Google Analytics User-ID: Vorteile und Einschränkungen

Google Analytics sollte Ihnen als Online-Vermarkter oder Website-Besitzer gut bekannt sein. Wie gut kennen Sie sich mit diesem Analysetool aus ? Holen Sie das Beste aus Google Analytics heraus ?

Lesen Sie auch ...

Bauwirtschaft digital gedacht – die Hochschule Luzern bietet neuen Studiengang

Die Digitalisierung der Baubranche ist in vollem Gange. Wer heute in der Bauwirtschaft tätig werden möchte, braucht deutlich andere Kompetenzen, als noch vor 10...

Kaufprämien oder Digitalisierungsprämien – was tut in der Krise Not?

Gerade die Autoindustrie ist von der Corona-Krise massiv betroffen. Das liegt vor allem daran, dass diese Industrie stark auf analoge Prozesse ausgelegt ist und...

Google Analytics (GA) liefert Informationen über die Anzahl der Nutzer und Sitzungen sowie viele weitere Daten. Diese Analysen sind sehr tiefgreifend. Die Daten, die mit Aktivierung der User-ID von Google Analytics gewonnen werden können, sind darüberhinaus nochmals genauer.

Abgesehen von den reinen Besucher- und Sitzungszahlen kann Google Analytics  detaillierter Informationen über die Nutzer liefern, zum Beispiel ihren Standort, ihr Alter, ihre Interessen und ihr Verhalten in Bezug auf eine Webseite. Allerdings gibt es hier auch einen Haken.

Standardmäßig bewertet Google Analytics jeden Besuch von einem anderen Gerät als einen neuen Besucher, was möglicherweise nicht immer der Fall ist. Es könnte theoretisch sein, dass ein Nutzer mittags von seinem Smartphone aus und nachts aber von einem Computer aus auf eine und dieselbe Website zugreift. In einem solchen Fall zählt GA die beiden Besuche als zwei getrennte Nutzer, während derselbe Nutzer lediglich von verschiedenen Geräten und zu verschiedenen Zeiten auf die Website zugreift.

Lesen Sie auch ...

Bauwirtschaft digital gedacht – die Hochschule Luzern bietet neuen Studiengang

Die Digitalisierung der Baubranche ist in vollem Gange. Wer heute in der Bauwirtschaft tätig werden möchte, braucht deutlich andere Kompetenzen, als noch vor 10...

Kanban – Eine kleine Einführung in das Projektmanagement mit Kanban

Mehr Organisation und bessere Ergebnisse für Ihr Privatleben und für Großkonzerne? Wahrscheinlich denken Sie, dass es hier nicht viele Überschneidungen in empfohlenen Methoden und...

Cookies auf der Website lösen dieses Problem bis zu einem gewissen Grad. Aber sobald der Cache-Speicher des Computers geleert ist, wird GA denselben Nutzer erneut als neuen, anderen Nutzer erkennen.

Genau für diese Herausforderung gibt es eine Lösung, oder besser gesagt, eine Funktion von Google Analytics, die unter „User-ID“ bekannt ist.

In diesem Artikel werden wir folgende Themen intensiv behandeln:

  • Einführung in Google Analytics User-ID
  • Vorteile der Implementierung der User-ID
  • Wie verwendet man die User-ID in Google Analytics?

Einführung der User-ID in Google Analytics

Lesen Sie auch ...

Kanban – Eine kleine Einführung in das Projektmanagement mit Kanban

Mehr Organisation und bessere Ergebnisse für Ihr Privatleben und für Großkonzerne? Wahrscheinlich denken Sie, dass es hier nicht viele Überschneidungen in empfohlenen Methoden und...

Adobe Analytics und Google Analytics 360 im Vergleich

Den Kunden und sein Verhalten zu kennen ist für jegliche Unternehmen essenziell. Nur so können entsprechende Maßnahmen eingeleitet und vollzogen werden. Zwei Tools die...

Die User-ID-Funktion in Google Analytics ist eine Möglichkeit, welche die Auswertung des Traffics in Form von einzelnen Nutzern über mehrere Endgeräte unterstützt.

Was ist die Google Analytics User-ID?

