten Online-Zahlungsmethoden standardmäßig anzubieten.

Damit präsentiert sich ein Online-Shop äußerst kundenfreundlich und vermittelt des Weiteren Seriösität. Letzterer Punkt ist gerade für das Wohl und Wehe von kleineren Web-Shops ungemein wichtig, da diese meistens nur über einen geringen Bekanntheitsgrad und wenig Reputation verfügen. Zudem gewährleisten diese aufs Internet zugeschnitten Zahlungssysteme einen zeitnahen Transfer des Geldes und garantiert eine wenig problematische Anwendung im Micropayment-Bereich. Insbesondere Shops, die im Download-Bereich tätig sind und zum Beispiel mp3-Dateien, E-Books oder software veräußern, haben mit diesen Systemen eine interessante und attraktive Alternative gefunden.

Innovative SQ-Technologie präsentiert sich als Bezahl-System zukunftsorientiert

Dabei ist beispielsweise gerade eine Zahlung via PayPal weit verbreitet. Das liegt verständlicherweise auch mit an den integrierten Sicherheitsfunktionen, die das Vertrauen in dieses Bezahlsystem nachhaltig stärkt. Neben dem Bezahlen via PayPal sollte ein Online-Shop auch den überaus bekannten Dienst ClickandBuy (früher Firstgate) anbieten, der insgesamt 46 verschiedene Zahlarten nutzen kann und dem jeweiligen Shop ein erstklassiges Renommee verschafft. Des Weiteren sollten T-Pay, bei dem Zahlungen über die Telefonrechnung abgebucht werden können oder das nach dem Prepaid-Prinzip funktionierende MicroMoney auf jeden Fall feste Bestandteile des von einem Shop angebotenen Zahlungssysteme-Portfolio sein. Eventuell können auch die Systeme sofortüberweisung.de und giropay angeboten werden. Allerdings müssen dabei beispielsweise bei giropay die Händler Vereinbarungen mit einem so bezeichneten Acquirer als Partner bzw. Bindeglied treffen.

Für kleinere Shops lohnt sich der damit zusammenhängende Aufwand nicht unbedingt. Zumal dieses System auch noch nicht von den Käufern so stark genutzt wird. Eine weitere Methode, auf die ein Händler keinesfalls verzichten sollte, ist die Paysafecard. Eine Bezahlung mit dieser sollte alleine schon aus Gründen der Kundenfreundlichkeiten in jedem Online-Shop möglich sein, denn viele Käufer bzw. Kunden nutzen bevorzugt diese Zahlart, für die keine persönlichen Daten preis gegeben werden müssen. Zahlungsweisen, die beispielsweise mittels den Prepaid-Karten bzw. -Systemen Wirecard, Moneybookers oder Web.Cent realisiert werden, sollten gerade Shops mit einem umfangreichen Produktsortiment ihren Kunden ermöglichen.

Shop-Betreiber, die zukunftsorientiert arbeiten, sollten zudem auf jeden Fall das mobile Bezahlen in sein Portfolio integrieren. Mit SQWALLET existiert dabei eine unabhängige Transaktionsplattform, über die mittels eines mobilen Endgeräts ein bargeldloses Bezahlen realisiert werden kann. Dabei wird ein so genannter QR-Code gescannt und anschließend der Bezahlvorgang über eine PIN-Code-Eingabe realisiert. Der zu scannende Code kann vom Händler auf dem Kassenbon, auf Prospekten, Plakaten oder auch direkt im Online-Shop montiert bzw. abgebildet werden. Diese Technologie kann unkompliziert in bereits bestehende Applikationen von Zahlungsdienstleistern und Händlern integriert werden.

Aufgrund der zum Patent angemeldeten Authentifizierungstechnologie gilt dieses Zahlungssystem als die sicherste Alternative am Markt. Es ist davon auszugehen, dass diese Technologie in naher Zukunft eine marktführende Position einnimmt, da neben der Sicherheit weitere Features wie schnelle Transaktionsraten, zahlreiche Einbindungsmöglichkeiten anderer Programme (Beispiel: Loyalty), flexible Integration in bereits funktionierende Shop-Systeme oder Full Service-Management für zusätzliche Konstruktivität sorgen.

2 Kommentare

  1. Es gibt immer mehr Firmen, die Online-Zahlungssysteme anbieten, da weiß man nicht mehr für wen man sich entscheiden soll.

