Arbeitsplatzgestaltung 4.0 – Unternehmen müssen die Digitalisierung viel ernster nehmen

Aktuell ist viel von kreativen und innovativen Arbeitsplätzen die Rede. Die Digitalisierung schaffe neue, intelligente Formen des Arbeitens, durch die Unternehmen ihre Produktivität erhöhen. Leider bleiben diese Ansätze und Überlegungen im Arbeitsalltag oft ungehört. Viele Betriebe schmücken sich lieber mit wenigen zeitgemäßen Arbeitsplätzen, statt ein grundlegendes Arbeitsplatzkonzept zu entwickeln. Doch nur, wer die Digitalisierung ernst nimmt, überzeugt Mitarbeiter und Kunden vom eigenen Willen zur Veränderung.

Aus der Ausnahme muss die Regel werden

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Eigentlich wissen die Unternehmen, was zu tun ist. Ansonsten würden sie nicht allerorts neue Arbeitsplatzmodelle wie Coworking Spaces oder Hubs ins Leben rufen. Ihnen ist bewusst, welche Merkmale gutes, kreatives Arbeiten in der digitalisierten Welt ausmachen und fördern. Zwei Schlagworte, die in diesem Zusammenhang immer fallen, sind Innovation und Kreativität. Arbeitsplätze sollen so gestaltet sein, dass sich die Mitarbeiter darin wohlfühlen und ihr volles kreatives Potenzial ausschöpfen. Und die Unternehmen erreichen diese Ziele in den neuen Arbeitsumgebungen meist wirklich gut. Leider bleiben sie dann aber auf halber Strecke stehen.

Diese neuartigen Ansätze kommen nämlich nicht umfassend zum Tragen, sondern sind mehr Experimentierlabors für besondere Anlässe. Während einige Auserwählte an solchen Arbeitsplätzen tätig sein dürfen, ist für die Mehrheit der Arbeitnehmer Business-as-usual angesagt. Die meisten Büroräume erinnern doch eher an die frühen 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Und das trotz exzellenter Ausstattung und moderner Technik. Sie sind einfach nicht befreiend oder erhellend, sondern fördern Separatismus und Standardlösungen. Die Betriebe verschwenden ein immenses Potenzial, indem sie ihre guten Ideen zur Arbeitsplatzgestaltung nicht konsequent umsetzen.

Zusammenarbeit statt Nebeneinanderarbeit

Nicht nur die Arbeitsplätze selbst, sondern auch die Arbeitsweisen sind meist nicht dazu geeignet, kreativ und produktiv zu interagieren. Ineffiziente Teammeetings, autoritäre Führungsstile und Ordnungswahn sind leider immer noch Methoden, die in vielen Betrieben Anwendung finden. Das führt zu separiertem Arbeiten. Denn niemand interagiert mit Kollegen und entwickelt neue Konzepte, wenn die Unternehmensleistung das gar nicht wünscht und fördert. Dann machen lieber alle ihr Ding und hoffen, bloß nicht negativ aufzufallen.

Unternehmen müssen aufwachen und an diesen Methoden etwas ändern. Modernes Arbeiten braucht flache Hierarchien und Arbeitsplätze, die Kommunikation und Interaktion fördern. Führungskräfte müssen bereit sein, zu delegieren und wichtige Kompetenzen an qualifizierte Mitarbeiter zu übertragen. Die einzelnen Abteilungen müssen die Betriebe vernetzen, um aus kleinen Inseln eine große Gemeinschaft zu machen. Von DokumentenManagement-Systemen über Maßnahmen des Product Lifecycle Managements bis hin zu einer klaren Unterscheidung von Leadern und Managern gibt es viele Methoden, um diese Ziele zu erreichen.

Diese Maßnahmen müssen Unternehmen jetzt ergreifen

Ein wichtiger Ansatz für die Gestaltung moderner Arbeitsplätze ist das Space-Design. Dieses stellt bei der Arbeitsplatzgestaltung nicht die Produktivität in den Mittelpunkt, sondern konzentriert sich auf die Emotionen, Haltungen und Überzeugungen der Mitarbeiter. Ausgehend von diesen entscheiden Unternehmen dann, wie die jeweiligen Arbeitsplätze der Belegschaft aussehen müssen, um den individuellen Ansprüchen und Anforderungen jedes und jeder Einzelnen gerecht zu werden.

Besondere Bedeutung kommt hierbei der Raumgestaltung zu. In der digitalisierten Welt sind agile Büros entscheidend. Fest montierte Schreibtische, starre Aktenschränke und separierte Arbeitsbereiche gehören der Vergangenheit an. Moderne Büros setzen stattdessen auf Flexibilität und Agilität. Die Einrichtung der Räume sollte immer beweglich und veränderbar sein. Dies erreichen die Firmen unter anderem durch bewegliche Schreibtische und Raumteiler. Die Arbeitsplätze lassen sich dann immer an die gewünschte Aufgabe und die Arbeitsweise anpassen und erfüllen somit immer unterschiedliche Zwecke.

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Ebenso wichtig ist es, den Smart-Home-Ansatz auf die Arbeitswelt zu übertragen. Nur wenn die Arbeitsplätze intelligent sind, fördern sie kreatives Arbeiten. Beispielsweise ist es möglich, durch Sensoren Daten über die Beschaffenheit eines Raumes zu erheben. Anhand dieser Informationen können Unternehmen dann die Temperatur oder den Sauerstoffgehalt eines Raumes an die aktuellen Gegebenheiten anpassen. Das fördert nicht nur das kreative und produktive Arbeiten, sondern stärkt gleichzeitig die Gesundheit der Mitarbeiter.

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