Buch Rezension – Modernes Webdesign von Manuela Hoffmann

Das Buch „Modernes Webdesign“ von Manuela Hoffmann ist ein Buch, das ein wenig polarisiert. Unabhängig vom Wissensstand des Einzelnen fallen die Meinungen dazu sehr unterschiedlich aus, also durchaus ein Grund, sich das Werk etwas genauer anzusehen. Es sei noch erwähnt, dass das die zweite Auflage des Buchs, erschienen im Dezember 2009, betrifft. Wenn Sie sich mit Webdesign beschäftigen, ist Ihnen ja klar, wie schnelllebig das Internet ist. Das Buch ist also schon etwas überholt. Andererseits erscheint nun Ende Oktober die dritte, überarbeitete Auflage von „Modernes Webdesign“. Doch schon das vorliegende Inhaltsverzeichnis gibt Aufschluss auf über einzelne Themenbereiche und ob diese nun dem Zeitgeist angepasst sind oder nicht.

Ein Buch, das polarisiert

Wie bereits eingangs erwähnt, ist „Modernes Webdesign“ von Manuela Hoffmann ein Buch, das die Meinungen etwas auseinandergehen lässt, unabhängig davon, ob nun bereits eingearbeiteter Webdesign-Profi oder absoluter Beginner. Daher ist vielleicht auch der Hintergrund der Autorin wichtig: Manuela Hoffmann arbeitet seit vielen Jahren in Berlin als selbstständige Webdesignerin und Texterin. Entsprechend hoch ist also der Praxisbezug, der im Buch vermittelt wird. Gerade für Anfänger schwierige Themen wie Fonts, Farben und Schriftgrößen erklärt das Buch gut, auch anhand vieler Illustrationen sowie einer DVD mit zahllosen Beispieldateien. In diesem Zusammenhang vermittelt sie auch interessante Aspekte bezüglich der Betonungsmöglichkeiten durch Farbwahl und Design bestimmter Bereiche einer Webseite. Für einen fortgeschrittenen Webdesigner ist das insofern interessant, als dass er/sie auch einmal einen Blick über „den eigenen Schlüsselrand“ hat.

Praxisnähe, die sich positiv auswirkt

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Besonders im Design steckt man sehr schnell in seinen eigenen Mustern fest und es ist nicht einfach, diese Subjektivität einzugestehen. Daher wirken die im Buch dazu verfügbaren Kapitel eher wie Vorschläge, die jeder Webdesigner vielleicht einmal in Betracht ziehen könnte und sollte. Es hilft auf jeden Fall, mit dem eigenen Layout aus eingefahrenen Standards auszubrechen und etwas Neues zu versuchen. Das Buch vermittelt, wohl auch durch die intensiven Praxiserfahrungen der Autorin, gute arbeitsbezogene Daten, die tatsächlich angewandt werden können. Für den am Erstellen von Webseiten interessierten Designer also durchaus gut. Zwar sind einige Leser der Meinung, dass somit der wissenschaftliche Wert, also das Einbringen des Inhalts in das Studium, ungeeignet sei. Nun, was nutzen die besten wissenschaftlichen Ansätze, wenn dabei die Praxisnähe fehlt. Oder sollen etwa diejenigen Studenten, die Webdesign studieren, reine Theoretiker bleiben?

Die Einbindung der Photoshop Anwendungsfamilie und WordPress

Nicht nur für Anfänger sind die Ausführungen zu sämtlichen Photoshop Programmen wie das essenzielle Dreamweaver, in diesem Zusammenhang die Einbindung von Testservern, Photoshop, Fireworks und all die anderen relevanten Anwendungen. Ganz gewiss hat das nichts mit einer Art „Schleichwerbung“ oder Bevorzugung zu tun. Photoshop ist ganz einfach Standard. Selbst Druckereien bitten um Dateien im Photoshop-Format. Anfängern mit einigen Grundkenntnissen dürfte das Buch helfen, die einzelnen Softwarebereiche besser miteinander zu verknüpfen. Ähnlich verhält es sich auch mit den WordPress-Ausführungen. Das eigentliche Blogger-Programm hat sich als vollwertiges CMS etabliert und dessen Anwendung ist ebenso grundsätzlich für Fragen, die auch SEO betreffen. Hier kommt es allerdings auch zu Kritik. Es geht nicht wirklich aus dem Werk hervor, dass SEO (Suchmaschinenoptimierung) bereits beim Webdesign anfängt. Es wird von der Notwendigkeit eines anspruchsvollen Designs mit guter Navigation gesprochen, ja. Allerdings wird die SEO-Relevanz doch etwas vernachlässigt.

CSS3 und HTML5 – was ist mit Responsive Design?

Hier auch die neuesten Standards, die bei wirklich neuem Webdesign enthalten sein müssen: Responsive Design. Gut, es wird von Barrierefreiheit gesprochen und im Prinzip finden auch die Seitenrastergitter Erwähnung, ebenso wie die Notwendigkeit unterschiedlicher Seitengrößen. Die Neuauflage will auch „up-to-date“ sein und CSS3 sowie HTML5 finden sich, doch es geht nicht hervor, ob das eben auch Responsive Design mit neuesten CSS3-Standards wie die absolut wichtigen Media Queries, Liquid Grids und Liquid Images und entsprechende Texte berücksichtigt. Und das ist absolut wichtig, schließlich gehen mittlerweile rund 50 Prozent aller Internet-Nutzer über Smartphones und Tablets ins Internet. Hier ist das Responsive Design unter den eben erwähnten Aspekten eben außerordentlich wichtig geworden. Auch ist nicht klar – weil natürlich der Internet Explorer wieder die große zu berücksichtigende Ausnahme darstellt – ob die entsprechenden Hacks im Buch ebenfalls besprochen werden.

Das Buch ist trotz einiger „zurückgestellten“ Themen ein gutes Buch zum Nachschlagen

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Doch davon abgesehen ist es durchaus ein Buch, das allen Designern helfen kann, den angehenden ebenso wie den erfahrenen. Die angehenden können ihr Grundwissen sinnvoll und vor allem praxisnah, also sinnvoll, erweitern, während die erfahrenen Designer durchaus ihre Ansichten erweitern und frischen Wind ins Design einbringen können. So sollte es also durchaus im Bücherregal eines Webdesigners zu finden sein.

Modernes Webdesign Google Books

 

1 Kommentar

  1. Hallo und besten Dank für die Besprechung meines Buches.

    Der folgende Absatz warf bei mir einige Fragen auf.

    Die Neuauflage will auch “up-to-date” sein und CSS3 sowie HTML5 finden sich, doch es geht nicht hervor, ob das eben auch Responsive Design mit neuesten CSS3-Standards wie die absolut wichtigen Media Queries, Liquid Grids und Liquid Images und entsprechende Texte berücksichtigt. Und das ist absolut wichtig, schließlich gehen mittlerweile rund 50 Prozent aller Internet-Nutzer über Smartphones und Tablets ins Internet. Hier ist das Responsive Design unter den eben erwähnten Aspekten eben außerordentlich wichtig geworden. Auch ist nicht klar – weil natürlich der Internet Explorer wieder die große zu berücksichtigende Ausnahme darstellt – ob die entsprechenden Hacks im Buch ebenfalls besprochen werden.

    Mich würde interessieren, warum das nach dem Lesen des Buches nicht klar ist. Und auch die vorher aufgeworfenen Fragen beantwortet ein Blick in die neue und komplett überarbeitete Auflage sehr schnell. Vielleicht wäre die Rezension des Ende des Monats erscheinenden Buches da hilfreicher gewesen?

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