Die User-ID ist eine Funktion von Google Analytics, die Ihnen dabei hilft, alle relevanten Details über einen Nutzer auf Ihrer Website zu erkennen. Mit der User-ID können Sie nachverfolgen, wie ein Nutzer auf Ihre Website (Kanal) gelangt ist, welche Seiten er besucht hat, in welcher Reihenfolge (Pfade) oder mit welchem Gerät er die Aktivität durchgeführt hat. So erhalten Sie ein detailliertes Bild davon, welche Interaktionen ein bestimmter Nutzer auf Ihrer Website unternimmt. Es zeigt ebenso auf, welche von Ihnen gewünschten Interaktionen ein Nutzer womöglich nicht durchführt.

Wie funktioniert die Google Analytics User-ID ?

Der Nutzer, der Ihre Webseite besucht, erhält zunächst die Standard Customer-ID von Google zugewiesen. Sobald der Nutzer eine bestimmte von Ihnen definierte Interaktion vornimmt, kann ihm die User-ID zugewiesen werden. Beispielsweise registriert sich der Nutzer auf Ihrer Webseite, sollte die Webseite diesen einen unique Identifier zuweisen. Meldet sich der Nutzer nun erneut auf Ihrer Webseite mit einem andern Gerät an, so kann ihm die vergebene Identifier zugeordnet werden.

Das bedeutet, dass die alleinige Aktivierung der Funktion in Google Analytics nicht ausreicht, um die Datenauswertung zu ermöglichen. Sie müssen über ein System verfügen, das eindeutige Identifizierungswerte für die Nutzer der Webseite generiert und zuweist. Die einfachste Einrichtung für die Zuweisung eindeutiger Identifikatoren erzielt man durch eine Kontoanmeldung. Sie weisen Nutzern eindeutige Identifikatoren zu, wenn sie sich über ein Konto auf Ihrer Website registrieren. Alternativ dazu können Sie in einem CRM, Details wie Name, E-Mail oder Telefonnummer erfassen. Mit dieser eindeutigen Kennung, die Sie in das CRM übertragen, lässt sich bestimmtes Nutzerverhalten auswerten.

Nutzen Sie Niemals persönliche Angaben der Webseiten Besucher, wie Name, e-mail oder Telefonnummer als USER-ID in Google Analytics – somit riskieren Sie die Kündigung Ihres GA-Kontos

Die Implementierung der User-ID erfordert einige technische Fähigkeiten. Wenn Sie sich in der Webentwicklung auskennen, könnten Sie diese Aufgabe selbst übernehmen. Ansonsten empfiehlt es sich, einen Entwickler hinzuzuziehen.

Client-ID vs. User-ID

Google Analytics, ohne aktive User-ID Funktion identifiziert und weist jedem neuen Nutzer in einer Sitzung eindeutige IDs zu. Die individuelle ID wird als ‚Client-ID‘ bezeichnet. Diese können Sie in der Ansicht ‚User Explorer‘ unter der Kategorie Zielgruppe‘ anzeigen lassen. Sie ist der User-ID insofern ähnlich, als dass sie die Aktivitäten jedes neuen Nutzers in einer Sitzung aufzeichnet. Sobald der Nutzer eine neue Sitzung beginnt (Wechsel des Browsers, Leeren des Caches, Wechsel des Gerätes), wird er als ein neuer Nutzer mit der Zuweisung einer eindeutigen Kennung gezählt. Dieser Aspekt gilt auch für einen wiederkehrenden Nutzer.

Die User-ID-Funktion hingegen ist nicht sitzungsabhängig. Die User-ID mit ihren benutzerdefinierten Ansichten hilft Ihnen, individuelle Nutzerpfade und Aktivitäten besser zu verfolgen. Alle Daten, die aus der Nutzeraktivität generiert werden, werden einer einzigen, eindeutigen ID zugeordnet. Sie können die Aktionen eines bestimmten Nutzers verfolgen, unabhängig von der Anzahl der einzelnen Sitzungen oder der von ihm verwendeten Geräte. Das bedeutet, Sie können sich einen Überblick verschaffen, wie ein bestimmter Nutzer über mehrere Sitzungen und Geräte hinweg mit Ihrer Website interagiert.

User Explorer view mit Client-ID

Google Analytics User-ID: Vorteile und Einschränkungen 1
Google Analytics User Expolorer Client-ID

Individueller Benutzerbericht mit Angabe der Benutzeraktivität, des Gerätetyps und anderer Sitzungsdetails (Quelle: Practical ecommerce)

Google Analytics User-ID: Vorteile und Einschränkungen 2
Google Analytics User Report

Kurz gesagt: Die Client-ID ist sitzungsabhängig, während die User-ID eine globale Benutzererkennung darstellt.

