Das Statistische Bundesamt hat heute neue Zahlen zum E-Commerce veröffentlicht:

5 Millionen Menschen in Deutschland haben im 1. Quartal 2006 Waren oder Dienstleistungen über das Internet bestellt. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich der Internationalen Funkausstellung in Berlin (31.08. bis 5.09.2007) mitteilt, kauften damit 52% der privaten Internetnutzer online ein. Das Internet wird somit als Medium für den Einkauf im Privatbereich immer beliebter. Der Anteil von allen privaten Internetnutzern, die online einkaufen, stieg kontinuierlich von 33% um 19 Prozentpunkte seit dem Jahr 2002 an.

Bis hierhin ist die Welt ja noch in Ordnung und ich kann diese Zahlen nachvollziehen.

Den höchsten Anteil an Online-Kunden findet man unter allen privaten Internetnutzern in der Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen (63%). Interessant ist, dass auch in der Altersgruppe ab 65 Jahren fast jeder Dritte (32%) die Möglichkeit der Onlinebestellung nutzte. Die Analyse nach dem Merkmal Geschlecht zeigt, dass unter den Internetnutzern der Anteil der Männer (54%), die online einkaufen, höher ausfiel als der entsprechende Anteil bei den Frauen (49%).

Das bei den ab 65-jährigen allerdings jeder dritte Online einkauft kann ich nicht nachvollziehen. Kann ja nur sagen wie es bei uns ist. Wenn Schwiegermutter was von Doc Morris haben möchte, werde ich angerufen. Selbstständige Bestellungen, trotz eigenem Account sind da wirklich nicht die Regel.

Von der Gruppe der Internetkunden hat mehr als die Hälfte (53%) wiederum in den zwölf Monaten vor dem Befragungszeitpunkt Bücher, Magazine oder Zeitungen über das Internet gekauft. Ebenfalls sehr verbreitet war der Onlineeinkauf von Kleidung und Sportartikeln (49%), gefolgt vom Kauf anderer privater Gebrauchsgüter wie Möbel oder Spielzeug (48%). 41% der Internetkäufer nutzten das Medium, um Reisen, Urlaubsunterkünfte sowie Bahn- oder Flugreisen online zu bestellen. Mehr als jeder Dritte (37%) erwarb Filme und Musik über das Internet. 57% der Frauen kauften online Kleidung oder Sportartikel. Männer kauften dagegen vor allem Computersoftware und Updates, Elektronikartikel und Computer-Hardware.

Die Zahlen sind danns chon wieder nachvollziehbar und glaubwürdig. Zur ganzen Meldung des destatis.

neue Zahlen zum E-Commerce
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Mirko Peters
Mirko Peters ist Medienkaufmann und Global Digital Marketing Analyst bei Sivantos. Er berät und betreut Unternehmen und Marken in den Themenfeldern E-Commerce, Online-Marketing und Internet-Strategie und begleitet federführend komplexe Projekte. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Datenanalyse, das Projektmanagement sowie die Entwicklung und Umsetzung effizienter Online-Marketing-Strategien sowie die Umsetzung von komplexen Online-Shops und deren Backend-Prozesse.

5 KOMMENTARE

  1. So, wie ich es verstehe, kauft ein drittel der über 65 Jährigen ONLINER ein – nicht ein drittel aller über 65 Jährigen. Das ist ein großer Unterschied.

  2. Für so ganz abwegig halte ich das nicht. Immer mehr Ältere (das sehen wir auch bei unseren Kunden) entdecken immer öfter, dass Online-Einkäufe einfacher und stressärmer sind als Besorgungsgänge in der Innenstadt.

    Diese Kunden haben aber i. d. R. einen oder wenige Online-Händler ihres Vertrauens und probieren nicht ständig Neues aus. Ich kenne Fälle, in denen sich die Kunden extra einen Rechner angeschaft haben, um bei uns online bestellen zu können. Der Enkel hat dann den Rechner aufgestellt, jpc als Startseite eingerichtet und der Rest geht fast von allein …

  3. wo kann man denn die ganze Statistk her bekmmen?…würde mich interessieren, wieviel Prozent nutzen denn überhaupt den Internet?

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