  2. Ich denke es gibt mehrere Kriterien nach denen man das entscheiden sollte.
    Am besten ist das natürlich Möglich wenn ich meine KPI’s schon kenne, es gibt sehr günstige Anbieter bei denen sind dann aber retour kosten sehr hoch.
    Weiterhin sollte man prüfen wie viele Zahlungsausfälle es gibt, und ob man diese absichern will.
    Dabei sollte man beim Finanzkauf auch auf die Quote der akzeptierten Verträge achten.
    Wie viel Prozesse soll der Paymentanbieter abbilden? Kann ich einzelne Zahlungsmethoden günstiger selber abbilden (sofortkauf, paypal). u.s.w

Diesen Beitrag kommentieren:

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

AnzeigeWerbung in Podcasts

Beliebte Beiträge

Zahlungsprozesse: Amazon Payments vs. Paypal

Wohl kaum jemand, der sich regelmäßig im Internet bewegt und auch online bestellt wird ein Paypal-Konto nicht sein eigen nennen. Die Vorteile sind (fast)...

Käufer, Produkte und Shoppingverhalten – so nutzen die Deutschen den E-Commerce

Für Unternehmen im E-Commerce ist es entscheidend, die eigene Zielgruppe beziehungsweise die eigenen Kunden zu kennen. Deswegen sind Infografiken wie die von Netzshopping so...

Wie Sie Journalisten dazu bringen, Ihnen zuzuhören

Die allermeisten Pressemitteilungen werden nie gelesen – weil Journalisten, wie auch Redakteure davon geradezu überschwemmt werden. Was also tun, um die Aufmerksamkeit von Journalisten...

Newsletter - wöchentlich digital informiert werden

Unser Newsletter schickt Ihnen die News der letzten Woche zusammengefasst in Ihr Postfach.

Veranstaltungen

Online Marketing Konferenz All-in-one trotzt der Krise

Dass Konferenzen in Zeiten von Corona durchaus möglich sind, beweist das online marketing Event All-in-one, das am 18.06.2020 ab 14:30 stattfindet und von SEMrush-Connect...

Neuer Umgang mit Daten – Data Driven Business Konferenz

Im November 2020 findet die Data Driven Business konferenz statt. Diese möchte Wege aufzeigen, um mit einer optimalen Nutzung von Daten den Kunden ins...

Empfehlung der Redaktion

Digitalisierung: Was ist das? Eine Definition.

Diesen Artikel lieber hören? Gelesen von Peter Brown. Hörbar gemacht von Obwohl sie in nahezu allen unseren Lebens- und Arbeitsbereichen eine große Rolle spielt, ist die...

Aufgaben eines CDO – als Störenfried die Digitalisierung voranbringen

Diesen Artikel vorlesen lassen: Die Metajobsuchmaschine Joblift hat die Stellenausschreibungen für CDOs (Chief Digital Officer) der letzten zwei Jahre unter die Lupe genommen. Hierbei haben...

HubSpot – der ultimative Wegweiser für die erfolgreiche Nutzung von HubSpot

HubSpot ist ein börsennotiertes Software-Unternehmen aus den Vereinigten Staaten, mit dem Fokus auf Marketing-Software für Inbound Marketing und Sales und im Juni 2006 gegründet...

Was ist SEMrush? – Alle Funktionen im Überblick

Alles begann im Jahr 2008 als sich eine kleine Gruppe aus IT- und SEO-Spezialisten mit einer gemeinsamen Mission zu einem Unternehmen zusammenschlossen und den...

5 SEO Tipps für Online Shops

5 Online Shop SEO Tipps für bessere Rankings und mehr Umsatz im Jahr 2015. Mit diesen Tipps ist jeder Online Shop Betreiber auf der sicheren Seite.

Value Model Canvas: Erweiterung des Business Model Canvas

Diesen Artikel vorlesen lassen? Value Model Canvas - Unternehmensidentität clever definieren Seit rund zehn Jahren hat sich das Business Model Canvas (BMC) als Hilfsmittel für das...

Produktmanagement im E-Commerce

Die Zukunft sieht vernetzt aus ... und zwar in Form von E-Dienstleistungen. Alles muss elektronisch und digitalisiert sein. Das hat auch seine guten Gründe....

Digital Leadership – die Digitalisierung stellt neue Ansprüche an Führungskräfte

Diesen Artikel hören? Die schöne neue Digitalwelt verlangt eine Neuausrichtung der Arbeitswelt. Das gilt sowohl für die an den Unternehmensprozessen beteiligten Mitarbeiter als auch für...

Bing Ads: Erfolg mit dem Werbeprogramm von Microsoft

Bing Ads heißt das Microsoft Werbeprogramm für Bing und Yahoo! Die beiden Suchmaschinen betreiben ihre Werbung schon länger über das gemeinsame Yahoo! Bing Network....

Jetzt Alexa Skill aktivieren!

Anzeigedigital-magazin alexa Skill

Ähnliche Beiträge

Online bezahlen - Mehr Auswahl reduziert die Abbruch-Quoten

Teile diesen Artikel per Email