Warum die Google Analytics User-ID verwenden?

Wie bereits erwähnt, wird in der Standard-GA-Ansicht, also im Standard-Setup, jeder Treffer unabhängig von seiner Einzigartigkeit als neuer Nutzer und als eine neue Sitzung verfolgt. Mit dieser Einstellung erhalten Sie eine Gesamtperspektive des Publikums in Form der Anzahl der Nutzer und Sitzungen. Dieser Art von Information fehlt jedoch die Detailgenauigkeit, die für die Planung und Umsetzung von Marketingstrategien unerlässlich ist.

Nur die alleinige Verwendung von Google Analytics ohne User-ID sagt Ihnen nichts über die Authentizität des Publikums. Nicht jeder Besucher ist ein treuer Leser Ihres Blogs oder ein regelmäßiger Käufer Ihres Online-Shops. Diese Art von Information wird Ihnen somit vorenthalten, wenn Sie sich bei der Zielgruppenanalyse allein auf die Nutzer- und Sitzungszahlen verlassen.

Um Ihr Unternehmen oder Ihren Blog wirksam zu bewerben, müssen Sie Ihre Zielgruppe, die treu Ihre Inhalten verfolgt, vergrößern. Dazu müssen Sie zunächst die Besucher kennen und verstehen.

Können Sie sich vorstellen zu expandieren, ohne zu wissen, wer Ihre Zielgruppe ist? Ohne deren Vorlieben und deren Medienkonsum zu kennen?

Die Verwendung der User-ID-Funktion vereinfacht nicht nur diese Absichten, sondern hilft Ihnen auch dabei, die richtigen Informationen bereitzustellen.

Sobald einem Nutzer eine eindeutige ID zugewiesen wurde, kann jeder Aspekt seines Besuches auf der Website ausgewertet und in diesem Zuge bewertet werden.

Sie erfahren, welche Geräte von den Nutzern am häufigsten verwendet werden und können somit das Design Ihrer Website entsprechend optimieren. Darüber hinaus können Sie mit einer detaillierten Informationsanalyse feststellen, an welcher Stelle und warum Sie Besucher verlieren.

Zu Beginn mag die Verwendung der User-ID vielleicht schwer nachvollziehbar sein, aber mit der Zeit wird sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Bewertungsprozesses Ihrer Webseitenbesucher.

Weitere Aspekte der Google Analytics User-ID

Google Analytics User-ID – Session Unification

Session Unification ist eine Einstellung, die durch die User-ID verfügbar ist und welche die Zuordnung von Daten mehrerer Sitzungen zu einem bestimmten Nutzer unterstützt.

Wenn sie aktiviert ist, aggregiert Session Unification die gesamten Daten, die in einer Sitzung vor und nach der Zuweisung der Benutzer-ID an den entsprechenden Nutzer erzeugt wurden. Das heißt, Sie können Informationen wie Quelle/Medium und Benutzerpfade zu einer bestimmten Benutzerkennung hinzufügen, auch wenn die betreffenden Daten aus einer Zeit vor der Kennungszuweisung stammen.

Wenn Sie sich gegen die Sitzungsvereinheitlichung entscheiden, werden alle Daten, die vor und nach der Benutzer-ID-Zuweisung erzeugt werden, als unterschiedliche Benutzerinformationen behandelt. Wenn es vor der Zuweisung mehrere Sitzungen eines Besuchers gab, erhalten Sie die entsprechende Anzahl von Benutzerinformationen.

Bei ausgeschalteter Session Unification werden die Sitzungen eines einzelnen Benutzers als verschiedene Benutzer behandelt, was zu falschen Informationen über die Anzahl der Besucher führt.

Google Analytics User-ID Coverage Report

Google Analytics User-ID: Vorteile und Einschränkungen 3Der User-ID Coverage Report stellt die Zahlen und das Verhältnis zwischen den zugewiesenen und nicht zugewiesenen Benutzern auf der Website dar. Er hilft Ihnen zu verstehen, welcher Anteil Ihrer Besucher echte unique Benutzer sind.

Sie müssen die in diesem Bericht verfügbaren Informationen in Verbindung mit einer User-ID-Ansicht (die wie folgt beschrieben wird) verwenden, um sinnvolle Schlussfolgerungen über die Benutzerinteraktion innerhalb Ihrer Website zu ziehen.

User-ID Coverage Report (Source: Analytics Help)

Beachten Sie, dass der Bericht über die Abdeckung der User-ID nur für Ansichten verfügbar ist, nachdem Sie die User-ID eingerichtet haben.

User-ID views

Die Google Analytics User-ID-Funktion erfordert eine dezidierte Ansicht; eine, die nicht mit anderen GA-Ansichten kompatibel ist. Außerdem sind Teile der Standard-GA-Ansichten auch nicht mit der User-ID-Funktion kompatibel.

Diese Ansichten konzentrieren sich auf die Granularität der Aktivitäten der registrierten Benutzer. Sie können nachverfolgen, wo sie Ihre Website betreten haben, was sie während ihrer gesamten Zeit auf der Website getan haben und wie sie diese verlassen haben. Darüber hinaus können Sie über geräteübergreifende Berichte den Typ des/der Geräts/e erkennen, den sie im Prozess verwendet haben.

Google Analytics User-ID: Vorteile und Einschränkungen 4
Google Analytics User-ID mit Umsatz nach Geräten

Weitere Vorteile durch die Nutzung der Google Analytics User-ID

Genaue Benutzeranzahl

Google Analytics verfolgt standardmäßig jeden Website-Besuch eines Nutzers, unabhängig von der Zeit, die er auf der Website verbringt. Mit dieser unzureichenden Information können Sie die tatsächliche Anzahl der Website-Benutzer nicht erkennen.

Die Funktion User-ID enthält nur Informationen über die sortierten Benutzer, die zum treuen Publikum Ihrer Inhalte gehören. Sie lässt Sie wissen, wie groß Ihr tatsächliches Publikum ist und wie es mit Ihrer Website interagiert.

Analyse der Benutzererfahrung

Die User-ID-Ansicht zeigt jede Benutzeraktivität auf der Website an. Sobald eine eindeutige Kennung zugewiesen wurde, können die Aktionen der einzelnen Benutzer verfolgt und die entsprechenden Informationen in Ansichten dargestellt werden. Benutzer mit zugewiesenen IDs sind diejenigen, die am meisten mit dem Inhalt Ihrer Website interagieren.

Diese Datendarstellung der eindeutig identifizierten Benutzer bedeutet, dass Sie die Benutzererfahrung besser einschätzen können. So sind Sie besser in der Lage zu verstehen, durch welche Inhalte die Benutzer auf der Website navigieren.

Ableitung der Beziehung zwischen Engagement, Akquisitionen und Verläufen

Bei der Auswertung von Benutzern einer Website geht es um das Ergebnis, d.h. in der Regel um die conversion der Webseitenbesucher oder der Kunden. Doch bevor Sie darüber erfahren, wie Sie mehr verkaufen, müssen Sie zunächst Benutzer auf Ihre Seite aufmerksam machen und mit Inhalten auf Ihrer Website halten. Daher müssen Sie passende Inhalte erstellen und die Website entsprechend umgestalten, damit sie auf die Interessen der Nutzer ausgerichtet ist.

Die User-ID stellt mit ihrem Angebot sicher, dass Sie das Engagement der Nutzer verfolgen können. Sie müssen das Benutzerengagement auf der Website entsprechend Ihrem Ziel bewerten. Das Benutzerengagement (via. user paths) lässt Sie wissen, ob die aktuellen Ziele erreicht werden. Falls nicht, müssen Sie Elemente bezüglich des Nutzerengagements verfeinern, sei es das Inhaltsformat, das Layout der Site oder etwas anderes, damit es mit Ihren Zielen übereinstimmt.

Wie verwendet man die User-ID in Google Analytics?

Aktivierung der User-ID in Google Analytics

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die User-ID-Funktion in Google Analytics zu aktivieren:

  1. Bei Google Analytics anmelden.
  2. Auf  ‚Admin/Verwaltung’ klicken.
  3. Wählen Sie im folgenden Fenster das ‚Konto‘ und die ‚Eigenschaft‘ aus.
  4. Dann auf ‚User-ID‘ unter ‚Tracking Info‘ klicken.
  5. Lesen Sie die User-ID Policy und klicken Sie auf die Schaltfläche (unten), um den Bedingungen zuzustimmen, und wählen Sie ‚Nächster Schritt‘.
  6. Als nächstes erhalten Sie den JavaScript-Code, den Sie zum Senden von User-ID-Daten an GA verwenden müssen. Direkt unterhalb des Code-Stücks haben Sie auch die Möglichkeit, die Session Unification zu aktivieren oder zu deaktivieren (Tip: Sprechen Sie mit einem Entwickler über die Code-Implementierung).
  7.  Klicken Sie auf ‚Weiter‘.
  8. Klicken Sie dann auf ‚Erstellen‘, um eine neue User-ID-Ansicht zu erstellen.
  9. Wählen Sie aus, ob Sie die Daten der ‚Website‘ oder der ‚Mobilen Anwendung‘ verfolgen möchten. Geben Sie einen Namen für die Ansicht (z.B. User-ID-Ansicht) und stellen Sie die Zeitzone für die Berichterstattung ein. Hier haben Sie auch die Möglichkeit, User-ID Reports zu aktivieren.
  10. Klicken Sie auf ‚Ansicht erstellen‘, um das Setup abzuschließen.

Mit den obigen Schritten sollten Sie die User-ID-Funktion in Ihrem GA-Konto aktivieren; Sie sind aber noch nicht bereit, die vom Benutzer zugewiesenen Daten zu verfolgen.

Sie müssen in der Lage sein, eindeutige IDs zu erstellen, diese neuen Benutzern zuweisen und sie wiederkehrenden Benutzern zuweisen. Zusätzlich müssen Sie diese IDs auch den Daten, die Sie an Analytics senden, beifügen. All diese Aufgaben bedeuten, dass Sie die Hilfe eines Webentwicklers benötigen, um den Code dafür zu implementieren. Wenn Sie jedoch technisch versiert sind, können Sie diese Aufgabe auch selbst übernehmen.

Übersicht über die mit der Google Analytics User-ID verbundenen Ansichten und Berichte

Google Analytics User-ID Abdeckung

Eine Webprojekt, sei es eine Website, ein Blog oder eine mobile Anwendung, wird verschiedene Arten von Nutzern haben. Der tatsächliche Datenverkehr (d.h. Ihre echten Content-Follower), der durch eindeutige IDs gekennzeichnet ist, macht nur einen winzigen Teil des gesamt eingehenden Datenverkehrs aus. Das bedeutet, dass die Benutzerzahl immer aus zugeteilten und nicht zugeteilten Benutzernummern auf der Website besteht.

Dieses einfache Verhältnis von zugewiesenen zu nicht zugewiesenen Benutzern sagt viel über Ihren Inhalt und Ihre Erfahrung mit der Website aus. Wenn dieses Verhältnis zwischen zugewiesenen und nicht zugewiesenen Benutzern im Laufe der Zeit zunimmt, haben Sie ein sehr effizientes Modell des Benutzerengagements, das zu Akquisitionen und Conversions führt. Wenn dieses Verhältnis der Benutzer jedoch abnimmt, verlieren Sie Ihre Nutzer. Sei es der eine oder der andere Fall; Sie müssen diese Nutzeraufteilung auf Ihrer Website bewerten und entsprechend planen, um eine positive Wirkung zu erzielen. User-ID Coverage kann Ihnen bei diesem Aspekt helfen.

User-ID Coverage ist ein Bericht, der in Verbindung mit der User-ID-Funktion arbeitet und numerische Informationen über die Anzahl der zugewiesenen und nicht zugewiesenen Benutzer eines Webprojektes liefert.

Sobald die User-ID-Funktion aktiviert ist, finden Sie diesen Bericht unter der Unterkategorie „Verhalten“ der Kategorie „Zielgruppe“ in einer Web-Ansicht.

Der Bericht „User-ID Coverage“, als eigenständige Information, gibt nur die Anzahl und das Verhältnis zwischen der zugewiesenen und nicht zugewiesenen User-IDs an.

Um detaillierte Kenntnisse über das Benutzerverhalten zu erhalten, müssen Sie diese Informationen mit einer sekundären Dimension wie Quelle, Verweispfad, Ausgangsseite und anderen kombinieren. Auf diese Weise können Sie genau wissen, was funktioniert oder wo Sie Ihre Zielgruppe verlieren.

Google Analytics User-ID Cross-Device tracking

Der Cross-Device-Bericht enthält Informationen über die Benutzern der Website und deren verwendete Geräte. Mit Hilfe dieses Berichts können Sie sich über die Art der verwendeten Geräte, den Wechsel zwischen den Geräten, die Zugangsmedien und vieles mehr informieren.

Eine User-ID-Ansicht stellt einzelne Benutzeraktivitäten in einer Reihenfolge dar. Sie hilft jedoch nicht bei der Unterscheidung, wie ein Benutzer mit Geräten interagiert und/oder zwischen Geräten wechselt. Dieser Aspekt ist ein wesentlicher Teil der Bewertung der Benutzerinteraktion, die zur Konvertierungen führt. Der Cross-Device-Bericht trägt dazu bei, die Darstellung dieses Aspekts der Gerätenutzung durch die Benutzer zu vereinfachen.

Der Cross-Device-Bericht umfasst drei Gerätekategorien: Desktop, Mobil und Tablet. Jede Nutzungsinformation wird mit diesen drei Gerätekategorien dargestellt.

Hinsichtlich der Verwendungsdarstellung erhalten Sie vier Optionen: Geräteüberlappung, Gerätepfade, Kanäle und Erfassungsgerät.

Diese Optionen geben Ihnen Auskunft über:

  • den Typ des/der verwendeten Geräts/e,
  • den genauen Pfad der Geräteumschaltung,
  • den Kanal, der zu Ihrer Website geführt hat,
  • das Gerät, das zum Einleiten einer Transaktion verwendet wird.

Google Analytics User-ID Device Overlap

Device Overlap lässt erkennen welche Kombinationen der Gerätenutzung ein Benutzer zur Interaktion mit dem Inhalt verwendet hat.

Diese Informationen werden mit einem Venn-Diagramm übersichtlich dargestellt. Die Überlappungsbereiche zwischen den Geräten bedeuten, dass ein Benutzer die entsprechenden Geräte abwechselnd für die Interaktion mit Ihrer Website verwendet hat. Das Layout hilft Ihnen, die Vielfalt der Gerätenutzung bezüglich Ihrer Website zusammenzufassen.

Unterhalb des Diagramms erhalten Sie eine Tabellenansicht mit numerischen Benutzerinformationen zusammen mit den verschiedenen Gerätekombinationen (z.B. Desktop, Mobile, Desktop und Tablet, Mobile und Tablet). Sie können die genaue Anzahl der Benutzer für eine bestimmte Gerätekombination aus der Tabelle entnehmen.

Darüber hinaus erhalten Sie auch Informationen über den generierten Umsatz und die Benutzertransaktionsraten, die der Nutzung des/der Geräte entsprechen.

Google Analytics User-ID: Vorteile und Einschränkungen 5
Google Analytics User-ID Device Overlap

Google Analytics User-ID Device Paths

Die Gerätepfade zeigen Ihnen die Bewegung des Benutzers zwischen den Geräten.

Die Google Analytics User-ID Device Paths Ansicht hilft Ihnen, das Benutzerverhalten durch den Wechsel zwischen den Geräten besser zu verstehen. Sie können bewerten, wie ein bestimmter Benutzer auf einem oder mehreren Geräten mit Ihren Inhalten umgeht, bevor Sie eine Transaktion durchführen.

Google Analytics User-ID: Vorteile und Einschränkungen 6

Diese Informationen über den Wechsel von Benutzer zwischen den Geräten lässt Sie erkennen, wo Ihre Priorität liegen sollte, wo wertvolle Kunden sind und welche Wege sie bevorzugen. Ausgestattet mit diesen nützlichen Informationen können Sie Ihre Strategie an die gegebenen Bedingungen anpassen, die zu einer verbesserten Konvertierung führen.

Google Analytics User-ID Channels

Kanäle geben Auskunft über die Quelle der Benutzerinteraktion in Bezug auf ein Gerät oder einen Pfad.

Sie könnten feststellen, dass die meisten mobilen Benutzer über eine organische Suche auf Ihrer Website landen, während die Desktop-Benutzer direkt auf die Website kommen.

Auch dies hilft Ihnen zu wissen, von wo und wie die Benutzer auf Ihre Website gelangen, wenn sie ein bestimmtes Gerät verwenden, sei es ein Mobiltelefon, ein Desktop oder ein Tablet.

Google Analytics Acquisition Device

Die Ansicht „Erfassungsgerät“ befasst sich ausschließlich mit Konvertierungen. Sie verfolgt und zeigt das Gerät, von dem eine Transaktion ausgeht.

Google Analytics User-ID: Vorteile und Einschränkungen 7
Google Analytics Acquisition Device

Angenommen ein Benutzer hat auf Ihrer Website ein Buch in den Warenkorb gelegt während er ein Handy benutzt, und dann die Zahlung auf seinem PC abgeschlossen:  Das Erfassungsgerät wäre in diesem Fall das „Handy“, da es das Gerät ist, auf dem die Transaktion (Buch in den Warenkorb gelegt) initiiert wurde.

Mit Hilfe des Berichts können Sie den Gerätetyp identifizieren, der zu maximalen Konvertierungen führt und dementsprechend eine Strategie entwickeln.

Die User-ID-Funktion kann mit dem richtigen Wissen und der richtigen Implementierung ein sehr wirkungsvolles Werkzeug sein, um Ihnen zu helfen, Ihre Zielgruppe besser einzubinden und die Konversionsraten zu erhöhen. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die die User-ID-Funktion betreffen, die Sie beachten müssen.

Die Einschränkungen von Google Analytics User-ID

Die Aktivierung des User-ID-Features löst keine Zuweisung und Verfolgung von Benutzer-IDs aus.

Die  ‚Aktivieren der User-ID‘ und ‚Implementieren der User-ID‘ sind zwei verschiedene Dinge.

Bei der Aktivierung der User-ID geht es darum, eine Einstellung auf GA einzuschalten, um eine eindeutig zugewiesene Benutzerverfolgung zu ermöglichen. Dies kann über das Google Analytics-Dashboard erfolgen.

Um die User-ID in Ihre Analysen zu implementieren, müssen Sie Programmcodes in Ihr Benutzer-Authentifizierungssystem aufnehmen, um eindeutige Identifikatoren für neue Nutzer zu generieren und zuzuweisen. Darüber hinaus muss das Setup auch wiederkehrenden Nutzern neue Kennungen zuweisen.

Sie können die User-ID-Funktion aktivieren, aber hierzu benötigen Sie Webentwicklungskenntnisse, um die User-ID-Funktion zu implementieren.

Der Datenbereich für den geräteübergreifenden Bericht ist auf 90 Tage begrenzt.

Der geräteübergreifende Bericht kann Benutzerdaten nur für maximal 90 Tage speichern. Wenn Sie auf Daten vor dieser Zeitspanne zugreifen müssen (z.B. zum Vergleich), müssen Sie die erforderlichen Daten lokal exportieren.

Der geräteübergreifende Bericht ist nur in den User-ID-Ansichten verfügbar.

Nach der Aktivierung des User-ID-Features müssen Sie User-ID-Ansichten festlegen. Der geräteübergreifende Bericht ist nur in den User-ID-Ansichten verfügbar. Wenn Sie also keine Benutzer-ID-Ansicht einrichten, können Sie nicht auf den geräteübergreifenden Bericht zugreifen.

Die Einnahmenzuweisung im geräteübergreifenden Bericht hängt von dem Gerät ab, von dem die Transaktion ausgeht.

Eine Standardkonvertierung legt das Gerät, an dem die Transaktion abgeschlossen wurde, als Erfassungsgerät fest. Das ist jedoch bei einem geräteübergreifenden Bericht nicht der Fall. In einem geräteübergreifenden Bericht wird das Gerät, bei dem die Transaktion initiiert wurde, als Erfassungsgerät festgelegt.

Beispielsweise fügt ein zugewiesener Benutzer, während er morgens auf seinem Mobiltelefon surft, ein Paar Schuhe in seinen Einkaufswagen auf einer E-Commerce-Site ein. Nachts checkt er dann aus und schließt die Transaktion mit seinem Laptop ab.

Bei der Standard-Konversionsverfolgung wird der Desktop (d.h. der Laptop) als Erfassungsgerät festgelegt, während bei einem geräteübergreifenden Bericht das Mobiltelefon als Erfassungsgerät festgelegt wird.

Verwendung von zwei Browsern, die im Cross-Device-Bericht als zwei eindeutige Geräte gezählt werden

Wenn ein zugewiesener Benutzer zwei Browser zur Interaktion mit dem Inhalt Ihrer Website verwendet, müssen diese beiden Browser in einem geräteübergreifenden Bericht zwei verschiedene Geräte berücksichtigen.

Fazit:

Auf der Basisebene liefert Google Analytics Informationen über die Anzahl der Nutzer und Sitzungen, die für das Verständnis der Nutzer nicht ausreichen. Die User-ID als Funktion bietet eine bessere Perspektive als die reine Benutzer- und Sitzungsanzahl.

Die User-ID-Funktion kann Ihren Ansatz verändern und Ihnen gleichzeitig detaillierte Informationen über Ihr Publikum liefern.

Dieser Artikel war ein Leitfaden zur User-ID-Funktion in Google Analytics für Website-Besitzer und Vermarkter.

Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, sind wir nur einen Kommentar entfernt.

 

 

 

Diesen Beitrag kommentieren:

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

AnzeigeWerbung in Podcasts

Beliebte Beiträge

Zahlungsprozesse: Amazon Payments vs. Paypal

Wohl kaum jemand, der sich regelmäßig im Internet bewegt und auch online bestellt wird ein Paypal-Konto nicht sein eigen nennen. Die Vorteile sind (fast)...

Käufer, Produkte und Shoppingverhalten – so nutzen die Deutschen den E-Commerce

Für Unternehmen im E-Commerce ist es entscheidend, die eigene Zielgruppe beziehungsweise die eigenen Kunden zu kennen. Deswegen sind Infografiken wie die von Netzshopping so...

Wie Sie Journalisten dazu bringen, Ihnen zuzuhören

Die allermeisten Pressemitteilungen werden nie gelesen – weil Journalisten, wie auch Redakteure davon geradezu überschwemmt werden. Was also tun, um die Aufmerksamkeit von Journalisten...

Newsletter - wöchentlich digital informiert werden

Unser Newsletter schickt Ihnen die News der letzten Woche zusammengefasst in Ihr Postfach.

Veranstaltungen

Online Marketing Konferenz All-in-one trotzt der Krise

Dass Konferenzen in Zeiten von Corona durchaus möglich sind, beweist das online marketing Event All-in-one, das am 18.06.2020 ab 14:30 stattfindet und von SEMrush-Connect...

Neuer Umgang mit Daten – Data Driven Business Konferenz

Im November 2020 findet die Data Driven Business konferenz statt. Diese möchte Wege aufzeigen, um mit einer optimalen Nutzung von Daten den Kunden ins...

Empfehlung der Redaktion

Digitalisierung: Was ist das? Eine Definition.

Diesen Artikel lieber hören? Gelesen von Peter Brown. Hörbar gemacht von Obwohl sie in nahezu allen unseren Lebens- und Arbeitsbereichen eine große Rolle spielt, ist die...

Aufgaben eines CDO – als Störenfried die Digitalisierung voranbringen

Diesen Artikel vorlesen lassen: Die MetaJobsuchmaschine Joblift hat die Stellenausschreibungen für CDOs (Chief Digital Officer) der letzten zwei Jahre unter die Lupe genommen. Hierbei haben...

HubSpot – der ultimative Wegweiser für die erfolgreiche Nutzung von HubSpot

HubSpot ist ein börsennotiertes Software-Unternehmen aus den Vereinigten Staaten, mit dem Fokus auf Marketing-Software für Inbound Marketing und Sales und im Juni 2006 gegründet...

Was ist SEMrush? – Alle Funktionen im Überblick

Alles begann im Jahr 2008 als sich eine kleine Gruppe aus IT- und SEO-Spezialisten mit einer gemeinsamen Mission zu einem Unternehmen zusammenschlossen und den...

5 SEO Tipps für Online Shops

5 Online Shop SEO Tipps für bessere Rankings und mehr Umsatz im Jahr 2015. Mit diesen Tipps ist jeder Online Shop Betreiber auf der sicheren Seite.

Value Model Canvas: Erweiterung des Business Model Canvas

Diesen Artikel vorlesen lassen? Value Model Canvas - Unternehmensidentität clever definieren Seit rund zehn Jahren hat sich das Business Model Canvas (BMC) als Hilfsmittel für das...

Produktmanagement im E-Commerce

Die Zukunft sieht vernetzt aus ... und zwar in Form von E-Dienstleistungen. Alles muss elektronisch und digitalisiert sein. Das hat auch seine guten Gründe....

Digital Leadership – die Digitalisierung stellt neue Ansprüche an Führungskräfte

Diesen Artikel hören? Die schöne neue Digitalwelt verlangt eine Neuausrichtung der Arbeitswelt. Das gilt sowohl für die an den Unternehmensprozessen beteiligten Mitarbeiter als auch für...

Bing Ads: Erfolg mit dem Werbeprogramm von Microsoft

Bing Ads heißt das Microsoft Werbeprogramm für Bing und Yahoo! Die beiden Suchmaschinen betreiben ihre Werbung schon länger über das gemeinsame Yahoo! Bing Network....

Jetzt Alexa Skill aktivieren!

Anzeigedigital-magazin alexa Skill

Ähnliche Beiträge

Google Analytics User-ID: Vorteile und Einschränkungen