Na geht doch: Digitalisierung kindgerecht und spaßig verpacken

Der Verein Digitalcampus Nordkirchen geht dahin, wo die Digitalisierung am dringendsten gebraucht wird: in die Schulen. Hier haben die Veranstalter mit den Kindern spannende Projekte realisiert und sie so schrittweise an die digitale Welt herangeführt. Die Bemühungen tragen Früchte: Die Schülerinnen und Schüler haben digitale Techniken genutzt, um ihre Projekte umzusetzen, und haben hierbei eine Menge gelernt. So funktioniert zukunftsorientierte und kindgerechte Digitalbildung.

Das sind die Projekte

Der Digitalcampus hat vier Projekte mitgebracht, an denen sich die Kinder ausprobieren können, schreibt ruhrnachrichten.de. Eines besteht darin, einen sogenannten „Malroboter“ zu entwickeln und zu bauen. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Roboter, der eigenständig über das Papier flitzt und hierbei Kunstwerke erzeugt. Zu diesem Zweck setzen sich Kinder bereits mit Dioden und Schaltkreisen auseinander, um den Roboter zum Laufen zu bringen. Sie lernen in Grundzügen die Funktionsweise eines Motors kennen und wie dieser mittels einer Batterie betrieben werden kann.

Zwei weitere Projekte betreffen das bevorstehende Weihnachtsfest. So setzten sich die Kinder damit auseinander, wie man eine Lichterkette individuell programmieren kann und wie man eine Grußkarte zum Leuchten bringt. Bei einem letzten Projekt ging es darum, eine ausgedachte Geschichte zu animieren. Hierfür nutzten die Kinder die App „Scratch“ und brachten verschiedene Figuren in unterschiedlichen Situationen dazu, sich zu bewegen.

Das lernen die Kinder für die Zukunft

Zunächst einmal lernen die Kinder, neugierig zu sein, Fragen zu stellen und sich für Dinge zu begeistern. Es geht nicht in erster Linie darum, sich Kompetenzen und Qualifikationen für ein bestimmtes Aufgabenfeld anzueignen. Es geht um Begeisterung für das Thema „Digitalisierung“ und alle damit verbundenen Aspekte. Erst in einem zweiten Schritt lernen die Kinder Grundlagen des Ingenieurswesens und des Programmierens. Sie erfahren spielerisch, was alles mit einem Tablet möglich ist und welche Ideen sich verwirklichen lassen. Der Digitalcampus schafft es, das Thema Digitalisierung vorzustellen, gleichzeitig aber die Kinder ihre eigenen Wege gehen zu lassen. Sie lernen, auf ihre eigenen Ideen zu vertrauen, sich von Rückschlägen nicht unterkriegen zu lassen und auf die eigenen Erfolge stolz zu sein. Alles zentrale Aufgaben, um in der digitalen Welt später erfolgreich zu sein.

Digitalisierung greifbar machen

Bei der Arbeit des Digitalcampus Nordkirchen handelt es sich um eines der erfolgreichen Bildungskonzepte zum Thema Digitalisierung in Deutschland. Während sich Politiker mit einem theoretischen Digitalpakt herumschlagen und die brennenden Zukunftsfragen aus kleinlicher Geldgier nur noch weiter vertagen, werden hier Nägel mit Köpfen beziehungsweise Roboter mit Digitaltechnologie gemacht. Praxisnah und mit Hingabe zum Thema vermitteln die Kursleiter ihre Inhalte und geben den Kindern hierbei alle erdenklichen Freiheiten, sich auszuprobieren und kreativ zu sein.

Das Ziel bei dieser Arbeitsweise lautet: Spaß an der Digitalisierung wecken. Es geht nicht darum, aus den Kindern Branchenexperten zu machen, die mehrere Computersprachen beherrschen. Es geht darum, Begeisterung und Freude für die Entwicklung und Umsetzung eigener Ideen zu entwickeln. Die Kinder werden angeleitet und bekommen alle Möglichkeiten, mit neuen Medien zu arbeiten und diese für die Realisierung konkreter Projekte zu nutzen. Eine wunderbarer Gegensatz zu all den Politikern, die meinen, dass der Gipfel des Fortschritts bereits erreicht ist, wenn sich ein Overhead-Projektor und ein VHS-Recorder in einem Klassenraum befinden.

5.0
02

Hinterlassen Sie einen Kommentar und starten Sie eine Diskussion!

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei