Mobile-Commerce: Topthema gestern, heute und morgen

Man würde sich anders verhalten, wenn man in die Zukunft blicken könnte, doch das können wir nicht. Allerdings können wir Prognosen anstellen, die wegweisend sind. Wir können Entwicklungen und Trends beobachten, die uns erahnen lassen, wohin die Reise geht. Es lässt sich nicht leugnen: die Verbraucher sprechen „Handy“. Zunehmende Mobilität und Geschwindigkeit im Geschäfte abwickeln werden für Kunden immer wichtiger und werden den E-Commerce nachhaltig und dauerhaft verändern.

Mobile-Commerce und E-Commerce: Gedanken zur Kategorisierung

Der Begriff „Mobile-Commerce“ hat sich bereits etabliert. Interessant ist allerdings, dass er partiell dem E-Commerce gegenüber gestellt wird, wie es in einer sehr aufschlussreichen Info-Grafik von coupofy.com hinsichtlich aktueller Zahlen in diesem Jahr der Fall war. Sie sagt aus, dass der Mobile-Commerce sich derzeit jährlich drei Mal schneller entwickelt, als der E-Commerce, nämlich um 300%. Natürlich ist klar, was hiermit gemeint ist. Allerdings sollte man unterstreichen, dass der mobile Handel dem elektronischen Handel untergeordnet ist, Teil von ihm ist, eine Erweiterung oder Weiterentwicklung darstellt. Mobile-Commerce und Mobile-Marketing sollten nunmehr im E-Commerce berücksichtigt werden und weniger als Konkurrent zu ihm dargestellt werden, wobei hier davon ausgegangen wird, dass das so von niemandem gewollt ist. Mir persönlich würde Mobile-E-Commerce am sinnvollsten erscheinen, doch lassen wir das.

Klar ist, dass innerhalb der Gegenüberstellung die Unterscheidung zwischen „unterwegs“ und „an einem festen Ort“ differenziert wird. Das bedeutet, dass Menschen vieles eben zwischendurch erledigen; wenn sie in der Bahn sitzen, wenn sie im Stau stehen oder wenn sie einen Kaffee trinken. Sein wir mal ehrlich, häufig ertappt man sich aber auch selbst zuhause dabei, dass man einfach keine Lust hat, den Rechner hochzufahren. Manche Leute haben daheim gar keinen Internetanschluss mehr, dafür aber eine Flatrate auf dem Smartphone beziehungsweise ein hohes Datenvolumen, mit dem sie nahezu alles auf mobilen Endgeräten erledigen können. Von den kommenden Generationen kaum zu reden. Aus diesem Grund wird es im E-Commerce immer wichtiger den Verbrauchern ein responsives Design anzubieten, und damit die Möglichkeit einen sehr guten Zugriff auf Internetseiten von unterwegs aus zu haben.

Das Wachstum des Mobile-Commerce ist weltweit nicht aufzuhalten

Man hat herausgefunden, dass prozentuale Unterschiede im jährlichen Anstieg in Bezug auf die Verwendung von mobilen Endgeräten ausgemacht werden können, wenn man sie mit dem „herkömmlichen“ E-Commerce vergleicht. Von 2013-2016 wird der mobile Handel voraussichtlich 42% in seinem Zuwachs generieren und der gängige E-Commerce hingegen verbucht wahrscheinlich nur 13% für sich. Das Wachstum im Hinblick auf den mobilen Handel macht sich am deutlichsten im Norden bemerkbar. Hier liegen Dänemark, Norwegen und Schweden ganz vorne, gefolgt von China und Spanien. In China jedoch betreiben mit 68% die meisten Menschen Online-Shopping weltweit. Die Türkei, wer hätte das gedacht, an Platz 3 mit 15% weniger.

Von diesen Veränderungen profitieren weitestgehend große Unternehmen und Einzelhändler wie Amazon, Apple, Google Play und so weiter. Natürlich lässt sich das Ganze noch auf verschiedene Bereiche des Handels aufdröseln, und man kann soziale Gruppen identifizieren und zuordnen. Betrachtet man hierbei die populärste Zielgruppen-Unterscheidung, nämlich in Geschlechter, so ist es weniger erstaunlich, dass Frauen am meisten Kleidung und Schönheitsprodukte erwerben und Männer sich mehr für Sportzubehör und Technik begeistern. Besonders hoch im Kurs sind Apps zum Einkaufen. Dies ist in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern immer noch recht verhalten, aber im Kommen, wie andere thematisch relevante Artikel zeigen. Apps machen auch beim Shopping alles für den Kunden noch viel einfacher, wenn bereits Kundendaten und Zahlungsmöglichkeiten eingepflegt sind.

Die Zukunft ist mobil, die Zahlen steigen, der Zug fährt los. Bitte alle einsteigen!

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Alexandra Porcu
Alexandra Porcu hat seit einigen Jahren einen eigenen Blog auf Italienisch mit dem Schwerpunkt Minderheitensprachen in Europa. Sie schreibt auch für viele italienische Online-Portale Artikel und Newsletter, da sie Romanistik und Anglistik an der Universität Potsdam studiert hat. Sie kommt aus Berlin und hat Vorfahren auf der wunderschönen Insel Sardinien, über die sie auch viel berichtet. Seit diesem Jahr möchte sie auch in deutschen Seiten aktiv werden, wobei sie hierbei thematisch besonders Online-Marketing und Content-Management interessiert.
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