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    Mobile Shopping: Warum so kompliziert?

    Ein Gastbeitrag von Guido Laures

    Etwa 85 Prozent der mobil gefüllten Warenkörbe bleiben zurück, ohne dass tatsächlich bestellt wird. Guido Laures, CTO bei Spreadshirt, kennt das Problem und erläutert in einem Gastbeitrag, wie Handhabung, Optik und der Check-out praxisnah optimiert werden können, um den Umsatz zu steigern. 

    Der Bundesverband E-Commerce und der Versandhandel Deutschland e.V. haben in einer aktuellen Studie (2015) festgestellt, dass rund 64 Prozent der deutschen Smartphone- und Tablet-Besitzer ihre mobilen Geräte auch zum Shoppen nutzen. Tatsächliches Kaufen findet aber über einen anderen Kanal, meist über den Desktop statt. Die Conversion Rate bei Tablets und Smartphones liegt nämlich deutlich unter dem Wert des traditionellen PCs .  Die Frage nach dem Warum ist meiner Meinung nach relativ simpel: Der Prozess ist komplex, und wir machen es den Menschen zu kompliziert.

    Ein Grund für den mobilen Kaufabbruch ist die veränderte Handhabung bei mobilen Endgeräten. Heute haben sich die Kunden daran gewöhnt, immer und überall das gleiche Erscheinungsbild  eines Unternehmens oder eines Produktes  zu bekommen.  Der Nutzer muss wissen, dass er über jedes Endgerät den gleichen Service erhält. Das schafft Vertrauen. Konkret heißt das für den Kaufprozess: Er muss auf allen Geräten genauso intuitiv, einfach und komfortabel ablaufen. Das bedeutet, dass nicht nur Design, Handhabung und Optik gerätespezifisch aufbereitet sein müssen, sondern auch der Check-Out reibungslos funktionieren muss.

    Der Kaufprozess sollte schnell und einfach gehen

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    Online-Shops sollten daher meiner Meinung nach dringend auf Responsive Design setzen und dabei den Bezahlprozess nicht vergessen. Die veränderte Nutzungsumgebung von Mobile im Gegensatz zum stationären PC wird noch viel zu sehr unterschätzt. Das ist ja nicht nur der kleine Bildschirm, sondern auch die viel kürzere Zeitspanne der Nutzung, wenn das Handy beispielsweise mal eben unterwegs im Einsatz ist. Mobile Shopping muss noch intuitiver sein als auf dem Desktop. Hat sich der Kunde auf seiner Costumer Journey für einen Kauf entschlossen, sollte der Kaufabschluss schnell und einfach gehen. Was am PC daheim meist auf einer Seite stattfindet: Bestätigung, Adresse, Auswahl der Zahlungsart, Eingabe der Zahlungsinformationen und  finales Bestätigen bedeutet auf dem mobilen Endgerät häufig ein sich Durchquälen über mehrere Seiten. Diese Vorgänge muss der Kunde auf dem deutlich kleineren Bildschirm des Smartphones oder Tablets bewältigen. Das ist kein rundes Shopping-Erlebnis. Das macht niemand gern mit.

    Optimierung bis zum letzten Klick

    Bei Spreadshirt haben wir deshalb bereits 2014 unsere Plattform speziell auf die besonderen Bedürfnisse der mobilen Kunden zugeschnitten. Das umfasst wesentlich zwei Ebenen: So haben wir unseren Marktplatz für Smartphones und Tablets aufbereitet und zudem den Check-out optimiert. Kunden, die ihre Produkte bei uns über mobile Devices ordern, können diesen Kaufprozess innerhalb einer Seite abschließen (sog. single page check-out). Die Einzelschritte des Bezahlvorgangs wurden also verschlankt. Dass unsere Entwickler dabei agil programmieren, sprich jederzeit Updates implementieren können, ist für uns selbstverständlich.

    Der Anteil der Kaufabschlüsse über mobile Endgeräte wird in den kommenden Jahren auf über 50 Prozent ansteigen (Infografik) . Online-Shops sollten also besser gestern als heute das Bewusstsein für die Relevanz der ganzheitlichen mobilen Optimierung schärfen. Andernfalls vergeben sie dadurch nicht nur die Chance auf zusätzlichen Umsatz, sondern verlieren gleichzeitig auch noch Kunden. Hat ein User über den mobilen Shop eine schlechte Erfahrung gemacht, so wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit besagten Online-Shop auch vom Desktop aus nicht mehr “betreten“. Schlechte Usability führt zu Kundenunzufriedenheit, zu Kundenschwund, zu Umsatzverlust.

    Mehrwert bedeutet für mobile Nutzer auch, dass sie ihre Produkte schnell und einfach über soziale Netzwerke teilen können. Spreadshirt hat deshalb die Social-Sharing-Funktionen auf dem mobilen Marktplatz und in der mobilen Shopansicht optimiert. Wir planen, die Sharing-Funktionen auf ganze Listenseiten auszuweiten. Damit können Nutzer nicht nur einzelne Produkte, sondern auch komplette Themen-Seiten mit Freunden teilen.

    Kurzum: Aus meiner Sicht gibt es klare Erfolgsfaktoren im Mobile Commerce. Das Angebot muss einfach, intuitiv, responsive und vertrauenswürdig sein.

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    Guido Laureshttps://www.spreadshirt.de/
    Guido Laures ist seit 2013 Chief Technology Officer von Spreadshirt. Nach Stationen bei DaimlerChrysler, SAP und dem Hasso-Plattner-Institut war er ab 2006 in verschiedenen Funktionen für die Software AG tätig, zuletzt als Vice-President im globalen Consultingbereich. Bei Spreadshirt verantwortet Laures alle operativen und personellen Aufgaben der verschiedenen IT-Abteilungen, vom internen IT-Service bis hin zur Entwicklung. XING
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    Markus Wagner

    Guido – habt ihr euch bei Spreadshirt bereits mit dem Thema „Buy Button“ in sozialen Netzwerken auseiander gesetzt? Das müsste doch die Einfachheit und Schnelligkeit beim Einkaufen in sozialen Netzwerken deutlich erhöhen?

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